Hallihalloooo, hier kommt gleich der nächste Blogeintrag 🙂
Um 8.30 fuhr uns ein Shuttle Bus direkt nach unserer Ankunft zum Beginn des Alpine Crossings und um 9 Uhr ging es dann auch schon los! Mit Restalkohol, einem leichten Rucksack und guter Laune.

Erstmal aber ein paar Fakten zum Great Walk:
- die beliebteste und bekannteste 1-Tages-Wanderung in Neuseeland
- Länge: 19.6 km
- Dauer: 6 – 8h
- Was man sehen kann:
- Mount Doom (Schicksalsberg, also Mordor aus „Herr der Ringe“
- Mount Taranaki (150 km entfernt, bei guter Sicht zu sehen)
- Red Crater (Vulkankrater in roter Farbe)
- Emerald Lakes (blaue und grüne Kraterseen)
- Lake Taupo (den größten See Neuseelands)
Über ein paar Kilometer flachen Weg ging es zum Beginn der Devil’s Stairs, einem seeehr langen und seeeehr steilen Treppenabschnitt, den wir aber mit Bravur bestanden, auch wenn wir bei allen 10 Stufen anhalten und Luft holen mussten 😀 Nachdem ich zu Beginn sogar in Bikini gelaufen bin, weil es so warm war, zogen wir mit jedem Abschnitt wieder mehr an, auch weil der Wind sehr viel schneidender wurde. Wir bewegten uns durch eine unbelebte Vulkanlandschaft, hatten eine unglaubliche Aussicht auf Mount Taranaki, der sich an der Westküste Neuseelands befindet und genossen alles sehr! Man konnte auch auf Mount Doom (Mordor) hochsteigen, allerdings war das sehr steil und rutschig und wir hätten das von der Zeit auch nicht hinbekommen. Wir kamen gut voran, auch wenn wir teilweise wirklich fast vom Rand geweht wurden, weil der Wind unglaublich stark war!!! Gegen 12 erreichten wir den Gipfel und machten uns über Kekse und Mittagessen her während wir Sand in den Mund bekamen durch den Wind und versuchten die Aussicht zu genießen, ohne die Mütze oder sonst irgendwas zu verlieren 😀












Jedenfalls ging es dann weiter zu einem steilen und rutschigen Abstieg, bei dem uns geraten wurde im tiefen Sand zu laufen und einfach ein Stück zu rutschen. Begründung: bei den kleinen Steinen rutscht man einfach immer weiter bis man es nicht mehr aufhalten kann wogegen der Sand einen nach ein paar Zentimetern immer aufhält – und zu unserer Überraschung war es auch tatsächlich so! Nach ein paar Schritten hatte ich auch richtig Spaß daran und im Nu war ich bei den Emerald Lakes angekommen, die am Ende dieses rutschigen Teils zu sehen waren. Unglaublich wunderschöner Anblick, so etwas schönes hab ich wahrscheinlich noch nie in meinem Leben zu Gesicht bekommen!




Wir liefen weiter, wobei der schlimmste Teil theoretisch geschafft war, da es ab jetzt nur noch gerade oder bergab ging, allerdings zog sich der bergab – Teil extrem hin, 2 Stunden waren wir noch unterwegs, bis wir endlich am Bus ankamen, der uns um 5 abholen sollte. Durch die angedrohten 300$ die anstanden, sollte man den Bus verpassen, waren wir sehr darauf bedacht rechtzeitig anzukommen und waren dann auch nach !!7,5h!! endlich da ! um 16.30 war es vorbei und wir setzten uns hin um auf den Bus zu warten.

Auf dem Rückweg zum Shuttle Service schlief ich fast ein, allerdings verbrachte ich die Nacht nicht im gleichen Hostel wie Stray, sondern musste mein komplettes Gepäck dann noch zu einem 15 min entfernten Hostel schleppen, was mir dann auch meine letzte Kraft raubte. Der nächste Tag war dann frei, ich musste weder aufstehen, noch was unternehmen, sondern wollte einfach nur im Bett liegen und nichts tun. So war es dann auch bis ca 4 pm, wo ich mit einer Schottin und einem Italiener beschloss, zu den Tawhai Falls zu fahren, einem weiteren Drehort von „Herr der Ringe“ nämlich „Gollums Pool“. Ich habs sogar wiedererkannt!

Soooo das war der sehr aufregende Teil des Tongariro Alpine Crossings, was unglaublich toll war und viel Spaß gemacht hat 🙂