Rotorua – Lake Aniwhenua – Taupo – Napier – Wairoa
Hallooo 🙂
Hier bin ich wieder nach ein paar sehr coolen Tagen mit dem Stray Bus!
Das Ganze hat erstmal sehr nervenaufreibend begonnen: Um morgens nicht so weit mit dem ganzen Gepäck laufen zu müssen, änderte ich abends noch den Abhol-Ort für den Stray Bus auf die nähste Möglichkeit. Allerdings anscheinend etwas zu spät wie sich herausstellte, weil sie mich fast nicht mitgenommen hätten. Die Busfahrer drucken am Abend vorher ihre Listen inkl alle Infos aus und ich hatte meine neuen Informationen zu spät gesendet, wodurch meine Fahrerin nicht wusste, dass ich woanders abgeholt werden wollte. Ich hab dann bei Stray angerufen, dass sie den Fahrer anrufen und ihn hierher schicken, was dann auch zum Glück geklappt hat. Endlich im Bus sind wir erstmal bis zu einem See gefahren, der sich mitten im Nirgendwo etwa eine Stunde von Rotorua befand. Da war eine kleine Farm, wo auch ein paar WWOOFer waren, unter anderem Krissie aus meiner Schule. Mit etlichen Zwischenstopps kamen wir gegen 4 Uhr endlich am Lake Aniwhenua an und bereiteten das feierliche Hangi vor.

Dieses Essen ist typisch für Maori-Festlichkeiten und wird ganz speziell zubereitet: Nämlich im Boden. Dazu wird ein Loch ausgehoben, Steine hineingelegt und erhitzt, bis sie weiß glühen. Dann kommen in verschiedenen Schichten erst das Fleisch und oben diverses Gemüse auf die Steine, werden mit nassen Decken zugedeckt, um das Ganze zum Qualmen zu kriegen und den Rauch im Loch zu halten. Abschließend kommt eine dicke Schicht Erde (der „sauberste“ Dreck Neuseelands laut Natse) oben drauf.
Alles wird dann ca 4 h dort gekocht und währenddessen konnten wir unsere Zeit an der Bar beziehungsweise mit ein paar Workshops vertreiben. Gegen 8 Uhr wurde dann endlich das lang ersehnte Hangi ausgegraben und wir stürzten uns nach ein paar Worten durch die Betreiberin auf das Essen, welches wirklich unglaublich unglaublich unglaublich war! Schwein und Hühnchen, Aal-Fleisch, Kürbis, Süßkartoffeln, Brot, Salat und so viel wie niemand von uns essen konnte. Ein echtes Festmahl *-*
Danach saßen wir alle satt und zufrieden mit unserem Wein oder Bier in der Hand im Wohnzimmer und hörten uns Geschichten von einem jungen Maori an, alles mögliche über die alten Maori Stämme.
Der nächste Morgen begann mal wieder etwas stressig für mich, weil ich bissl verschlafen hatte und der Bus in 15 min fuhr. Also verpasste ich das Frühstück und lief zum Bus. Auf dem Weg nach Taupo hielten wir noch an einer heißen Quelle namens Kerosen Creek an, wo wir eine halbe Std Zeit hatten, um darin zu baden und zu entspannen.

Danach sahen wir noch die Huka Falls, bei dem der größte Fluß Neuseelands durch eine enge Öffnung gepresst wird und alle 3 Sekunden die Wassermasse eines Olympia-Schwimmbeckens durchgeschleust wird.

10 min später waren wir in der kleinen Stadt Taupo an der nördlichen Seite des Lake Taupo, dem größten See Neuseelands.

Ich machte mich auf zu meinem Hostel und traf mich gegen 3 dann mit einem von Stray, der auch in Taupo ausgestiegen war, während alle anderen weiter fuhren.

Wir liefen 4 bis 5 Std durch Taupo und erkundeten alles. Die Stadt wirkt ein wenig mediterran, also italienisch, kleine Seitengassen mit süßen hübschen Cafes an der Promenade und natürlich überall Palmen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Sees konnte man deutlich Gebirge erkennen, das sogar Schnee auf der Spitze hatte! Nach dem anstrengenden Tag fiel ich todmüde in mein Bett.



Um 13 Uhr ging mein Bus nach Napier, einer kleinen Stadt an der Ostküste der neuseeländischen Nordinsel, 3 Std südlich von Gisborne.

Gegen 4 Uhr dort angekommen, bezog ich mein Zimmer und lief gleich los, um Napier zu erkunden, da ich ja nur ein paar Stunden Zeit hatte bis es dunkel wurde und morgen mittag mein Bus gleich weiter fuhr.Ziemlich stressig alles 😉 Jedenfalls war mein Ziel das Bluff Hill Lookout, von dem man eine wahnsinnig tolle Sicht über Napier und die Hawke’s Bay hatte *-*












Das nahm einige Zeit in Anspruch und weil ich danach noch ein wenig an der Promenade entlang lief, blieb auch nicht mehr so viel übrig um noch großartig mehr zu machen. In meinem Zimmer lernte ich dann meine Mitbewohner für die Nacht kennen, die alle ziemlich cool drauf zu sein scheinen 🙂
Um 13.15 fährt mein Bus dann nach Wairoa weiter, wo ich den nächsten Monat dann auf einer Farm bei einer Familie verbringen werde 🙂