Arbeit in Blenheim, Marlborough #3

Seit dem letzten Mal haben wir einen Harry Potter Marathon gemacht, der am Osterwochenende lief – 20 h Harry Potter alle Filme! *-* War sehr cool, auch wenn wir danach alle voll hyperaktiv waren 😀 Jedenfalls haben wir an Ostersonntag alle zusammen ein großes Osteressen gekocht und gegessen – war fast wie eine kleine Familie

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links v. nach h.: Henrik – Niklas – Johanna // rechts v. nach h.: Ben – Thomas – Josi – Nicho – Phillip

🙂
17/04:
Montags war Emilios Geburtstag, einer der Anwohner im Hostel, und es wurden 300 Würstchen gegrillt und eine Ziege, die am Tag zuvor frisch von den Fijis geschlachtet worden war 😀

VORSICHT AN ALLE VEGETARIER ODER ALLE, DIE KEINE TOTEN TIERE SEHEN WOLLEN/KÖNNEN!!! (allerdings ist der Anblick meiner Meinung nach nicht so schlimm…)

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das, was da rausschaut, ist das Genick der Ziege

Nach einem extrem langen Wochenende wars umso härter zurück zur Arbeit zu gehen am Dienstag, v.a weil dann meine Schultern aus irgendeinem Grund angefangen haben wehzutun. Mittlerweile heb ich auch keine schweren Muschelkisten mehr, hab ich von Josh verboten bekommen

Samstags gehen wir mittlerweile eigentlich immer nach Blenheim in den Club und bleiben da, bis um halb 4 Musik ausgeht und wir rausgeschmissen werden.

23/04:
Letzten Sonntag sind wir dann (ich mit 1 Ami aus Californien – Alex, 1 Kanadier – Will und einem Engländer – Liam) zur Whites Bay gefahren, einem etwa 45 min entfernten Sandstrand. Dort waren wir ein paar Stunden, es war echt schön da, und dann sind wir zurück gefahren.

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Liam

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29/04 – 30/04:
Nach einer Woche tollem Herbstwetter und jeder Menge Arbeitsstunden, kam wieder das Wochenende. Josi und ich hatten beschlossen, am Samstag einen kleinen Ausflug zu machen: Ans Cape Farewell, der nördlichste Punkt auf der Südinsel Neuseelands. Wir mieteten uns ein Auto für Samstag und Sonntag und machten uns dann Samstag Mittag auf den Weg dorthin.

Farewell

Ich fuhr die erste Hälfte bis nach Nelson, da Josi noch nie auf der linken Seite gefahren war und sie übernahm die zweite Hälfte. Allerdings wurde diese Fahrt dann auch etwas herausfordernder als gedacht: Die engen Kurven im Bergpass waren zwar nach kurzer Zeit kein Problem mehr, aber durch den plötzlichen und sehr dichten Nebel, wurde das Ganze ein wenig interessanter. Mehr als 15 m Sicht waren nicht drin und auch bei den Aussichtspunkten sah man nur eine schöne weiße Wand – anstatt der Golden Bay.

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unsere Tilda

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hinter uns: die Golden Bay
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die Golden Bay

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Nach 5h Fahrt kamen wir auf der mit Schlaglöchern übersäten Schotterstraße zum Cape Farewell an, während es schon dunkel wurde. Wir verbrachten die Nacht auf den zurückgeklappten Vordersitzen des kleinen Autos direkt auf dem „Parkplatz“ des Capes – ganz legal natürlich.

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Gegen 4 Uhr wachte ich dann auf und weckte auch Josi, weil sich die Wolken alle verzogen hatten und sich uns ein atemberaubender Anblick auf den Sternenhimmel Neuseelands bot. Leider kann man solche Momente nicht mit einer gewöhnlichen Digi Cam einfangen, weshalb ihr euch das alles wohl vorstellen müsst, auch wenn ihr das nicht könnt hah! 😀 Bis 6.30 schliefen wir dann noch weiter und liefen dann in der Morgendämmerung zur Aussichtsplattform über eine Kuhweide und schauten uns Alles bei Sonnenaufgang an.

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Cape Farewell
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Cape Farewell
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Cape Farewell
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Cape Farewell
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Seelöwe
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Kühe leben am Limit + Sonnenaufgang

Der war allerdings weniger zu sehen, da sich um die Sonnen herum Wolken angesammelt hatten. Trotzdem war es wunderschön die wilde tasmanische See gegen die Sandsteinformation des Cape Farewells schlagen zu sehen und den doch sehr kalten Wind zu spüren. Während wir am Rand entlang liefen standen die Kühe um uns herum und teilweise auch direkt an der Kante zum Grasen – Leben am Limit!Die Sonne war oben und wir liefen zurück zum Auto, um zum nächsten Ziel zu fahren. Die Wharariki Bay, etwa 200 m weiter, eine wunderschöne Bucht mit einem riesigen Dünenstrand und – Seelöwenbabys!

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Wharariki Bay

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Baby Seelöwe

Mit der warmen Morgensonne im Rücken liefen wir über den Strand und zu einer Höhle, wo erstmal Bilder gemacht wurden und wir einen kleinen Babyseelöwen in der Ecke fanden.

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unsere Failbilder

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Danach, auf der Suche nach weiteren, liefen wir weiter runter zu einem großen Felsen, wo sich Pools gebildet hatten und wir hatten Glück. Darin tobten 6 Seelöwenbabys miteinander und wir standen daneben und beobachteten sie aus nächster Nähe!

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Babyseelöwe
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Baby Seelöwe
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Baby Seelöwen

Da die Flut langsam reinkam wollten die Seelöwen natürlich aus den Pools weg. Allerdings standen die Josi und die Tami im Weg, weshalb uns die eine der süßen Kleinen bellend verjagt hat. Auf dem Rückweg zur Zivilisation und runter von dieser schrecklichen Straße streichelten wir noch 2 Pferde, die direkt ans Auto gelaufen kamen und fuhren anschließend zur Farewell Spit, um noch ein wenig am Strand spazieren zu gehen.

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Nach 1h machten wir uns dann auf den Heimweg zurück nach Blenheim, wobei wir in Collingwood eine Französin mitnahmen, die nach Picton musste. Bei einem kleinen Zwischenstopp im Hippie-Dorf Takaka gab sie uns einen Kaffee aus und dann gings auch schon weiter. In Nelson wurden wieder Fahrer gewechselt, sodass Josi auch die 2te Hälfte mal fahren konnte. Bevor wir um 18 Uhr das Auto wieder am Flughafen abliefern mussten, kauften wir noch einmal richtig ein und besorgten alles für die nächste Zeit. Zurück zum Hostel wurde dann getrampt, was auch erstaunlich gut funktionierte, gleich das erste Auto, das uns passierte, hielt an und nahm uns mit heim. Damit war dann unser Ausflug getan und ich muss sagen: Es war bis jetzt das Schönste und Coolste Erlebnis in Neuseeland, so wie ich mir das auch alles vorgestellt hatte, wenn man einen Roadtrip mit einer guten Freundin macht!!

05/05:
Des weiteren durfte ich mich auch das erste Mal als richtige Friseurin versuchen, sprich: nicht nur kurz schneiden mit dem Rasierer, sondern auch mit der Nagelschere. Mein Ziel: Aus dem Neandertaler Ben

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einen zivilisierten Menschen machen 😀 nachdem der erste Schritt von ihm schon erledigt war, nämlich sich den Bart ab zu rasieren – war der Rest mein Job. Mit einigen witzigen Zwischenfrisuren,

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saß letztendlich auch wirklich wieder ein Mensch vor mir. Mission erfolgreich erledigt.

Und das, obwohl ich mit einem 3mm Aufsatz ca 7 mm schneiden musste, weil 3 zu kurz wären und meine Nagelschere von der Qualität her von Kik war.

06/05:
Abends kam Josh, mein Arbeitskollege vorbei, und ich fuhr mit ihm und Josi auf die Party bei einem anderen Arbeitskollegen. Ich habe „Sober-Driver“ gespielt, also Fahrer, während Josh und Josi für mich mitgetrunken haben. Nach ein paar Stunden Karaoke singen und seeeehr viel Kuchen essen machten wir uns wieder auf den Heimweg, fuhren Josh heim nach Picton gefahren und sind dann selbst nach Hause.

10/05:
Josi hat sich entschieden, die letzten 1,5 Monate meiner Neuseeland Reise, mit mir mitzukommen und hat sich das Stray-Bus-Ticket für die Südinsel gekauft!

14/05:
Ich habe mit Josi heute das Duncannon Hostel in Blenheim verlassen und bin nach Picton mit ihr, werde aber trotzdem noch die letzten 4 Tage in Blenheim in der Muschelfabrik arbeiten. Josh, der ja auch in Picton wohnt, nimmt mich dann mittags immer jeden Tag mit rüber. Die erste Nacht haben wir zu dritt in einem mega mega schicken Hotelzimmer verbracht, das Josh gezahlt hat – über den Preis will ich jetzt gar nicht reden – und wir zwei sind total sprachlos durch das Zimmer gelaufen, mit Blick auf den Hafen, wobei es ja echt eher selten vorkommt, dass einer von uns beiden nichts einfällt.

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Aussicht vom Balkon bei Sonnenuntergang

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Abends haben wir dann gefeiert und Nicho, der damals auch mit am Duncannon Hostel war, is für 2 Nächte auch in wieder in Picton, also hat er mitgefeiert.

Damit wär dann jetzt die 2 monatige Arbeitszeit in Blenheim/Picton im Norden der Südinsel vorbei und meine letzten 2 Monate hier in Neuseeland beginnen in 5 Tagen. Einerseits freu ich mich extrem darauf weiterzureisen und den Rest zu sehen und auch mit Josi weiterzufahren, andererseits ist in den 2 Monaten Blenheim zu einer absoluten Heimat geworden. Zwar ist die Stadt selbst total langweilig, aber die Menschen hier sind der Wahnsinn, alles unglaublich familiär und auch im Duncannon Hostel, was ja quasi eine eigene Welt war, haben sich feste Freundschaften gebildet, wo wir den Kontakt auch auf jeden Fall halten werden. Auch die Muschelfabrik werde ich vermissen, wobei ich da eher meine, dass ich oft kostenloses Essen von meinen Kollegen bekommen habe oder Pizza bestellt wurde, einfach immer ein Grund für ein kleines Festmahl gefunden wurde oder ich eine Muschel ins Gesicht bekam. War schon ziemlich traurig, aus Blenheim weg zu gehen, aber wie gesagt, die Vorfreude auf das Weiterreisen ist auch groß.

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Josi, Johanna, Nicho, Ich
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Familie ❤
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wir am Eis schnorren von Josi
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Thomas, Niklas, Moritz, Josi, Johanna, Ben, Ich

Das nächste Mal werdet ihr von mir aus Nelson bzw von der Westküste hören, also etwa gegen Ende der nächsten Woche.

Genießt das wärmer werdende Wetter und lasst euch von Schneefall nicht beirren, sollte das mal wieder vorkommen, ich werde mir in meinen letzten Monaten den Arsch abfrieren – sorry für die Ausdrucksweise, aber alles andere wäre untertrieben.

Eure Tamara

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