Rotorua – Te Kaha – East Cape – Gisborne – Rotorua
Guten Morgen alle zusammen! 🙂
Die letzten 2 Tage in Rotorua (Montag und Dienstag früh) hab ich mit Arbeit, Packen und Verabschieden verbracht, da ich in diesen 6 Wochen doch ganz gute Freunde gefunden habe dort. Dienstag früh um 9 Uhr gings dann mit dem Stray Bus weiter – an die Ostküste Neuseelands.


Den Großteil der Fahrt schlief ich, weil ich schon um 7 Uhr aufgestanden war, während im Bus Musik lief und die anderen redeten bzw auch schliefen. Bei einem Zwischenstopp in Whakatane, das schon wieder an der Küste liegt, sammelten wir einen weiteren Holländer auf, der uns auf unserer Reise begleiten sollte und wir konnten als eine Art letzte Möglichkeit in einen gescheiten Supermarkt gehen und zu einer Bank Geld abheben. Alles, was danach noch kommen sollte, war sehr klein, ländlich und wurde „remote“, also zurückgeblieben“ genannt.



Wir fuhren weiter in Richtung unseres Zieles, einer Lodge in Te Kaha, einem 3 Häuser Dorf an der Ostküste (sogar noch kleiner als Schneckenhof 😉 ) Zwischendrin stoppten wir an ein paar Aussichtspunkten, um die atemberaubende Sicht zu genießen und uns ein wenig die Beine zu vertreten. Vor uns: Meer – hinter uns: Berge und Hügel so weit das Auge reichte.





Als wir gegen halb 3/3 endlich in Te Kaha ankamen, wurden wir von den Bewohnern sehr herzlich mit einem Maori-Ritual begrüßt, das heißt, sie sangen die sogenannte „Te Kaha – Hymne“ und wir stellten uns allen vor. Anschließend konnten wir unsere Zeit verbringen wie wir wollten, wozu allerding nicht viel zu Auswahl blieb. Die Lodge war direkt am Meer, wunderschön, mit einer kleinen Plattform mit Tischen und Bänken, um den Sonnenuntergang zu sehen, der direkt über dem Meer stattfand! Dazu weiter unten ein Whirlpool und danach gleich der Strand. Man konnte sich die 3 Kajaks nehmen und ein wenig herumpaddeln und die Küste erkunden oder, wie die meisten es machten, sich an den Strand legen, sich sonnen und Volleyball im Wasser spielen bzw sich mit ekligen Algen bewerfen 😀


Dazu muss ich sagen: Die Gruppe, mit der ich seit Rotorua unterwegs war, ist soooo cool, sehr tolle Leute, gute Atmospähre und der Fahrer (Lantern) ist der Beste und Unterhaltsamste, den ich bis jetzt hatte. Sein Motto: „Are you ready for the beeest tour around the East Coast IN THE WOOOOORLD with sooo positive vibes, good music and absolutely NO negativity?! Then back to the music ;)“ Naja, und eben das obligatorische „Sweet as!“, was nicht etwa heißt „Süßer Arsch“, was ich am Anfang dachte und etwas verwirrt war, sondern eher sowas wie „Geil, Mega, Super, Wahnsinn“.

Die Bewohner bereiteten uns ein riesiges Buffet mit Meeresfrüchten, Fisch, Fleisch und Salat zu mit anschließendem Nachtisch und während wir aßen ging langsam die Sonne unter.



Wir spielten Karten, tranken Bier und Wein und hatten Spaß. Etwas später spielten wir unseren Gastgebern noch Country Roads vor, weil jede Gruppe eine „Antwort“ auf das anfängliche Konzert geben musste, das war so Tradition. Ich an der Gitarre, alle anderen sangen und wie Lantern sagte „scheiß egal ob gut oder schlecht, wer schlecht singt am besten so laut wies geht“! Den Tag beendeten wir alle zusammen in dem Whirlpool am Strand. Während der Wind über unsre Köpfe fegte, saßen wir gemütlich zusammen gekuschelt zu 18t im Whirlpool, spielten „Never have I ever“ und schauten in die Sterne (So viele hab ich noch nie in meinem ganzen Leben gesehen!). Am nächsten Morgen ging es um 8 Uhr morgens weiter an der Ostküste entlang nach Gisborne, wieder mit einer Menge guter Laune trotz der frühen Morgenstunden, viel Energie, um die 757 Stufen zum östlichsten Leuchtturm hochzulaufen und die paar Stunden Fahrt durchzustehen. Weiter entlang an der Küste ging es also zu dem östlichsten Leuchtturm der Welt, der gleichzeitig auf dem östlichsten Punkt der Welt zu finden ist. etwa 150 m überm Meeresspiegel und nur über 757 Stufen erreichbar (ja, ich hab sie gezählt). Oben angekommen, schnaufend und mit zitternden Beinen legten wir uns in den Schatten des Leuchtturms und ruhten uns erstmal aus, bevor wir ein Gruppenfoto machten und uns an den Abstieg machten.








Gegen 4 Uhr kamen wir an der extra für Stray vorgesehen Lodge wieder direkt am Meer an und während alle anderen ihre Sachen auspackten, sich Betten aussuchten und sich häuslich für eine Nacht einrichteten, blieben meine im Bus, da ich direkt in Gisborne bleiben würde. Das waren nämlich die letzten Stunden mit meiner Gruppe, bevor Lantern mich direkt nach Gisborne fahren würde, da ich dort das berühmte „Couchsurfing“ ausprobierte.Dadurch, dass ich an Silvester auf dem national-bekannten Rythm&Vines Festival bin, ist es leichter, wenn man direkt in Gisborne ist und da alle Hostels und Campingplätze bis auf den letzten Platz ausgebucht waren, blieb mir auch gar nichts anderes übrig. Um 18 Uhr fuhren wir alle gemeinsam nach Gisborne, weil Lantern eine große Dominos-Pizza-Sammelbestellung gemacht hatte und wir diese dann auf einem Aussichtspunkt (Kaiti-Hill) verspeisten. Von dort konnte man die ganze Stadt inklusive Umfeld sehen. Das heißt an 3 Seiten war Gisborne umgeben von Bergen und Hügeln und an einer war die Küste zu sehen. Dazu ein schöner Hafen und eine hübsche Stadt.




Das war es jetzt erstmal wieder von meiner Seite, ich wünsch euch viel Spaß und schöne Ferien/Urlaub, wenn ihr das Vergnügen habt 😉