Nelson & Abel Tasman National Park

Die letzten Tage in Picton bzw Blenheim waren traurig. Nach 2 Monaten, in denen ich die tollsten Menschen kennen gelernt hab, einen Job hatte und mir quasi ein 2tes Leben hier aufgebaut hatte, ging meine Reise weiter. Ich hatte eine schöne Verabschiedung auf Arbeit am Donnerstag (18.05) und dann ging es am Samstag (20.05) auch schon nach Nelson.

PCN - NLS

Unser Abenteuer fing auch gleich sehr gewagt an. Um 14 Uhr am Samstag hatte ich einen Termin im Tattoo Studio „The Last Port Company“ in Nelson, um mir einen Silverfern, das Nationalsymbol Neuseelands, auf mein rechtes Handgelenk tätowieren zu lassen. Die Maori-Bedeutung ist Folgende: „You will always find your way back home“, übersetzt „Du wirst immer nach Hause zurück finden“. Nach einer halben Stunde, in der ich Josis Hand ein bisschen quetschen durfte, war es fertig. Mein erstes Tattoo *-*

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Am nächsten Morgen machten wir uns mit Dennis, einem Deutschen, und Annina, einer Schweizerin, auf den Weg zum „Centre of New Zealand“. Das ist, wie der Name schon sagt, der Mittelpunkt der neuseeländischen Landmasse, der geografische Mittelpunkt ist allerdings irgendwo im Meer zwischen der Nord- und Südinsel. Nach einem steilen Weg bis nach oben, wo wir bereuten, kein Wasser mitgenommen zu haben, bot sich uns eine wunderschöne Aussicht auf das Meer zur einen Seite und die Voralpen auf der anderen. Dazu ein strahlend blauer Himmel und unter uns die kleine Hafenstadt Nelson.

(die Bilder die hier eigentlich hin sollten, sind nur auf meiner Festplatte gespeichert, welche kaputt gegangen ist…)

Auf dem Rückweg liefen wir durch die „Queens Gardens“, einem schönen kleinen Park und nach einem kurzen Abstecher in die städtische Kunstgalerie, gingen wir zurück ins Hostel.

Den folgenden Tag in Nelson besichtigten wir die Christ Church Cathedral im Stadtzentrum.

Unser Abenteuer beginnt erst richtig am 23.05, als ich das erste Mal seit 3 Monaten wieder in den Stray Bus einsteige und wir uns auf den Weg in den Abel Tasman National Park machen.

NLS - ATNP

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Mit sehr schönem Wetter und trotzdem schon winterlichen Temperaturen kamen wir abends an. Der Abel Tasman National Park liegt an der Nordküste der Südinsel Neuseelands und besitzt mit seinen langen goldenen Sandstränden die schönsten Strände NZs. Das kann ich auch nur bestätigen. Sooo, das erste was auf dem Plan stand: Kayak fahren im Meer. Wir bekamen eine kurze Einführung mit allem Drum und Dran, was für das Überleben wichtig war und los ging es. Gegen 10 saßen wir alle in unseren 2er Teams in den gelben Kayaks und machten uns Freihand auf den Weg durch den Abel Tasman – auf nach Adele Island!

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Josi beim Paddeln

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Nach ca. 1 h stoppten wir in einer schönen Bucht auf Adele Island und aßen unseren Lunch, danach ging es wieder in die Kayaks und einmal um die Insel rum. Auf dem Weg konnten wir Seelöwen auf den Felsen beobachten, die auch ganz nah an unsere Boote herangeschwommen kamen.

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Anschließend machten wir uns wieder auf den Rückweg, weil Josi und mir eine riesige nervenaufreibende Aufgabe bevorstand: Um 15 Uhr sprangen wir aus 13,000 ft (4 km) Höhe aus einem Propellerflugzeug und landeten sicher mit unseren Profi-Begleitern wieder auf dem Skydiving Flugplatz in Motueka. Leider gibt es keine Videos oder Bilder während dem freien Fall, der übrigens 60 sec andauerte, oder dem 5minütigen Fallschirm-Abstieg, da das pro Person noch einmal $219 mehr gekostet hätte (Grund: eine extra Person muss mit rausspringen). Ihr müsst mir das also so glauben 😉
Zu Beginn wurden wir ausgerüstet, bekamen Handschuhe, Mütze und Brille.

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einmal hässlich
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und einmal hübsch

Dann wurden wir in das kleine Flugzeug geladen, wo wir, während es sich in die Höhe schraubte, schon an unsere Fallschirmspringer befestigt wurden. Die ganze Zeit über konnten wir bereits die Aussicht genießen, die sich uns erbot. Blauer Himmel soweit das Auge reichte und unter uns Berge und der Abel Tasman National Park. Mit viel Glück kann man teilweise sogar die Nordinsel sehen, doch diese war zu dem Zeitpunkt mit Wolken verdeckt. Josi sprang als erstes, wobei das der gruseligste Teil ist. Während man an dem Fallschirmspringer befestigt ist und er sich im Flugzeug festhält, hängt man selbst aus dem Flugzeug raus und schwebt quasi in der Luft. Dann zählt er bis 3 und losgehts. Kein Sprung, sondern man fällt einfach aus dem Flugzeug raus. Nach ein paar unkontrollierten Drehungen und Spiralen sind wir ausbalanciert und es fühlt sich an wie Fliegen. Mit 200km/h rasen wir auf die Erde zu und dadurch baut sich ein derartiger Luftdruck unter einem aus, dass man gar nicht merkt, dass man fällt. Ab jetzt kann man sich auf die Aussicht einlassen und alles genau anschauen. 60 Sekunden später wird der Fallschirm geöffnet und man schwebt weitere 5 Minuten hinunter. Zwischendrin wird ein bisschen „Karussel gefahren“ und Kreise gedreht und schlussendlich hatte ich wieder festen Boden unter meinen Füßen. Das war bis jetzt das atemberaubendste und schönste Erlebnis das ich je hatte! Und ich werde es hoffentlich bald wieder machen, nur wahrscheinlich nicht mehr in Neuseeland 🙂
Den  letzten Abend verbrachten wir mit unseren Stray Leuten beim Gitarre spielen und gemeinsam um den Kamin sitzen, bis ich und Josi, müde vom anstrengenden und aufregenden Tag, früh ins Bett gingen.

Die 4t letzte Etappe meiner Reise wäre damit geschafft 🙂 Jetzt gehts los an die stürmische Westküste!

Tamara

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