Weiter geht’s auf einen kleinen Spontantrip nach London! Ich hatte mit 3 Freunden aus der Uni die Idee, übers Wochenende einen kleinen Trip zu machen. E. und N. waren schon mal in London, wodurch nur P. und ich nicht wussten, was auf uns zukommt – außer ein teurer Urlaub.
Mit RyanAir flogen wir für 25€ am Freitag abend vom Flughafen Leipzig/Halle los und erreichten den Airport London Stansted gegen 22.30 Ortszeit (London liegt zeitlich eine Stunde hinter uns).
Wir hatten noch 1,5 h U-Bahn vor uns, deswegen machten wir uns gleich nach der Ankunft auf den Weg in unser Apartment im südlichen London. Wir brachten schnell unser Gepäck dort hin und machten uns daran, die Umgebung zu erkunden, so wie etwas zum Essen zu finden – wir waren am Verhungern!
Samstag Morgen standen wir um 8 auf, frühstückten in Ruhe und fuhren dann mit einem der berühmten roten Doppeldecker – Busse zur County Hall, nah am London Eye. Dort sollte unsere Toury – Tour beginnen.
Wir verbrachten den ganzen Tag damit, durch London zu laufen, auf den verschiedenen Brücken (zB Millennium Bridge) die Aussicht auf die Skyline zu genießen und natürlich Unmengen an Fotos zu schießen. Trotz der Kälte liefen wir unbeirrt durch Londons Straßen, machten hier und dort Halt und setzten uns schließlich in ein Restaurant auf der nördlichen Seite der Themse, nachdem wir über die Tower Bridge gelaufen waren.
Dort wärmten wir uns auf, aßen etwas und ruhten uns ein wenig aus. Beendet wurde der Tag mit etwas Bummeln durch das Herz Londons, der Oxford Street und dem Piccadilly Circus, einer sehr sehr sehr belebten Zone mit Markenläden, vielen Shops und Straßenkünstlern. Wir kehrten am Ende noch in einen Pub ein, tranken ein, zwei, drei Guinness und fuhren dann zurück ins Apartment. Damit wäre der erste Abschnitt schon geschafft, es lag aber noch viel vor uns.
Sonntag schliefen wir aus und machten uns dann entspannt auf in Richtung Innenstadt, um die Liste der Dinge, die wir sehen wollten, weiter abzuarbeiten. Bei strahlendem Sonnenschein fingen wir dort an, wo wir aufgehört hatten – in der Nähe vom Tower of London, bahnten uns einen Weg zur St. Paul’s Cathedral, wo wir einen Zwischenstopp in einem Süßigkeiten Laden namens Hardy’s machten, und liefen weiter gen Westen. Wir erkundeten Trafalgar Square, National Gallery und viele weitere architektonisch großartige Gebäude, die auf unserem Weg lagen. Weiter ging es über Covent Garden durch den St. James Park (wobei es zu der Zeit schon wieder dunkel war) zum Buckingham Palace. Dort angekommen machten wir ein paar Fotos, suchten nach den Guards der Königsfamilie und machten uns dann schließlich wegen der extremen Kälte auf den Weg zurück ins Apartment. Allerdings hatten wir, als wir an Westminster Abbey und dem berühmten Big Ben (der doofer Weise gerade nur als Gerüst wegen Bauarbeiten zu erkennen war) nicht mit der unglaublichen Aussicht auf die nächtliche Skyline gerechnet. Wir verbrachten also weitere 45 min auf der Westminster Brücke, machten Bilder von der Skyline, vom London Eye, von uns wie wir mit Licht versuchten „LONDON“ vor der Skyline zu schreiben und um ehrlich zu sein – ich konnte danach nicht mal mehr mein Handy richtig halten, weil ich meine Finger nicht mehr spürte.
Endlich waren wir auch damit fertig und während N. und E. noch in einen Pub gingen, fuhr ich mit P. nach Hause, holten uns Pizza bei Domino’s und machten uns einen gemütlichen TV-Abend auf der Couch, bis die anderen beiden wieder kamen.
Da Montag der letzte Tag war, standen wir schon um 7 auf, räumten die Wohnung auf und checkten aus. Anschließend liefen wir bis 14.30 Uhr mit dem Koffer durch London, um die letzten paar Anlaufstellen abzuarbeiten. Als erstes Stand die Parade vor dem Buckingham Palace auf dem Plan, bei der jeden Tag um 11.30 Uhr die Guards Schichtwechsel haben. Es war ein richtiges Spektakel und alles sehr abgesichert. Wir durften auch mit unseren Koffern und Rucksäcken nicht in die Nähe des Palastes, da die Gefahr eines Anschlages anscheinend zu hoch war. Weil wir danach unglaublichen Hunger hatten und uns sehr sehr sehr sehr kalt war nach dem ganzen Herumstehen, liefen wir am Wellington Arch vorbei zum Hard Rock Café und aßen da einen meega leckeren und meega teuren Burger.
Zum Abschluss machten wir uns auf den Weg zum Marble Arch und wanderten dann durch den Hyde Park, der wirklich heftig riesig ist, größer als ich erwartet hatte.

Als wir in der U-Bahn zum Flughafen saßen, fiel uns auf, dass wir noch gar nicht bei King’s Cross, dem Bahnhof aus Harry Potter mit dem Gleis 9 3/4 waren – und wer ist denn bitte in London, ohne den weltbekannten Bahnhof zu begutachten? Naja, wir jedenfalls nicht 😉

Endlich waren wir am Flughafen angekommen, mit schmerzenden Füßen von den 3 Tagen durch London rennen und hängenden Schultern, aber es hatte sich gelohnt. Wir hatten 3 tolle Tage in Englands Hauptstadt verbracht und dabei sogar unser Budget eingehalten 😀
Die letzten Stunden bevor wir daheim waren, vergingen wie im Flug (das ist witzig, weil wir geflogen sind) und gegen 12 Uhr nachts waren wir dann endlich alle in unseren Betten.
Zusammenfassend kann man sagen:
So tolles Wetter erfährt glaube ich niemand in England (vor allem im Winter), denn wir hatten Samstag und Sonntag Sonne, Montag zwar bewölkten Himmel aber ohne Regen und ich bin darüber super glücklich, denn das hätte vieles erschwert.