Lanzarote

Hier bin ich wieder!

Dieses Mal nur ein kleiner Post, da es ja nur eine kleine Reise war 🙂

Ich fuhr am 05. September mit meinem Freund Andy nach Berlin Schönefeld, um von da nach Lanzarote zu fliegen. Die Insel gehört zu den Kanarischen Inseln und liegt also auf der Höhe von Marocco im Atlantischen Ozean. Wir kamen um 17 Uhr 30 in Arrecife, der Hauptstadt von Lanzarote an und holten direkt unseren Mietwagen ab. Wir bekamen einen Renault Clio, ziemlich neu sogar und der sollte unser Zuhause für die nächsten 4 Nächte darstellen. Da es schon relativ spät am Tag war und wir total müde von der langen Reise waren, suchten wir nur einen Supermarkt auf, damit wir etwas zu essen hatten und fuhren dann direkt zu einem Parkplatz, den wir als unseren Schlafplatz auserkoren hatten. Wir richteten das Auto so her, dass man habwegs bequem darin schlafen konnte und liefen noch mal zum Strand runter. Allerdings war es so windig und wir beide waren wirklich wirklich müde, also blieben wir nicht lange und schliefen auch relativ früh ein.

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Das ist Lanzarote mit der kleinen Insel La Graciosa im Norden
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Die Fahrt vom Flughafen zum Schlafplatz an der Costa Teguise

Der zweite Tag auf Lanzarote sah so aus:

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die halbe Stunde Fahrt verteilten wir auf den ganzen Tag mit einigen Zwischenstopps

Wir fuhren am Vormittag bei bewölktem Himmel los und hielten kurz außerhalb der Stadt an einem Parkplatz direkt an der steinigen Ostküste für ein paar Fotos an und genossen das Schlagen der Wellen gegen die Felsen. Obwohl es bewölkt war und kaum Sonne durch die Wolkendecke kam war das Wasser blau!

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Der erste richtige Halt war dann der „Jardín de Cactus“, ein kleiner Kakteengarten, der aber trotzdem sehr schön war. Die Besitzer hatten sich richtig Mühe gegeben die verschiedenen Kakteenarten zu importieren und anschließend in einem kesselförmigen Garten zu züchten. Wir setzten uns dort in das kleine Café mit Blick auf den Garten und tranken einen Lumumba (heißer Kakao mit einem kleinen, bzw hier, großen Schuss Rum). Dann setzten wir unseren kleinen Spaziergang durch den Garten fort

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und als wir fertig waren fuhren wir weiter nach Arrieta, einem kleinen Städtchen an der Ostküste, um dort zu Mittag zu essen und ein bisschen herumzuschauen. Wir fanden ein gutes Bistro, aßen frischen Fisch und die typischen spanischen Tapas. Anschließend liefen wir die Küste entlang und fanden dann eine wunderschöne kleine Bucht mit einem rot-weißen Haus daneben. Das Wasser war so klar, aber gleichzeitig so blau, dass es unwirklich erschien, man hätte wahrscheinlich jedes Sandkorn erkennen können, hätte man sich die Mühe gemacht! Jedenfalls war das Wasser ziemlich kalt und weiter, als bis zum Knie hab ich mich dann spontan doch nicht reingetraut 😀
Also weiter mim Auto an der Küste entlang und die Aussicht genießen.

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Als nächster Stopp befand sich „Cuevas de los verdes“ auf der Liste, ein 8 km langes Höhlensystem, dass bei früheren Vulkanausbrüchen von der Lava geschaffen wurde. Dieses System war riesengroß und das erste Mal konnte man sich halbwegs vorstellen mit wie viel Masse und Kraft sich die heiße Vulkanmasse ein Weg durch die Erdkruste gebahnt hatte. Wir bekamen eine Führung und am Ende durften wir uns vorsichtig an ein tiefes Loch heranwagen, keine Bilder oder sonstiges Licht war erlaubt, wir sollten einfach nur den riesigen Höhlengang betrachten. Und mehr werde ich jetzt auch nicht dazu sagen, das Geheimnis muss bewahrt werden 😉 vielleicht kannst du dir das selbst eines Tages anschauen und dann wäre es nicht halb so erstaunlich.

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Gleich auf der anderen Seite der Cuevas de los verdes befand sich die „Jameos del Agua“ eine Lagune in einer riesigen Höhle und daneben eine großes Haus mit einem Museum über Vulkanismus. Die Lagune ist deswegen so besonders, weil sie nicht nur natürlich ist, sondern auch, weil in ihr hunderttausende von klitzekleinen weißen Krebsen leben. Es sieht ein bisschen so aus, als würde man in den Sternenhimmel gucken. Tiefblaues Wasser und darin weiße Punkte, und man entdeckt ständig mehr.

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Nachdem wir uns an diesen 2 Orten den Nachmittag vertrieben hatten, machten wir uns auf den Weg nach Orzola, um das letzte Stück der heutigen Etappe hinter uns bringen.
In Orzola angekommen, suchten wir uns ein Restaurant und fanden dann nach etwas Suchen endlich jemanden, der uns noch etwas zu Essen machen wollte. Wir fuhren anschließend an einen Strand etwas abseits von dem kleinen Fischerdorf und schlugen da unser Nachtlager auf. Mit Decken setzten wir uns noch an den Strand, schauten den Sternenhimmel an und tranken unseren Sangria.

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Am dritten Tag wurden wir dann morgens von einem sehr schönen Sonnenaufgang mit Blick aufs Meer geweckt.

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Wir mussten uns etwas beeilen, weil wir die erste Fähre nach „La Graciosa“ erwischen wollten, der kleinen Insel im Norden von Lanzarote. 20 Minuten wilde Fahrt auf der Fähre später erreichten wir den kleinen Hafenort in einer Bucht, der genau so aussah, wie ich mir die kleinen Dörfer in Marokko oder so vorstellen würde, und machten uns dann auch gleich auf den Weg. Wir wollten ein bisschen wandern und Ziel war ein angeblich wunderschöner Strand auf der anderen Seite der Insel. Obwohl Andy noch einen verletzten Fuß hatten, kamen wir ganz gut auf der Sand- und Schotterstraße gen Norden voran. Ständig fuhren Geländewägen mit halsbrecherischem Tempo an uns vorbei, die Touristen die Insel zeigten. Wir erreichten den Strand nie, weil wir zu früh links abbogen und sowieso ein bisschen unter Zeitdruck standen, weil wir die letzte Fähre zurück nach Lanzarote vor der Mittagspause, der Siesta, erwischen wollten. Ansonsten hätten wir den ganzen Nachmittag auf der kleinen Insel verbringen müssen und wären ein ganzes Stück hinterhergehangen was unser Tagesziel betraf, denn wir wollten es noch ganz in den Süden schaffen, bevor es dunkel wurde.
Wir kamen zum Glück gerade rechtzeitig zurück, um die letzte Fähre für den Vormittag zu erreichen und waren auch eine halbe Stunde später heil wieder auf dem Festland, bzw wieder der Insel, wenn man genau sein möchte.

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Die Strecke sieht viel aus, aber wenn man auf die berechnete Zeit schaut, sind es nur noch 2,5 h und wir verteilten das auf einen ganzen Tag und liesen uns ganz viel Zeit mit allem

Gleich ging es weiter zum „Mirador del Rio“ dem Punkt mit dem besten Ausblick über Lanzarote und La Graciosa. Und der Reiseatlas hatte wirklich nicht zu viel versprochen, es war einfach atemberaubend. Das Meer war tiefblau aber strahlte gleichzeitig und unter uns lag die Insel, auf der wir vor einer guten Stunde noch wandern waren. Wir sahen die Vulkane um uns herum und weiter Richtung Süden die schönen weißen Strände, an denen wir später auch halten wollten. Ich bin mir ziemlich sicher, das war einer der magischsten Orte, die ich gesehen habe.

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Wir rissen uns nach vielen vielen Fotos jedoch los und fuhren weiter gen Süden durch Teguise durch, einer Stadt, in der früher der Adel lebte. Etwas außerhalb befand sich auf einem Berg eine Burgruine namens „Castello de San José“ und überblickte die Stadt. Hier blieben wir allerdings nicht lang, sondern machten uns auch gleich auf zum Nationalpark im Süden mit nur einem kurzen Zwischenstopp noch bei der „Ermita de las nieves“, der Schneejungfrau, eine weiße Kirche hoch oben in der Berg-/Vulkanlandschaft Lanzarotes.

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Als wir dann im Nationalpark ankamen, wollten wir noch mal ein bisschen herumwandern, da die Besonderheit bei diesem Park die weiten unberührten Felder aus erkaltetem Lavagestein waren, die von den letzten schwerwiegenden Ausbrüchen übrigblieben. Es war wirklich ein bisschen wie auf dem Mond zu laufen (ich weiß, ich hab keinen blassen Schimmer, wie es da oben aussieht, aber es könnte so aussehen). Schwarze Felsen so weit das Auge reicht und es nahm kein Ende. Ziel des Wanderweges war eigentlich ein Vulkan, an dessen Kraterrand man dann hätte entlang laufen können, jedoch konnten wir das durch Andys Verletzung nicht machen und liefen einfach nur ein Stück den Weg entlang, um nach 30 min wieder umzudrehen. Hatte sich allerdings gelohnt, es war wirklich ein außergewöhnlicher Anblick!

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Zum Abschluss der Tagesetappe erreichten wir dann gegen Abend endlich die südlichste Stadt, nämlich Playa Blanca. Wir suchten uns ein schönes Restaurant an der Promenade und bestellten uns jeweils leckere Tapas und eine große Paella mit Sangria. Während wir aßen ging langsam die Sonne unter, jedoch waren wir zu weit südlich und die Berge im Weg, als dass wir wirklich einen Sonnenuntergang mitbekommen konnten. Das Essen war bombastisch und auch die Kellner waren klasse, sie lieferten scheinbar zufällig eine ziemliche Show ab, während sie Bestellungen aufnahmen und servierten. Satt und zufrieden fuhren wir dann zum nahegelegenen Leuchtturm und richteten unser Auto für die letzte Nacht her.

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Der Sonnenuntergang von unserer Seite aus, trotzdem sehr schön, fanden wir

Am vierten und fünften Tag:

Morgens erwartete uns dann wieder ein wunderschöner Sonnenaufgang, direkt hinter den Bergen. Wir packten also alles zusammen und verließen die Stadt für die letzte Etappe der Reise.

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Das ist die Etappe am letzten Tag vor unserem Rückflug zurück zum Flughafen, wo wir am Mittwoch starteten

Es ging zuerst runter in die Spitze zu den Papagayo Stränden, riesigen Surferstränden mit weißem Sand und blauem kristallklarem Wasser. Nachdem wir eine halbe Stunde super langsam über Schotterpisten gefahren waren, erreichten wir den Strand endlich und es lohnte sich. Wir stiegen aus und verbrachten eine gute halbe Stunde an dem einen Strand, bevor wir uns noch die anderen anschauten und die waren fast noch schöner. Der Letzte, den wir sahen, war eine Bucht zwischen hohen Felsklippen und es sah einfach toll aus!
Wir wären liebend gern noch da geblieben und hätten die Sonne genossen, aber wir mussten weiter…

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Über Yaiza ging es weiter, hier ein Stopp, weil an diesem Tag ein Stadtfest dort stattfinden sollte, jedoch erst abends, wie wir feststellten und als wir mittags dort ankamen, waren nur die jahrmarktähnlichen Stände und Buden zu sehen, die noch nicht offen hatten. Schade eigentlich, wäre bestimmt toll geworden!
Es ging dann also gleich weiter nach Puerto del Carmen, einem sehr touristischen Örtchen an der Ostküste gleich unterhalb Arrecifes. Hier aßen wir zu mittag und fanden anschließend eine mini Lagune direkt an der Stadt Promenade. Noch ein bisschen ins Wasser zur Abkühlung und schon waren wir wieder auf dem Weg zurück zum Flughafen in Arrecife. Schade eigentlich, es waren wirklich sehr schöne 4 Tage!

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Wir gaben das Auto um 18 Uhr ab und begaben uns dann in den Flughafen, wo in 13h unser Flieger starten würde. Wir suchten uns später eine Sitzreihe und ich schlief ein bisschen, allerdings wurden wir um halb 2 rausgeschmissen, weil der Flughafen für 3 h schloss. Vielleicht erinnerst du dich noch, in Neuseeland in Wellington auf dem Weg nach Australien hatte ich die Nacht im Flughafen verbracht und wir durften alle drin bleiben, während für ein paar Stunden geschlossen wurde. Jedenfalls wurden wir dann auf eine Parkbank direkt vor dem Eingang verwiesen, wo wir zu zweit auf 30 cm Breite versuchten, ein bisschen Schlaf zu finden. Irgendwann wachte ich auf, weil ich fast runtergefallen wäre, sehr erholsam war es jedenfalls nicht. Um halb 5 durften wir dann wieder in den Flughafen und dösten noch etwas, bis wir zu unserem Gate mussten. Damit war unsere kleine Reise zu Ende und es hat mir total gefallen. Diese Insel war wirklich super schön und hat ein paar tolle Plätze auf Lager, die es sich auf jeden Fall lohnt anzuschauen.

Ich sag Tschüss, bis zum nächsten Mal, die nächste Reise lässt hoffentlich und bestimmt nicht lange auf sich warten!

Tamara

 

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