Invercargill: (11.06 – 13.06)
Die Stadt liegt im Südzipfel der Südinsel, oberhalb vom Bluff (das kleine Städtchen direkt am Hafen). Dort blieb ich mit Josi 2 Nächte, um auf den nächsten Stray Bus zu warten. Wir sahen uns die Stadt an, obwohl es mal wieder schüttete wie aus Eimern, und flüchteten uns ins Museum bzw die Kunstgalerie.
Ansonsten hier noch ein paar Bilder zum Bluff:
Queenstown: (13.06 – 18.06)

wir machten noch einen kleinen Abstecher nach Queenstown, weil uns die Stadt so super gefällt und wir kaum was unternommen hatten, das letzte Mal als wir hier waren. Zuerst gingen wir abends wieder mit ein paar Freunden feiern und verbrachten den ganzen nächsten Tag am See, auch um unser kleines Abenteuer nach Dunedin zu planen. Viel haben wir also in den 2 Tagen nicht gemacht, allerdings kommen wir nach der Nacht in Dunedin nochmal für 2 Nächte nach Queenstown zurück.
Queenstown ist eine super coole Stadt, in der ich mir auch vorstellen könnte zu leben – im Gegensatz zum Rest Neuseelands. Umgeben von schneebedeckten Bergen und an einem schönen See gelegen, hat die kleine Stadt eine tolle Lage und zu dem einen ziemlich ansprechenden Stil. Viel Charme und trotz der Preise, die einen arm machen werden, ist es sein komplettes Geld wert.



Den zweiten Teil beschlossen wir, Ben Lomond zu machen. Einer Wanderung in die Berge über Queenstown. Von dort aus hätte man einen atemberaubenden Ausblick über den See, das Gebirge The Remarkables und die umliegenden Ebenen. Gesagt getan, wir begannen den Aufstieg mit einer kurzen Gondelfahrt und stiegen dann den Berg hoch. Klingt alles eigentlich ganz einfach oder? Tja, wars aber nicht. Da wir mittlerweile nicht nur nachts Minusgrade haben, war der komplette Trampelpfad, der sich steil durch die Berge schlängelte gefroren und spiegelglatt, was das ganze Unternehmen ein bisschen erschwert hat. Ich kam eigentlich ganz gut voran, nur Josi war ab und an kurz davor auf die Schnauze zu fliegen und einmal machte sie unfreiweillig ein Spagat… Allerdings rentierte sich alles. Als wir nach 1,5h am Ben Lomond Saddle, nicht dem höchsten Punkt, weil der zu gefroren und verschneit war, ankamen, blieb uns die Luft weg. Und nein, nicht nur durch die andauernde Anstrengung 😉 Die Aussicht war einfach der Hammer und wir hatten auch noch perfektes Wetter!
Wir aßen zu Mittag auf dem Hügel und machten uns nach einer knappen Stunde im eisigen Wind wieder an den Abstieg. Und wer hätte es gedacht, es war noch viel mehr Spaß, die Rutschpartie in die andere Richtung zu haben! Gleichzeitig hatte es getaut und der zuvor gefrorene und haltgebende Schlamm war nun noch schlimmer, als das Eis. Wir schafften es wie durch ein Wunder heil nach unten und verbrachten ein paar Stunden im Kaffee der Gondelanlage mit Stadt-Land-Gewässer, während wir auf die Dunkelheit warteten, denn wir wollten Queenstown bei Nacht von oben sehen.

Dunedin: (15.06 – 16.06)

Da der Stray Bus nicht nach Dunedin fährt, was ziemlich schade ist, haben wir (Josi. Franzi, Wes und ich) beschlossen, ein Auto zu mieten und für eine Nacht nach Dunedin zu fahren und alles dort anzuschauen, was geht und nicht zu viel kostet. Also trampten Josi und ich morgens um 9 zum Flughafen von Queenstown und holten das Auto ab. Dann fuhren wir zu Wes‘ und Franzis Hostel, um auch die 2 einzusammeln. 3,5 h dauert die Fahrt nach Dunedin, wenn man Zwischenstopps und Ähnliches unbeachtet lässt. Das Auto, das wir bekamen, war manuell, was sehr viel gewöhnungsbedürftiger ist, als Automatik-Getriebe. Da ich schon einmal manuell in Neuseeland gefahren war, fuhr ich als erste. War trotzdem ziemlich anstrengend zu fahren, weil die Kupplung total ausgeleiert war und man sie quasi komplett kommen lassen musste, bevor man Gas geben konnte ohne den Motor aufheulen zu lassen. Zwischendrin versuchten wir dann einen unerwartet steilen Hang hoch zufahren, der auch noch loses Geröll als Oberfläche hatte, wodurch die Reifen keinen Halt mehr fanden und ich rückwärts den kompletten Weg wieder runterfahren musste – aufregende Zeiten 😀 Ein kleiner Zwischenstopp in einem Ort namens Roxborough zum Mittagessen, bevor es schließlich bis nach Dunedin ging. Wir fuhren gleich weiter zur Larnach Castle einem, für neuseeländische Verhältnisse, sehr alten Gebäude, und liefen in dem großen schönen Garten herum mit einer wahnsinns Aussicht auf die Otago Peninsula Bay.
Allerdings zogen bald Wolken auf und – wie wirs mittlerweile von Neuseeland gewohnt waren – wechselte das Wetter schlagartig von blauem Himmel und Sonnenschein zu heftigem Sturm. Eigentlich wollten wir noch Pinguine und Delfine anschauen gehen, aber das hatte sich dann damit erledigt. Wir fuhren also zurück ins Zentrum Dunedins, setzten Franzi und Wes am Hostel ab und machten uns zu zweit auf den Weg zu Careys Bay, einem Hafen etwa 20 min von Dunedins Mitte entfernt, denn dort wartete Josis und mein Couchsurfer Dez mit seinem kleinen Boot auf uns. Wir liefen den langen Steg an etlichen Booten entlang und standen schließlich auf dem Schiff, wo wir die Nacht schlafen würden. Dez hatte uns Abendessen gemacht und danach fuhren wir noch einmal zurück nach Dunedin, eigentlich um ins Kino zu gehen. Wir entschieden uns allerdings um und liefen durch die Stadt, die mich im Übrigen extrem an Erlangen erinnert. Zufällig ist das auch eine Studentenstadt und obwohl sie nicht so alt sind, stehen auch dort überall große Kirchen und eine Kathedrale.
Letzten Endes waren wir wieder auf dem Boot und gingen schlafen. Morgens wurden wir dann von Pancakes und frischem Kaffee geweckt, was das Ganze einfach perfekt machte! Gestärkt fuhren wir sehr früh in die Stadt, sammelten unsre 2 Freunde ein und machten uns auf eine kleine Toury-Tour durch Dunedin. Als erstes schauten wir uns eine verlassene Burgruine an und dann den alten Bahnhof
und danach die Baldwin Street, welche die offiziell steilste Straße der Welt ist. Mit 19 Grad bzw 35% Steigung ist es schwer bis unmöglich ohne Anlauf mit dem Auto hochzufahren, was wir ein paar Mal erleben konnten (nicht persönlich 😉 ), und das obwohl es eine normale Wohnsiedlung dort ist.
Nach dem städtischen Museum fuhr uns Josi zurück nach Queenstown, womit unser kleiner Roadtrip beendet wäre 🙂
Was für tolle Bilder! Für ein richtiges Abenteuer schaut bei: andyleotravel.com vorbei Spaßi Brii echt geile Bilder!!
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Geh dich vergraben Brii 😂😂😂
Aber ja, für ein risikoreiches Abenteuer sollte jeder mal da vorbeischauen 😉
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