Toskana, Italien

Buongiorno amici! – Guten Morgen Freunde!

Meinen Sommerurlaub verbrachte ich mit meinem Freund erst in Österreich am Attersee und anschließend noch eine Woche in der Toskana, Italien. Dort buchten wir ein AirBnb in den Hügeln.

Die Toskana ist eine der beliebtesten Urlaubsregionen der Deutschen und im August auch von den Italienern sehr gut besucht. Das macht einen entspannten Strandurlaub mitten in der Hauptsaison natürlich etwas unentspannt. Lediglich die wunderschöne abgeschottete Lage unserer Unterkunft ermöglichte es uns, den Touristenmassen zu entfliehen.

Die bekanntesten und größten Orte und Städte in der Toskana sind:

  • Florenz (Hauptstadt der Region Toskana)
  • Livorno
  • Lucca
  • Pisa
  • Pistoia
  • Siena
  • Viareggio
  • Volterra

Um zu sehen, wo wir überall waren, hier noch mal die Karte, die ihr auf meinem Blog unter „Travel Map“ findet:

Tag 1: San Macario in Piano – Nave – Lucca

Am ersten Tag, nachdem wir offiziell eingecheckt hatten, beschlossen wir, erst einmal die nähere Umgebung um unsere Unterkunft zu erkunden. Der Ort hieß San Marcario in piano, der Nachbarort vor Lucca Nave. Wir liefen die Hügel hinab in das kleine Städtchen und dann einen Pfad am Fluss entlang. San Macario war ein niedliches, verschlafenes Nest mit einigen schönen Ecken. Vor allem der Fluss war interessant, da er in einem breiten, flachen Flussbett lag und zum Abkühlen im Wasser einlud. Außerdem konnte man ihn an einer Stelle auf einer Brücke überqueren, die am Fluss Schatten spendete.

Wir liefen über die Brücke auf die andere Seite und befanden uns damit in Nave, einem Stadtteil von Lucca. Hier befanden sich viele Supermärkte und man sah mehr Menschen auf der Straße, als in San Macario in piano. Als erstes schauten wir uns die Ortsmitte an, wo sich, wie bei allen italienischen Orten, eine kleine Kirche befand. Danach machten wir uns auf den Rückweg, wieder am Fluss entlang, um nach Hause zu kommen. Beim Fluss legten wir eine kleine Pause ein, um uns abzukühlen und von der Hitze auszuruhen. Während des nachmittags ist in Italien siesta, weshalb wir hier auch kaum jemanden antrafen und das Wasser fast für uns allein hatten.

Tag 2: Pisa – Viareggio – Lucca

Am nächsten Morgen fuhren wir bald los nach Pisa. Wir wollten uns den schiefen Turm und die darum liegenden Gebäude anschauen, bevor die Touristenmassen eintrafen. Dazu hätten wir allerdings früher los gemusst, weil der Platz selbst früh morgens schon zum Bersten gefüllt ist. Als wir ankamen war auch einiges los und wir schossen nur die obligatorischen Fotos des Turms und verzogen uns dann in die leere Altstadt hinter dem Piazza del Duomo. Auf der Suche nach etwas zu trinken und zu essen, fanden wir ein kleines Café abseits des Trubels und beschlossen uns dorthin zu setzen. Das Cafè hieß Filter Coffee Lab und verkaufte verschiedenstes Gebäck, Kaffeekreationen, selbstgemachte Limonaden und kleine Mittagsgerichte. Es war viel los, aber das störte uns kaum, weil es nicht vergleichbar mit den Restaurants nahe beim schiefen Turm war. Wir genossen also den Kaffee, die Limo und einen kleinen Salat, bevor wir uns auf den Rückweg zum Auto machten.

Damit hatten wir Pisa auf unserer To Do Liste abgehakt und wir mussten nie wieder hierher zurück. Grundsätzlich hat mir der Domplatz um den Turm sehr gut gefallen, weil die Architektur der Gebäude einfach wunderschön und detailliert war, aber die Massen an Touristen macht die gesamte Atmosphäre zunichte. Den Rest Pisas fanden wir auch nicht besonders schön, deshalb hakten wir es hab und machten uns auf den Weg zum nächsten Stopp: Viareggio, einer kleinen Küstenstadt.

Auch Viareggio ist eine hübsche Kleinstadt, besitzt einen großen Hafen und außerdem kilometerlange Sandstrände – allerdings, wie fast überall in Italien, in Privatbesitz. Das heißt, man muss Geld für Liegeplätze und Schirm bezahlen, um sich an einem sauberen und sicheren Strand aufhalten zu können. Freie Strände sind voll mit Müll und Ramsch-Verkäufern, die die Ruhe am Strand stören. Neben all den privaten Stränden, befand sich ein kleines Stück spiaggio libero, also „freier Strand“, wo wir uns niederließen und ins Meer liefen. Zuvor waren wir fast 1 km weit auf einer Landzunge ins Meer hinausgelaufen, um einen Blick auf den Strand und die dahinter liegende Landschaft zu erhaschen. Die Hitze trieb uns jedoch relativ schnell zurück, um uns abzukühlen. Als wir uns auf den Rückweg zum Auto machten, sahen wir zwei Boote, die im Kanal ankerten und zu Imbissbuden umgebaut waren. Dort wurden frische Meeresfrüchte, Fisch und Getränke ausgegeben!

Auf dem Heimweg beschlossen wir, Sushi in Lucca essen zu gehen. Wir suchten ein Restaurant heraus und machten uns von dem AirBnb aus auf den Weg dorthin.

Tag 3: Pistoia – Lucca

Simon erzählte, dass Pistoia – eine alte unbekannte Stadt westlich von Florenz – schön und verlassen sein soll. Wir wollten uns einen eigenen Eindruck davon machen und fuhren mittags los, um sie zu erkunden. Wieder parkten wir etwas außerhalb, um uns beim Hineinlaufen die ganze Stadt anschauen zu können und erforschten die Gässchen, Plätze und Straßen. Ein Punkt auf unserer Liste war das sogenannte Sotterraneo di Pistoia, der Unterwelt unter der Stadt. Man beginnt die Führung im ehemaligen Krankenhaus und erkundet die Gewölbe, die sich fast unter der gesamten Innenstadt erstrecken. Sie sind so niedrig, dass mein Freund fast immer gebückt laufen musste und ich bei einigen Abschnitten auch. Es war feucht und kühl dort unten, bis auf ein Fenster zur Oberwelt gab es dort kein natürliches Licht. An diesem Fenster jedoch wuchsen Farne und andere Pflanzen.

Die Unterwelt wurde benutzt, um Pesttote und das von ihnen verwendete Geschirr aus der Stadt zu bringen. Außerdem befand sich eine automatisierte Eisenschmiede und eine alte Olivenöl-Presse dort unten. Es gab also mehr als nur einen Zweck für die Gewölbe.

Als wir wieder aus der Unterwelt ans Tageslicht traten, verabschiedeten wir uns von unserer Führungsgruppe und suchten ein kleines Restaurant, wo wir etwas essen und trinken konnten. Irgendwann wurden wir fündig und zur Feier des Tages wollte Simon auch mal auf italienisch Essen und Trinken bestellen. Mit meiner Hilfe funktionierte das sogar echt gut! 😉

Tag 5: Lucca

Als wir zum Abendessen in Lucca waren, konnten wir in der Dämmerung nicht besonders viel sehen und erkunden. Da der erste Eindruck aber echt gut war, wollten wir unbedingt einmal durch die Gassen spazieren und uns die Stadt von Nahem anschauen. Das Interessanteste war eigentlich der massive Mauerwall um die Stadt herum, auf dem mit Blick auf die Stadt man spazieren gehen konnte. Die Stadt wirkte groß und wohlhabend auf uns, die Straßen waren sauber und es war nicht übermäßig viel los. Während wir so durch die Gässchen liefen, überkam uns der Hunger und wir setzten uns in ein kleines Café. Ich erinnerte mich an meinen Schüleraustausch in Neapel im Jahr 2015 und wie lecker ich Foccaccia damals fand. Dabei handelt es sich entweder um normalen Pizzateig oder Fladenbrot, der einmal horizontal halbiert wird und anschließend mit allen Zutaten belegt wurde, auf die man Lust hatte. Dann wurde die obere Hälfte wieder draufgelegt und im Ofen noch mal heiß gemacht. Mhm!!! Die Wahl fiel demnach schnell auf das Gericht und es gab nichts zu bereuen 😉

Weiter ging es durch die Stadt zum Marktplatz, an dem gerade viele Stände aufgebaut waren, die alle möglichen Waren anpriesen. Ein Gewürz- und Teestand weckte meine Aufmerksamkeit und wir gesellten uns zu den anderen Interessierten. Nach einigen Niesern und einer überforderten Nase entschieden wir uns für ein Chili-Pulver und eine spezielle Früchtetee-Sorte.

Das war es im Grunde auch schon. Wir hatten uns Lucca angesehen und waren nicht enttäuscht. Eine schöne Stadt, in der man in Ruhe herumlaufen und entspannen kann.

Tag 6: Florenz

Den vorletzten Tag verbrachten wir in Florenz – meinem absoluten Highlight des Urlaubs! Wir parkten weit außerhalb und wollten über die umliegenden Hügel auf Florenz zu laufen und dann die Stadt erkunden. Diese Idee, die anfangs aufgrund der Strecke etwas abschreckend wirkte, stellte sich als hervorragend heraus, weil mein nach einer halben Stunde einen fantastischen Ausblick auf die gesamte Stadt und die Umgebung hatte! Sogar von hier aus wirkte der Dom inmitten der Stadt gigantisch. Die Zypressen und Olivenbäume in der Landschaft machten die Atmosphäre komplett. Wir bahnten uns also einen Weg zum Fluss Arno, über den auch die weltbekannte Ponte Vecchio führt, die Brücke der Goldschmiede. Um einen Rundgang machen zu können, überquerten wir den Fluss auf einer anderen Brücke und tauchten in die wunderschöne Altstadt Florenz ein. Wir sahen Kirchen und altertümliche Gassen, doch das eigentliche Ziel wartete in der Stadtmitte: die Cattedrale di Santa Maria del Fiore

Schon in den Straßen, die stetig darauf zu führten, ragte die Kuppel der Kathedrale über einem auf. Der Anblick war imposant! Doch als wir schließlich vor dem Gebäude standen, fehlte mir die Sprache. Die Wirkung war enorm und auch die Menschenmassen darum herum machten mir nichts aus, sie verschwanden buchstäblich im Schatten der Kirche. So ein riesiges und beeindruckendes Gebäude hatte ich noch nie zuvor gesehen. Die Tatsache, dass die Kathedrale schon im 13. Jahrhundert erbaut wurde, macht sie sogar noch eindrucksvoller. Wir rissen uns nach einer Weile aus der Szene los und marschierten zurück zum Fluss. Diesmal wollten wir den Arno auf der Ponte Vecchio überqueren, um die Goldschmieden zu bewundern. Und tatsächlich stand die Brücke links und rechts voll mit kleinen Häuschen, die selbstgemachten Gold- und Silberschmuck in ihren Schaufenstern ausstellten. Von Imitaten bis hin zu echtem Goldschmuck war alles dabei. Man konnte ohne Weiteres von 50 bis mehrere Tausend Euro hier ausgeben.

Damit machten wir uns auf den längeren Weg zurück zum Auto die Hügel hinauf und ließen Florenz hinter uns. Ich war mir sicher, nicht das letzte Mal hier gewesen zu sein. Ein Wochenendtrip nur nach Florenz – das wollte ich in ein paar Jahren auf jeden Fall unternehmen!

Tag 7: Strand

Zuletzt fuhren wir zu einem kostenlosen Strand, den ich auf google maps südlich von Viareggio, dem Küstenstädtchen, gefunden hatte und wir fuhren ohne große Erwartungen dorthin. Wir waren positiv überrascht, weil die Müll-Situation nicht ansatzweise so schlimm war, wie wir sie erwartet hatten. Außerdem waren kaum Menschen da, wodurch man auch genügend Platz zum Hinlegen und Sonnen hatte und sich nicht bedrängt fühlte.

Unser Urlaub ist damit beendet. Ende August fuhren wir 11 h nach Hause und dachten dabei an die tollen Orte, die wir auf diesem Trip entdecken durften. Übrigens sind die Känguru Chroniken von Mark-Uwe Kling ein toller Zeitvertreib auf langen Autofahrten 🙂

Bis zum nächsten Trip verabschiede ich mich

Eure Tamara

Cottbus, Brandenburg

Hallo hallo!

Seit Ende 2020 studiere ich den Master in Forensic Science and Engineering in der Stadt Cottbus, nahe der polnischen Grenze unterhalb von Potsdam. Da dieser Studiengang übers Wochenende stattfindet und ich aufgrund dessen weiterhin in meiner Heimat in Bayern lebe, blieb noch keine Zeit, Cottbus zu erkunden, obwohl es auf den ersten Blick wie eine sehr schöne und belebte Stadt wirkt. Dazu kommt wohl noch die Corona-geprägte Zeit der Lockdowns, in denen sowieso nichts offen hat und „Unterwegs sein“ auch kurzweilig verboten bzw. nicht gewünscht war.

Jetzt aber, seit die Lockerungen langsam beginnen, startet auch wieder die Univeristät in Präsenz-Vorlesungen voll durch. Da wir aktuell eine vierwöchige Phase haben, in der jedes Wochenende Veranstaltungen stattfinden, hielt ich es für klüger, mir in Cottbus ein Zimmer zu mieten und meine Zeit hier zu verbringen, als Unmengen an Geld für Hin- und Rückfahrt sowie Unterkunft auszugeben. Das ist meine Chance, doch noch ein Stück dieses Landes zu erkunden und meinen eigenen Eindruck davon zu gestalten.

Heute früh, als ich aufwachte, strahlte mir ein wunderschöner blauer Morgen-Himmel entgegen zusammen mit der Sonne, die die heutige Tagestemperatur auf 30 °C hochjagen möchte. Damit war meine Entscheidung gefallen und ich rief sofort meinen Kommilitonen (Mit-Studenten) an, ob er Lust auf eine meiner Touri-Touren hätte. Auch er war Feuer und Flamme, also machten wir aus, dass es Mittags losgehen soll. Wir mussten beide leider unitechnisch noch produktiv sein… 😉

Ich konnte meine Begeisterung allerdings kaum im Zaum halten, also fing ich ohne Umschweife an, so viele Orte und Aktivitäten, wie nur möglich, in und um Cottbus aufzutreiben und in eine Tour zu packen. Darunter sind ein paar Museen und ein Planetarium, aber auch zwei Badeseen und Parks inklusive Aussichtsturm und Schlössern. Ich fing auch vor lauter Enthusiasmus schon an, diesen Beitrag zu schreiben, bevor überhaupt etwas geschehen konnte, aber meine Freude am Erkunden war wieder hochgekocht und sie lässt sich nicht so leicht verdrängen 😉

Eine weitere Freundin, die hier aus der Umgebung kommt, empfahl mir die Stadt Burg, die nur etwa 20 km nordwestlich von Cottbus liegt. Allerdings wird das vermutlich an einem anderen Tag auf dem Plan stehen, weil allein schon die Cottbus-Tour vermutlich mehr als nur zwei Tage in Anspruch nehmen wird.

Zuvor bekommt ihr ein paar Fakten über Cottbus:

  • Universitätsstadt im Süden Brandenburgs
  • das Zentrum der Lausitz
  • niedersorbisch: Chóśebuz
  • sorbisch: Aussterbende Sprache der Lausitz in Sachsen und Brandenburg
  • Spreewald westlich
  • auf einer Fläche von knapp 165 km2 leben etwa 100.000 Einwohner –> vergleichbar mit Erlangen, wobei Erlangen nur etwa 70 km2 besitzt
  • gilt als Hochburg des Rechtsextremismus

Und damit startet das Abenteuer Cottbus!

Touri-Tour Tag 1: 06.07.2021

Ich und mein Kumpel fuhren von meiner Unterkunft aus los zu dem etwa 10 min entfernten „Flugplatzmuseum“. Dort befanden sich auf ca. 40,000 m2 verschiedenste Militärflugzeuge, -helikopter und -wagen, die vor allem nach dem zweiten Weltkrieg von der DDR und UdSSR gebaut und verwendet wurden. Für 5 € (Studentenrabatt) konnte man alles anschauen. Bei 30 °C und blauem Himmel spazierten wir über die Wiesen, auf denen teils riesige Helikopter und Kampfjets in allen Ausführungen standen. Bei vorheriger Anmeldung gab es auch die Möglichkeit, sich in einige der ausgestellten Objekte hineinzusetzen und das Ganze von innen zu untersuchen. Anschließend schauten wir uns die Ausstellung in dem Gebäude an. In mehreren Räumen konnten Einzelteile von Flugzeugen/Helikoptern und Piloten-Ausstattung, sowie der technische Aufbau einzelner Triebwerke und Kanonen sehen. Für alle interessierten Bastler und Technik-Affinen wahrscheinlich ein reines Paradies!

Wir verbrachten dort etwa eine Stunde, bevor wir weiterfuhren. Diesmal zu einem kleinen Badesee, den ich zufällig im Internet entdeckt hatte. Ich parkte das Auto etwa 1 km davor auf einem öffentlichen Parkplatz und wir liefen den Rest zu Fuß zum See. Dort angekommen umrundeten wir das Gewässer etwa zu Hälfte, auf der Suche nach einem schönen Plätzchen. Dabei kreuzten wir auch einen großen FKK-Bereich 😀 Das ist hier im „Osten“ – ich weiß, politisch nicht korrekt – ja Gang und Gebe und tatsächlich macht auch keiner eine große Sache daraus, was alles einfacher macht. Jedenfalls fanden wir dann noch einen größeren Strandbereich, mit weichem, weißem Sand. Hier lagen schon mehrere Personen, aber für einen Nachmittag in den Ferien bei diesem Wetter war erstaunlich wenig los. Sofort machte ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Ort zum Umziehen und dann rannte ich auch schon ins klare Wasser. Die Hitze war ja nicht auszuhalten! Wir verbrachten also ein wenig Zeit an dem Strand, wobei ich die meiste Zeit in der Sonne lag und mich bräunte, und beschlossen, diesen See öfters zu besuchen.
Nach einer ausgiebigen Badezeit machten wir uns auf den Rückweg und ich brachte den Wagen zurück zur Unterkunft. Von dort aus liefen wir ins Stadtzentrum in Richtung Spremberger Turm. Hier konnte man für 2 € die 131 Stufen bis zur Spitze erklimmen und hatte von dort aus eine hervorragende Aussicht über Cottbus – und zwar in alle Richtungen! Um den Tag ausklingen zu lassen, setzten wir uns in ein Diner am Altstadtmarkt, an dem es vor Cafès und Restaurants nur so wimmelt. Vor allem im Sommer herrscht hier eine tolle Atmosphäre. Wir aßen jeder einen Burger und tranken Limonade dazu, bevor wir uns ohne Eile auf den Heimweg machten. Der erste Tag von „Ich erkunde Cottbus“ ist hiermit beendet, und es war toll!

Touri-Tour Tag 2: 08.07.2021

Wir machten uns gegen 15 Uhr auf den Weg zu unserem nächsten Ziel: Der Branitzer Park (auch genannt Fürst-Pückler-Park) ist etwa 15 min südlich von Cottbus gelegen und ein echter Hingucker. Er besteht aus einer riesigen und weitläufigen Parkanlage, die größtenteils natürlich und ohne großen Schnickschnack gehalten wird und aus dem Schloss des Fürsten, das von dessen Großvater im – ich glaube – 18. Jahrhundert erbaut wurde. Grundsätzlich sind die Ausmaße des Parks relativ überschaubar, aber durch das verwinkelte Anlegen der Pfade und Wege, die keinen geradlinigen Weg zulassen, kann man doch einige Stunden dort verbringen, ohne zweimal am selben Ort vorbeigehen zu müssen. Das Schloss selbst kann für 5 Euro (Ermäßigung) betreten werden und innen kann man dann die prunkvolle Einrichtung von damals betrachten. Jedes Zimmer ist anders gestaltet und zwar mit den verrücktesten Farbkombinationen, die man sich nur vorstellen kann. Dazu kommt die Garten-Anlage davor mit den schönen Beeten und einem großen Wein-bewachsenen Tunnel mit antiken Statuen. Der Fürst selbst hat über sechs Jahre den Orient bereist und seine Erfahrungen und Erlebnisse in die Gestaltung des Parks und des Schlosses mit einfließen lassen. Die interessantesten Gebilde im Park sind wohl die zwei Pyramiden. Beide bestehen aus Erde und sind komplett mit Wildblumenwiese bewachsen. Die eine steht auf einer Anhöhe, von wo aus man die zweite, größere Pyramide sehen kann. Diese ist mitten in einem Teich und somit komplett von Wasser umgeben. Ohne Boot könnte man sie auch nicht betreten.

Wir liefen – oder irrten? – also ungefähr drei Stunden durch den Park, nachdem wir im zum Schloss gehörigen Café gleich zu Anfangs einen sogenannten Hefeplins und einen Kaffee zu uns genommen hatten. Aktuell werden teils noch Bauarbeiten an Wegen und Anlage vorgenommen, aber im Großen und Ganzen ist das fast unauffällig und nimmt dem Park nicht die Schönheit. Am besten hat mir gefallen, dass die Bäume, Wiesen und Sträucher fast ungehindert wachsen können, ohne einen „Schönheitsschnitt“ zu erhalten. Die Wiesen werden natürlich gemäht, aber trotzdem sind sie kein typischer Englischer Rasen. Was die nächsten Aktivitäten angeht, werden wir wohl kreativ sein müssen – soo viel gibt es in Cottbus dann doch nicht zu sehen, als dass vier Wochen damit füllbar wären.

Es gab zwar danach keine Touri-Tour mehr, aber, unabhängig davon, hab ich trotzdem noch was von Cottbus sehen können. Die Bilder folgen:

Am Wochenende vom 23. – 25. Juli fanden die letzten Uni Veranstaltungen statt. Samstag nutzte ich mit drei Freundinnen für einen Mädels-Tag. Da spontan die Vorlesung diesen Tags ausfiel, fuhren wir gleich morgens los zum Badestrand am Sachsendorfer Badesee. Wir deckten und mit Snacks ein und lagen dann einige Stunden zusammen in der Sonne, spielten Spiele, hörten Musik und genossen es, unter uns zu sein und einen ganzen Tag entspannen zu können. Dadurch, dass wir aus allen Ecken Deutschlands für ein Wochenende anreisen, bleibt nie Zeit für ein schönes Beisammensitzen am Tag und unter der Woche haben wir dazu auch keine Möglichkeit, weil der Großteil arbeitet. Der perfekte Augenblick also, um das komplett auszunutzen.

Nachmittags, als wir alle zerstochen und müde waren, machten wir uns auf den Heimweg. Auf halber Strecke bekamen wir aber Lust auf ein Sonnenuntergangs-Picknick am Ostsee. Ja, richtig gelesen: DER Ostsee. Ich habe mich anfangs totgelacht, aber der Witz „wir würden jetzt zur Ostsee fahren“ wurde zum Glück schnell alt. Also gingen wir einkaufen und fuhren die 10 km zu dem riesenhaften Aussichtsturm an dem See, der erst noch einer werden möchte. Dort breiteten wir unsere Decke aus und aßen unser Abendessen bei untergehender Sonne.
Es war ein ruhiger und abgelegener Ort, an dem zu der Zeit nur einzelne Menschen vorbeikamen, um auf den Turm zu steigen. Von oben hatte man übrigens eine hervorragende Aussicht auf die flache Landschaft (man konnte ja fast bis nach Berlin schauen, davon war ich überzeugt 😉 ) und den bereits vorhandenen See, der in ein paar Jahren zu dem größten Erholungsgebiet Brandenburgs gehören soll. Damit war der Abend allerdings noch nicht zu Ende. 10 km westlich wurde bereits fleißig der weitere Verlauf des Abends geplant, welche Bar und wann. Wir entschieden uns für den Irish Pub, den wir schon letztes Jahr im September ausprobieren wollten, es aus bekannten Gründen aber noch nicht geschafft hatten.

Als wir also fertig waren mit unserem Picknick, machten wir uns auf den Weg zurück zum Gästehaus in Cottbus, erfrischten uns kurz und schon ging es weiter zum nächsten Stopp. Im Irish Pub angekommen, fing auch die Live-Musik an zu spielen. Ich liebe Live-Musik, vor allem Irische, aber nicht, wenn man sich im Gespräch anschreien muss und trotzdem nichts versteht. Kurzerhand trank jeder aus Höflichkeit nur ein Getränk und anschließend verzogen wir uns wieder in den geliebten Käfig. Die schöne, ruhige Bar in der Stadtmauer, mit guten Cocktails und entspannter Atmosphäre. Dort ließen wir den Abend ausklingen.

Am Sonntag folgte ein anstrengender, aber super informativer und cooler Vorlesungs-Tag. Frau Nehse, eine Kriminaltechnikerin aus Berlin kam morgens in Begleitung zweier Kriminaltechniker vom BKA und spannte uns in zwei Workshops ein. Bei ihr wurde ein Dummy von der Feuerwehr mit allem Körperkontakt niedergerungen, mit dem Ziel des gespielten Erwürgens, um im Anschluss die Übertragung von Fasern auf das „Opfer“ zu untersuchen. Die anderen beiden bauten einen fiktiven Tatort auf und verteilten verschiedene Spuren: Speichel, Sperma, Blut und Gegenstände. Unsere Aufgabe war es – in kompletter Spurensicherungsmontur – die Tatortbegehung nachzuspielen. Wir versuchten das alles super seriös und ernsthaft durchzuführen, was bei 30 °C und nicht-atmungsfähiger Überkleidung gar nicht so einfach ist. Es machte total viel Spaß und ich glaube, es war die erste wirklich lehrreiche Veranstaltung im ganzen Master-Studium – am Ende.

Das Wochenende war vorbei und alle fuhren nach Hause. Ich blieb noch bis Freitag, um meine Hausarbeit in Ruhe fertig schreiben zu können. Mittwoch ging ich dann mit einem Kommilitonen in einen Escape Room. Dabei handelt es sich um einen Raum, der abgesperrt wird, sobald wir darin sind. Wir müssen innerhalb einer Stunde Rätsel lösen und Schlösser knacken, um wieder hinauszugelangen. Wenn wir alles geschafft haben, finden wir den Schlüssel zur Tür. Natürlich lassen die Mitarbeiter und nach 1 h auch so raus, aber das ist auch irgendwo sinnvoll ;).

Damit ist meine Zeit in Cottbus abgeschlossen.

Fazit: Die Stadt wirkt auf mich weniger wie eine Nazi-Hochburg. Das kulturelle Angebot und die verschiedenen Ethnien und Nationalitäten, die in Cottbus wohnen, machen es nicht ganz einfach, die kleine Stadt in braun zu sehen. Was aber unter der Oberfläche geschieht, weiß natürlich keiner.
Unabhängig davon hat es mir sehr gut gefallen, aber die meiste Zeit war mir sehr langweilig, was aber auch daran lag, dass ich meine Hausarbeit schreiben musste und ansonsten niemand da war, der mich von meiner Langeweile hätte ablenken können.

Montenegro

Dobar dan! Hallo!

Von einem Roadtrip durch Montenegro gleich zurück ins Uni Leben starten ist gar nicht so einfach…
Aus einem Land, von dem ich nur ganz wenig wusste und welches ich bis dahin nie wirklich auf dem Schirm hatte, wurde ein Land, das ich ins Herz geschlossen habe. Nicht nur die Landschaft und Natur ist eine Reise wert, sondern auch die Menschen dort. Anders, als vielleicht die Klischees über die Länder des Balkans vermuten lassen, sind die Montenegriner freundlich, offen und hilfsbereit und Kriminalität war nirgendwo zu sehen. Das wird natürlich auch dadurch unterstützt, dass der größte Arbeitsgeber die Polizei ist und demnach die Polizeipräsenz unglaublich stark ist. Vor allem was das Fahren angeht, sind die Montenegriner sehr streng, in jeder Bucht am Straßenrand stehen Polizisten und warten schon mit einer Laserkanone in der Hand auf Raser. Dabei würde ich als Deutsche ein Überschreiten der allgemeine Höchstgeschwindigkeit von 50 bis 60 km/h nicht als rasen bezeichnen. Normalerweise ist die Begrenzung auf 80 km/h üblich, allerdings wird bei jeder noch so kleinen Biegung sofort auf 50 oder 40 km/h reduziert und besonders das Hinterland besteht zum Großteil nur aus Serpentinen, was es nicht gerade besser macht. Diese Gebote scheint aber den normalen Montenegriner nicht allzu sehr zu berühren, da dieser bei jeder „Gelegenheit“ alle überholt, die auch nur ansatzweise versuchen, sich an die Geschwindigkeit zu halten. Und mit jeder Gelegenheit meine ich vor allem gerade Abschnitte von mindestens 5 – 10 m Einsicht in die Kurve oder ansteigende Straßen, bei denen man erst eine Sekunde, bevor es zu spät ist, sieht, dass es zu spät ist. Demnach hab ich jedes Mal, sobald ein solches Überholmanöver gestartet wurde, nach Möglichkeit abgebremst, um dem Kamikaze-Fahrer eine Chance zu geben, nicht dem Gegenverkehr zum Opfer zu fallen. Auch die häufigen Überholverbote haben die „Locals“ nicht sonderlich beeindruckt. Im Großen und Ganzen ist der Straßenverkehr hier also ein absolutes Chaos. Glücklicherweise sind die Straßenverhältnisse nicht ansatzweise so schlecht, wie es von diversen Reiseführern und Reisenden beschrieben wird, größtenteils habe ich keinen großen Unterschied zu deutschen Fahrbahnen feststellen können.

Montenegro (auf montenegrinisch: Crna Gora) mit der Hauptstadt Podgorica (sprich: „podgoríza“) hat 625.000 Einwohner und ist mit 13.812 km² etwa so groß, wie das deutsche Bundesland Schleswig-Holstein. Im Norden befindet sich das Hinterland mit Landesgrenzen zu Bosnien-Herzegovina, Serbien und Kroatien. Hier liegt das Durmitor Gebirge (höchster Berg: Bobotov Kuk, 2522 m), das sich hervorragend für lange Wanderungen eignet. Das Hinterland ist durchzogen von tiefen Canyons, unter anderem der tiefsten Schlucht Europas, dem Tara Canyon. An der tiefsten Stelle misst er etwa 1300 m. Weiter östlich befindet sich der Biogradska National Park, Landesgrenzen zum Kosovo, der den letzten Urwald Europas beherbergt. Der südliche Teil, westliche bis östliche Ausdehnung, ist geprägt durch die Adria-Region, mit vielen kleinen Hafenstädtchen und dem Charme der Adria. Auf der südöstlichen Seite befindet sich Montenegro an der Grenze Albaniens mit dem längsten Sandstrand an der Adria (13 km) und auf der südwestlichen Seite in Nähe Kotors liegt der einzige Fjord des Mittelmeers. Wie man sehen kann, besitzt Montenegro also viele Orte, die das Land so einzigartig machen.

Unsere Reise.

Durch einen Tipp von Kommilitonen, buchten wir einen Flug nach Dubrovnic, einer kroatischen Stadt, die 20 min von der montenegrinischen Grenze entfernt liegt. Der einzige internationale Flughafen Montenegros befindet sich in Podgorica und ist ein ganzes Stück teurer, als nach Dubrovnic zu fliegen und von dort mit dem Auto die Grenze zu passieren.
Wir holten also den Mietwagen am Flughafen ab und fuhren los in Richtung Grenze.

Der grobe Plan: in 9 Tagen einmal im Uhrzeigersinn durch Montenegro

Reiseroute
Gesamte Reiseroute, die wir in 9 Tagen abfahren wollen. Übernachtungen: Durmitor – Vranjina – Ulcinj – Kotor

Tag 1 – Durmitor

Lange Fahrt ins Durmitor Gebirge, wo wir 2 Nächte in einem „Eco Camp“ verbrachten. Besitzer war ein Montenegriner namens Sasha. Er war Selbstversorger und wie der Name des Camps schon vermuten lässt, gab es kein W-Lan, aber zum Glück fließendes und warmes Wasser. Wir buchten über AirBnB eine Blockhütte mit zwei Einzelbetten.

Etappe_1
erste Etappe: Dubrovnik – Durmitor

Auf dem Weg zu dem Camp fuhren erst in Herceg Novi, einer kleinen Stadt an der Adria und dann an einem Kloster (Manastir Ostrog) vorbei. Das Besondere: nur die äußerste Wand war zu sehen, da sich der Rest in dem massiven Felsen befand. Vor Jahrtausenden war dieses Kloster dort in die Felswand gebaut worden und es steht noch immer.

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Gegen 17 Uhr kamen wir dann endlich am Camp an und konnten gleich unsere Blockhütte beziehen. Auf dem Weg vor zum Haupthaus, wurden wir von zwei kleinen Hunden überfallen, die sich uns in den Weg warfen, um Streicheleinheiten einzufordern.
Bei einer kleinen Spazierrunde nahmen wir die nähere Umgebung ein bisschen unter die Lupe. Wir liefen an Weidezäunen mit fünf Kühen und paar Ziegen vorbei durch die grünen Hügel zu einer Lichtung, auf der ein Funkturm stand. Als es irgendwo hinter uns donnerte und auch der Himmel sich zuzog, hatten wir es ziemlich eilig, wieder zurück ins Camp zu gelangen.

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Dort angekommen, versprach der Besitzer Sasha uns ein selbst gemachtes Abendessen und wir fuhren los in die nächste Stadt Pjelvja (20 km weiter nördlich), um einkaufen zu gehen. Anschließend gab es dann das versprochene Abendessen, was echt fantastisch schmeckte! Selbst gemachtes, noch warmes Maisbrot, selbst gemachter Käse aus Kuhmilch und ein Gulasch-Eintopf dazu. Wir setzten uns dann noch zu den 3 Männern dazu und quatschten mit ihnen, während wir Bier und Cidre tranken. Ich ging relativ bald dann ins Bett, weil die lange Autofahrt mich sehr erschöpft hatte und wir morgens früh los wollten zum Wandern.

Tag 2 – Durmitor

Start der Wanderung zum Jabla Jezero.
Wir fuhren nach einem sehr leckeren Frühstück zum Parkplatz direkt neben dem vermeintlichen Wanderungs-Beginn. Los ging es durch den Wald und durch ein Dorf hoch zu einer alten Skistation. Ein sehr anstrengender Aufstieg, wenn man bedenkt, dass keiner von uns beiden seit Monaten wandern war, geschweige denn, Sport gemacht hatte 😀

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Als wir endlich an der Skistation angekommen waren, fanden wir den richtigen Startpunkt unserer Wanderung. Bis hierhin hätten wir also locker mit dem Auto fahren können und hätten dann energie- und zeitbedingt nicht den zweiten Teil der Wanderung weglassen müssen. Nichtsdestotrotz liefen wir dann in einer halben Stunde zum Jabla Jezero, einem Bergsee am Fuß einer steilen Bergwand. Dort angekommen, machten wir erstmal eine ausgiebige Pause auf den großen flachen Steinen am Ufer des Sees. Der See war nicht sehr groß, hatte eine grüne Farbe und sah mit den dahinterliegenden weißen Steilhängen einfach nur fantastisch aus. Auch der Wald drumherum war sehr schön!

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Gegen 14 Uhr machten wir uns dann wieder an den Abstieg und liefen diesmal die geteerte Straße hinab, die wir hätten hochfahren können.
Auf dem Heimweg hielten wir an der Tara Brücke an, aßen etwas und bestaunten die riesige Schlucht.
Als wir dann im Camp ankamen, war nicht mehr viel Energie übrig, um noch groß was zu unternehmen, also gingen wir bald ins Bett.

Tag 3 – Skadar See

Am nächsten Morgen packten wir unsere Sachen zusammen, da das die letzte Nacht im Camp war und checkten aus. Noch ein kurzer Stopp an der Tara Brücke, um ZipLining zu machen. Hierbei ist ein Drahtseil über die Schlucht gespannt, woran man mit einem Tragegurt befestigt wird und dann einmal über die ganze Breite der Schlucht fliegt. Das Ganze dauert leider nur eine halbe Minute, aber macht total viel Spaß und ein bisschen Adrenalin gibt es auch, wenn man in 1 km Tiefe unter sich die Schlucht entlang ziehen sieht. Auf der anderen Seite angekommen, zahlten wir und wurden mit einem PickUp wieder zurück zum Ausgangspunkt gefahren, von wo aus wir dann weiter zu unserer nächsten Übernachtungsstätte fuhren.

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Etappe_2
zweite Etappe: Durmitor – Vranjina (Skadar See)

Ein kurzer Stopp unten im Tal der Schlucht war ganz dringen nötig, weil wir den Tara Fluss plötzlich neben der Straße sehen konnten und der unsere ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nahm. Strahlendes türkisblaues Wasser schlängelte sich durch die Schlucht und war gleichzeitig so klar, dass es wie eine Glasscheibe über dem Boden wirkte.

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Wir konnten uns kaum von dem Anblick losreißen, dennoch mussten wir weiter, weil wir noch einen etwas weiteren Weg vor uns hatten. Ziel war es, bis zum Skadar See zu kommen, da wir dort ein weiteres AirBnB gebucht hatten und wir uns um 18 Uhr mit dem Vermieter treffen wollten, damit er uns dorthin bringt.

Nächster Stopp war dann der Biogradska National Park, in dem sich, wie oben schon gesagt, der letzte Urwald Europas befindet. Dort gibt es einen großen See (Biogradska Jezero), um den ein Wanderweg von 3,5 km Länge führte. Gute Distanz für einen kleinen Spaziergang, um sich die Beine ein wenig zu vertreten. Wir parkten also auf dem sehr überfüllten Waldparkplatz direkt am See und umrundeten den See in 1 h. Nach der Hälfte wurde der Waldweg zu einem Holzsteg, der durch riesige Blätterstauden und Sumpf führte, über eine Brücke wieder mit dem Waldweg auf der anderen Seite verbunden war und wir an einer Hochzeit vorbei liefen, die dort statt fand. Der See selber hatte eine ähnliche Farbe wie der Tara Fluss und es war sehr schön, einmal darum herum zu laufen.

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Weiter ging es danach in Richtung Podgorica, wobei wir noch einen Zwischenstopp an der Manastir Moraca machen wollten, einem weiteren sehr alten Kloster in der Moraca-Schlucht. Allerdings schaute keiner von uns aufs Navi und die Beschilderung war auch nicht besonders vielsagend, weshalb wir dann ausversehen vorbei fuhren und das erst 10 km später bemerkten, dass dieses Kloster doch langsam mal kommen sollte. Naja, wir kehrten nicht um (was auf der engen Bergstraße auch kaum möglich gewesen wäre) und führten den Weg fort nach Podgorica. Als wir in der Hauptstadt ankamen, suchten wir uns als erstes ein Café mit kostenlosem W-Lan, um unseren Gastgeber in Vranjina kontaktieren zu können, fanden ein einheimisches Lokal, wo wir für 12€ insgesamt richtig lecker aßen und dann noch durch die Stadt schlenderten.

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Gegen 17 Uhr fuhren wir dann die halbe Stunde noch nach Vranjina, dem Örtchen, wo unsere Wohnung lag und warteten auf den Gastgeber an dem ausgemachten Platz. Er holte uns ab und brachte uns in die Wohnung. Dort hatten wir W-Lan, eine Küche, Bad, Schlaf-, Wohn- und Esszimmer für uns allein und sogar einen Balkon, von wo aus man über den Skadar See und die dahinter liegenden Berge blicken konnte! Also kochten wir etwas zum Abendessen, saßen dann auf dem Balkon, bis die Sonne untergegangen war (der Sonnenuntergang hinter den Bergen war atemberaubend!) und gingen dann ins Bett.

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Tag 4 – Skadar See

Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir zu dem Fluss, der den Skadar See mit Wasser versorgte, um dort ein Kajak zu mieten und damit ein paar Stunden den Fluss entlang zu fahren.
Wir suchten uns also den Ort am Fluss, wo einige Restaurants Kajaks verliehen und los gings! 2,5 h lang paddelten wir auf dem gemächlich dahin treibenden Wasser und versuchten nicht zu kentern, sobald eins der Sportboote mit unverringerter Geschwindigkeit an uns vorbei schoss. Das Ganze machte einen Heidenspaß, aber ich war froh, als wir zurück am Verleih waren und ich meine Arme ausruhen durfte 😀

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Dann machten wir uns wieder auf den Rückweg in die Wohnung und stoppten noch kurz bei einer alten Burgruine, die aus früheren Zeiten von den Griechen und Römern und Serben übrig geblieben war.

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Tag 5 – Ulcinj

Gleich morgens fuhren wir auf direktem Weg nach Ulcinj. Das ist eine kleine, süße Stadt, die letzte vor der albanischen Grenze und dort hatten wir für zwei Nächte ein Hostel gebucht. Hostel Pirate.

Etappe_3
dritte Etappe: Vranjina (Skadar See) – Ulcinj (Adria)

Wie der Name schon vermuten lässt, ist das Hostel mit ganz viel Piratenzeug ausgestattet und eingerichtet. Der Besitzer, Coco, ist ein herzensguter und witziger Mensch, Matthew, ein Australier, der in dem Hostel arbeitet, ist ein großer dünner Quatschkopf und Zach, der auch da arbeitet und Amerikaner ist, kann Gitarre spielen und ist auch ein sehr unterhaltsamer Mensch. In den drei Tagen, die wir dort verbrachten, waren gefühlt nur Australier um uns herum, ein Schotte und eine Britin, dann wir zwei als Deutsche und am letzten Tag noch eine Französin und ein Schwabe.

Nach der Ankunft im Hostel liefen wir gleich hinunter zum einzigen Sandstrand der Stadt und lagen faul in der Sonne. Ein paar Stunden später, wieder zurück im Hostel, erfuhren wir, dass für abends ein Ausflug zu einem Fischrestaurant direkt an den Klippen geplant war. So etwas gab es in diesem Hostel jeden Abend: die Möglichkeit mit den Gästen gemeinsam etwas zu unternehmen, und das machte echt Spaß!

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Gesagt, getan. Wir liefen um 18 Uhr geschlossen zu dem Restaurant und tauschten uns währenddessen schon aus. Als wir dann ankamen, führte uns der Besitzer, der ein Freund von Coco war, zu unserem Tisch, unmittelbar an der Klippenkante und mit perfektem Blick auf den Sonnenuntergang! Wir bestellten Bier und quatschten viel. Erst als die Sonne untergegangen war und wir uns so nicht mehr davon ablenken lassen konnten, bestellten wir was zu essen, und zwar frisch gefangenen Fisch! Sehr sehr lecker, und auch die zahlreichen Streunerkatzen fanden die Fischköpfe, die wir ihnen heimlich zu warfen, echt gut.

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Als wir alle gesättigt, aber der Durst noch nicht gestillt war, versackten wir noch in einer Bar auf dem Rückweg ins Hostel, wo wir ein paar Rakia und Bier tranken. Bis 3 Uhr saßen wir dann noch in der Küche des Hostels und feierten.

Tag 6 – Ulcinj

Um 10 Uhr ging der nächste Tag ohne große Pausen weiter. Zu sechst packten wir Fahrräder, die man im Hostel für 5 Euro am Tag ausleihen konnte und wollten um die Seen eines alten Salzwerks fahren. Insgesamt waren das 18 km Rundweg, bei dem man sogar Flamingos sehen konnte!! Wir machten uns also auf den Weg, Pascal und ich zusammen mit vier Australiern. Die erste Hürde: es gab nur einen Weg rein und dort stand ein Security Typ, der uns überreden wollte, unsere Fahrräder hier zu lassen und doch zu Fuß zu gehen, bis zu den Flamingos sei es doch nicht weit. Wir ließen uns aber nicht beirren und schließlich ließ er uns durch. Weiter ging es dann von einem asphaltierten Weg über einen Pfad in der Wiese, durch Dornenbüsche ins Niemandsland. Nach den ersten 6 km fanden wir die Flamingos in Scharen in den Seen stehen, leider nur leicht rosa gefärbt, da diese anscheinend nicht die für die Färbung wichtigen Krebse fressen. Danach wurde der Weg deutlich beschwerlicher, da nach den Dornenbüschen kein Pfad mehr vorhanden war und wir einzelnen Fahrradspuren durch den ausgetrockneten Sumpf folgten, um wieder zurück zum Ausgangspunkt zu gelangen. Zwischendrin wusste glaub ich keiner von uns, wie und wann wir es wieder zurück schaffen würden, da man nirgendwo einen Anhaltspunkt finden konnte, aber letztendlich fanden wir wieder einen Pfad, der uns auf die asphaltierte Straße vom Anfang brachte. Man, waren wir erleichtert, den Mann vom Eingang wieder zu sehen.
Wir ruhten uns kurz aus, um wieder zu Atem zu kommen und fuhren dann weiter zum Long Beach.

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Davon hatte ich oben schon erzählt, es ist der längste Strand an der Adria, mit 13 km Länge, reicht bis an die albanische Grenze und ist tatsächlich (im Gegensatz zum Rest der Strände an der Adria) ein Sandstrand. Obwohl wir alle schon Sonnenbrand hatten, weil sich von uns natürlich niemand eingecremt hatte, legten wir uns für 2 h in die Sonne und genossen einfach die Ruhe und das Nichtstun, bevor wir mit dem Fahrrad wieder zurück ins Hostel fahren mussten. Das Wasser war herrlich, nicht zu kalt und der Strand ging fast 300 m weit hinaus, ohne dass man weiter als bis zur Hüfte im Wasser stand.
Als wir genug vom Herumliegen hatten und vielleicht auch das schlechte Gewissen wegen des Sonnenbrandes einsetzte, machten wir uns auf den Weg zurück ins Hostel.
Zum Glück hatten wir den ganzen Tag unterwegs verbracht, da währenddessen in der ganzen Stadt das Wasser abgestellt war, wegen Bauarbeiten. Zu der Zeit, als wir alle verschwitzt und etwas fertig zurück kamen, lief das Wasser wieder und wir konnten ganz in Ruhe duschen 😀

Auch an diesem Abend gab es wieder ein gemeinsames Programm für die Hostel-Gäste: Für 2,50€ konnten wir Pizza bestellen und bekamen dazu kostenloses Bier von unseren Gastgebern. Allerdings war der Abend hier relativ bald für mich vorbei, weil ich absolut fertig war von unserer Fahrrad-Tour.

Tag 7 Ulcinj & Kotor

Wir hatten eigentlich vor, bald auszuchecken und dann gleich weiter zu unserem letzten Stopp zu fahren, allerdings fanden wir es so toll in dem Hostel und mit den Leuten, dass wir uns noch zu der Bootstour überreden ließen, die von allen sehr empfohlen wurde. Für 13€ übernahm ein Freund von Coco eine Tour, die uns 5 h lang durch die Adria Bucht brachte und zeigte uns ein paar Höhlen, in denen wir schwimmen konnten, tauchte uns einen Seeigel hoch, weil keiner der 6 Teilnehmer jemals einen aus der Nähe gesehen, geschweige denn, auf der Hand hatte (wenn man sich ein paar Sekunden konzentriert, kann man spüren, wie sich die Stacheln bewegen) und wir verbrachten eine Stunde auf einem weißen Strand, zu dem niemals sonst jemand kam. War eine tolle Boots-Tour und es hatte sich total gelohnt, vor allem als Mirko uns dann noch zum Haus seiner Eltern brachte. Das Besondere dabei war, dass es sich um eine Villa auf den Klippen handelte, die den einzigen noch bewohnten Leuchtturm Montenegros enthielt. Er führte uns herum und dann stiegen wir hoch auf den Leuchtturm, von wo aus man eine grandiose Sicht über die Adria hatte! So schön!

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Auch diese Boots-Tour ging allerdings vorbei und am Ende hatten wir eine Mitfahrerin mehr im Auto und den Schwaben hinter uns in seinem eigenen Wagen. Die Französin Emeline wollte auch nach Kotor, was ja das Ziel des Tages war und auch Felix hatte sich das als nächsten Punkt gesetzt. Also machten wir uns nach der Bootsfahrt zu viert auf den Weg, bestaunten unterwegs den Sonnenuntergang, der sich hinter Sveti Stefan, der oben genannten Hotelinsel abspielte und stoppten zum Abendessen in der Touristen-Party-Stadt Budva. Als wir dann gegen 22 Uhr endlich in Kotor im Hostel ankamen, schlug uns erst mal laute Electronic-Musik entgegen. Wir waren in einem Party-Hostel gelandet, wo jeden Abend von 19 bis 23 Uhr Trinkspiele gespielt wurden, bevor es in die Bars der Stadt ging. Wir waren zum Glück in einem Gebäude außerhalb untergebracht, wo man von der Feierei nichts mitbekam.

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Etappe_4

Tag 8 – Kotor

Relativ bald gegen 9 Uhr liefen wir den Zick-Zack-Weg zur Festung über Kotor hoch, der uns zu einem „free-entry“ Punkt bringen sollte. Der offzielle Weg führte 45 min Treppenstufen hoch, bei dem man 8€ zahlen musste, um auf den Weg zu gelangen. Der Zick-Zack-Weg war ein Geheimtipp von dem Schotten aus Ulcinj und dem Hostel in Kotor, von wo aus man dann durch ein Fenster in die Festung klettern musste und dann ganz unbehelligt die Aussicht genießen und die Treppen wieder hinab laufen konnte.
Problem: In den paar Tagen, seit Scot (der Schotte) diesen Weg benutzt hatte und wir ankamen, hatten die Leute, die unten die Tickets verkauften, den geheimen Einstieg bemerkt und als wir nach 45 min Aufstieg oben ankamen, wartete ein Mann bereits am Fenster, um alle wieder runter zu schicken, die dachten, sie kämen da oben kostenlos rein. Wir sahen allerdings überhaupt nicht ein, wieder runter zu laufen, 8€ zu zahlen und dann die Treppen wieder hoch zu laufen, also setzten wir uns in ein kleines Café, was oben auf gleicher Höhe in den Hügeln saß und genossen von da die Aussicht, die man auch aus der Festung hatte. Für nur 2 statt 8€, wegen der Cola.

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Nachdem wir wieder runter gelaufen waren, gingen wir einkaufen, um abends zusammen zu kochen und verbrachten dann ein paar Stunden im Hostel mit Karten spielen, weil es draußen schüttete wie aus Eimern. Wir hatten jetzt seit Ankunft in Dubrovnik nur geniales Wetter gehabt, vorne an der Adria hatte es meistens 33°C und dann war ein Tag Pause mit Regen schon in Ordnung und sogar sehr erholsam, besonders für meinen Sonnenbrand 😀

Irgendwann ließ der Regen dann soweit nach, dass wir raus gingen, um uns die Altstadt Kotors anzuschauen, die überlaufen mit Touris, aber trotzdem wunderschön war. Hier konnte man den Einfluss der Grieche und Römer förmlich spüren! Wir bummelten also zu viert durch die engen Gassen und hatten eine gute Zeit miteinander. Abends kochten wir dann zusammen und gingen anschließend mit zwei deutschen Mädels in eine Bar in der Nähe des Hostels.

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Tag 9 – Kotor & Heimflug

Tag der Abreise. Felix war früh weitergefahren, weil er noch bis in den Norden, also Durmitor-Gebirge, kommen wollte. Emeline, Pascal und ich verbrachten noch ein paar ruhige Stunden am Kiesstrand in Kotor, bevor wir uns um halb 1 von der Französin verabschiedeten.

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Um 15 Uhr mussten wir das Auto wieder in Dubrovnik abliefern, bevor unser Flug dann um 16:30 Uhr ging. Wir kamen relativ zügig voran und gabelten kurz vor der Grenze nach Kroatien noch zwei deutsche Anhalterinnen auf, die nach Deutschland zurück trampen wollten. Wir nahmen sie mit bis zum Flughafen, wo wir ihnen viel Glück und eine gute weitere Heimreise wünschten, gaben pünktlich das Auto ab und warteten dann im Flughafen auf unseren Flieger.

Damit wäre dann auch diese Reise abgehakt. Ich hatte 10 Tage in einem Land verbracht, von dem ich zuvor quasi nichts wusste, nur ein paar Bilder gesehen hatte, und es sich jetzt anfühlte, als hätte ich die letzten 3 Monate nirgendwo anders verbracht. Wir wären beide gern länger geblieben, vor allem in Ulcinj, aber die Pflicht und mein eigenes, schönes, bequemes Bett zuhause rufen ganz laut.

Sámos, Greece

Huhu, da bin ich wieder! Nach der spanischen Insel Lanzarote bin ich diesen Sommer mal auf einer kleinen griechischen Insel gelandet – Sámos.

Meine Mitbewohnerin aus Mittweida ist Halbgriechin und kommt von Samos, einer kleinen Insel unmittelbar neben der Türkei. Vor ein paar Monaten kam die Idee auf, dass ich sie dort besuchen sollte und so wurde es umgesetzt.

Bevor ich am Montag, den 30.07.2019 mit ihr nach Griechenland flog, besuchte ich sie noch bei ihrem Bruder in Berlin, wo wir den CSD (Christopher Street Day) feierten und es uns zwei Tage lang gut gehen ließen.

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ATHEN
Montag nachmittag um 17 Uhr ging es dann von Berlin Schönefeld los nach Athen, wo wir einen Aufenthalt von 8 Stunden vor uns hatten. Wir trafen uns dort mit einem Freund von Zoi und liefen durch Athens Straßen. Bei 30 Grad um 11 Uhr nachts saßen wir in einem kleinen Restaurant, aßen Souvlaki und verbrachten anschließend noch 2 h in einer Bar, in der wir griechischen Wein tranken und uns die Zeit vertrieben. Gegen halb 3 fuhren wir mit dem Bus zurück zum Flughafen und verbrachten dort die letzten Stunden vor dem Abflug nach Sámos.

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Um 07:30 Uhr ging es dann endlich los und wir beide waren schon sehr aufgeregt. Wir hatten den anstehenden Urlaub unserer Meinung nach dringend nötig.

SÁMOS
Direkt nach der Landung eine Stunde später, wurden wir von ihrer Mutter am Flughafen abgeholt und fuhren direkt zum Strand, wo wir in das kristallklare Meerwasser springen konnten.

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Nach einem kleinen Mittagsschläfchen ging es weiter zum nächsten Strand, wo ich eine gute Freundin meiner Mitbewohnerin kennen lernte. Wir verbrachten dort den restlichen Tag in der Sonne.

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Als wir anschließend von ihrem Vater abgeholt wurden und nach Hause fuhren, gab es frisch gefischten Fisch zum Abendessen, denn der Vater meiner Mitbewohnerin ist Fischer. Fast jeden Tag gibt es frischen Fisch und dazu leckere griechische Gerichte.
Abends haben wir dann außen mit dem Gartenschlauch geduscht.
Später am Abend fuhren wir mit ihrer Mom nach Pythagoria, wo wir einen anderen Freund trafen und uns ein paar Cocktails am Hafen gönnten.

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SAMIOPOULA
Der nächste Tag begann damit, dass wir mittags in den Süden von Sámos fuhren, wo der Opa meiner Mitbewohnerin wohnte. Dort gab es keinen Empfang und das Leben ist sehr einfach und ländlich. Das Haus erreichte man nur mit einem Geländewagen, da die „Straße“ unbefestigt und mit einem normalen PKW quasi nicht erreichbar war. Außerdem musste man zum Beispiel beim Spülen einen Wassereimer nehmen und den in der Toilette auskippen.
Zoi brachte mich zu einem schönen Strand 10 Gehminuten von dem Zuhause ihres Opas weg, wo wir ein paar Stunden in der Sonne lagen und die Wellen genossen. Auf Sámos gibt es kaum Sandstrände, was es ein bisschen ungemütlicher macht, sich hinzulegen.

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Am Donnerstag brachte uns Zois Dad früh am morgen mit einem kleinen Fischerboot nach Samiopoula, einer ganz kleinen Insel im Süden von Sámos. Während er weiterfuhr, um fischen zu gehen, lagen Zoi und ich – wer errät es? – wieder ein paar Stunden am Strand. Diesmal war es ein unglaublich schöner Sandstrand, das Wasser war im seichten Teil türkis und wurde tiefblau umso tiefer das Meer wurde. Wir lagen dort 4 Stunden auf der faulen Haut und gingen ab und zu schnorcheln und schwimmen, bis wir um 14 Uhr wieder von Zois Dad abgeholt und zurück zum Haus auf Sámos gebracht wurden.

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Wir waren danach so von der Sonne verbrannt, das wir den restlichen Tag nur noch im Schatten saßen und uns so wenig wie möglich bewegten. Gegen Mittag am nächsten Tag fuhren wir mit dem Geländewagen wieder zurück nach Chora. Nachdem wir uns den restlichen Tag zuhause ausgeruht haben, gingen Zoi und ich ab 24 Uhr auf eine Beach Party am Maredeus Beach und tanzten dort mit Freunden bis um halb 6.

CHORA & SÁMOS STADT
Samstag schliefen wir aus und verbrachten dann 4 h am Strand Verano. Wir lagen dort mit Adriana auf Liegen und sonnten uns. Abends ging es dann nach Samos Stadt, der Hauptstadt der Insel, und feierten die White Night dort. Zusammen mit vielen Freunden von Zoi und Arigeri (Zois bestem Freund) liefen wir durch die gefüllten Straßen und gingen dann noch bis halb 4 in die Clubs der Stadt.

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Nachdem wir zwei Tage hintereinander feiern waren, brauchte ich dringen eine kurze Pause. Wir ruhten uns also wieder am Strand Verano in der Sonne aus und gingen dann abends mit Zoi, Marita und den Eltern von Zois Ex-Freund essen. Britt ist Deutsche und Sandy ist Niederländer, die beide auf Samos wohnen. Zwei Stunden saßen wir in dem Restaurant an der Küste und quatschten über alles mögliche.

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SÀMOS STADT
Montags fuhren wir dann gleich morgens um 9 mit Zois Mutter nach Samos Stadt, bummelten durch die schönen Gassen, setzten uns an den Hafen für einen Kaffee und aßen auch was zu Mittag. Anschließend fuhren wir nach Potokari zum Strand. Es war ein komplett weißer Kiesstrand im Gegensatz zum türkisen Wasser und gegenüber befand sich direkt die Türkei. Auch hier lagen wir faul in der Sonne und genossen den Urlaub. Das Wasser hier ist wirklich wunderschön und mit dem starken Wind, der seit zwei Tagen über die Insel fegt, kann man die Hitze auch gut aushalten. Auch an diesem Abend hatte Zoi wieder einen Platz zum Feiern gefunden, da in dem Nachbarstädtchen ein Straßenfest stattfindet. Allerdings bin ich immer noch nicht fit genug, um bis 4 Uhr morgens feiern zu gehen, da ich nicht anders heim kommen würde, als mit Zoi. Deshalb blieb ich mit ihrer Mutter zuhause, schauten Fernsehen und laßen ein Buch.

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KOKKARI
Dienstag verbrachten wir den größten Teil des Tages im Haus, bis wir um 17 Uhr in den nördlichen Teil der Insel nach Kokkari fuhren. Dort liefen wir durch die hübschen Gässchen und schauten uns die Läden an. Wir liefen den Strand entlang und bestaunten die Kraft der Wellen, die da herandonnerten, ganz anders, als ich es bis jetzt auf Sámos gesehen habe!Anschließend setzten wir uns an die Küste in ein Café und genossen die Aussicht.

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Abends waren wir eingeladen, mit Freunden von Zoi und ihrer Mom zu Essen, weil deren Sohn Namenstag hat (der wird in Griechenland mehr gefeiert, als z.B der Geburtstag). Wir bestellten frischen Fisch und Tintenfisch, denn das Lokal war bekannt dafür. Während sich alle auf griechisch unterhielten, ab und zu mal einen englischen Satz mit mir austauschten, versuchte ich weitesgehend still zu sein und mich anderweitig zu beschäftigen. Es war ein interessanter Tag mit vielen neuen Eindrücken.

IREON
Mittwoch fuhren wir mittags nach Ireon an den Strand. In diesem Ort ist Zoi eigentlich aufgewachsen. Sie lebte zwar in Hora, aber all ihre Freunde in Ireon. Wir gingen also in ein Lokal, in dem man auf Terassen Liegestühle hoch überm Meer nutzen konnte, gingen kurz schwimmen und lagen sonst bis 19 Uhr auf der faulen Haut.

Gegen 8 liefen wir an die Promenade und aßen etwas, dann trafen wir Marita und Britt und tranken ein Bier mit ihnen. Anschließend ging es auf das Ireon Musik Festival.

Ich bekam ein Bändchen und wir betraten das Festivalgelände. Eine griechische Rap-Band trat gerade auf und es klang überraschenderweise sehr gut, auch wenn ich kein Wort verstand. Sandy, Britts Mann, holte eine Runde Bier und wir lauschten der Musik. Kurz vor Ende des Band-Auftritts, trafen wir Freunde von Zoi, die schon in Samos Stadt auf der White Night dabei waren und ich ging mit ihnen zurück zur Promenade, weil sie etwas essen wollten. Es dauerte ungefähr eine halbe Stunde und als wir zurück kamen, war Marita bereits auf dem Weg zum Auto, da mussten Zoi und ich leider mit, da wir ja noch heim kommen mussten. Damit war der schöne Tag dann auch beendet. Ich packte noch meinen Koffer und ging danach ins Bett.

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PYTHAGORION
Der letzte Tag brach an. Um halb 10 fuhr Marita uns nach Pythagorion, mein Koffer war im Kofferraum und mein Rucksack gepackt daneben. Hier setzte sie uns ab, damit wir noch die Zeit genießen konnten, bevor ich nach Hause fliege. Bis halb 1 schlenderten wir durch die Straßen, setzten uns an den Hafen, wo ich das Buch zu Ende laß und liefen vor an die Spitze der Landzunge, die ins Meer hineinragte. Dort setzten wir uns hin, als wir plötzlich ein Wackeln bemerkten. Die Erde bebte! Nach einigen Sekunden war es wieder vorbei.

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Zois Mom holte uns wie vereinbart um 12:30 ab und fuhr mich zum Flughafen, wo wir uns alle verabschiedeten und in den beschwerlichen Weg durch den Security Check antrat.

Hiermit endet meine Erkundung einer kleinen griechischen Insel nahe der Türkei. Es hat mir hier sehr gut gefallen und ich muss mich vor allem bei Zois Eltern, Marita und Sanassi, für die Gastfreundschaft bedanken. Ich habe Sámos nicht wie ein Tourist, sondern auf die Weise der Heimischen erlebt.

Die nächste Reise folgt sobald ☺️

Lanzarote

Hier bin ich wieder!

Dieses Mal nur ein kleiner Post, da es ja nur eine kleine Reise war 🙂

Ich fuhr am 05. September mit meinem Freund Andy nach Berlin Schönefeld, um von da nach Lanzarote zu fliegen. Die Insel gehört zu den Kanarischen Inseln und liegt also auf der Höhe von Marocco im Atlantischen Ozean. Wir kamen um 17 Uhr 30 in Arrecife, der Hauptstadt von Lanzarote an und holten direkt unseren Mietwagen ab. Wir bekamen einen Renault Clio, ziemlich neu sogar und der sollte unser Zuhause für die nächsten 4 Nächte darstellen. Da es schon relativ spät am Tag war und wir total müde von der langen Reise waren, suchten wir nur einen Supermarkt auf, damit wir etwas zu essen hatten und fuhren dann direkt zu einem Parkplatz, den wir als unseren Schlafplatz auserkoren hatten. Wir richteten das Auto so her, dass man habwegs bequem darin schlafen konnte und liefen noch mal zum Strand runter. Allerdings war es so windig und wir beide waren wirklich wirklich müde, also blieben wir nicht lange und schliefen auch relativ früh ein.

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Das ist Lanzarote mit der kleinen Insel La Graciosa im Norden

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Die Fahrt vom Flughafen zum Schlafplatz an der Costa Teguise

Der zweite Tag auf Lanzarote sah so aus:

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die halbe Stunde Fahrt verteilten wir auf den ganzen Tag mit einigen Zwischenstopps

Wir fuhren am Vormittag bei bewölktem Himmel los und hielten kurz außerhalb der Stadt an einem Parkplatz direkt an der steinigen Ostküste für ein paar Fotos an und genossen das Schlagen der Wellen gegen die Felsen. Obwohl es bewölkt war und kaum Sonne durch die Wolkendecke kam war das Wasser blau!

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Der erste richtige Halt war dann der „Jardín de Cactus“, ein kleiner Kakteengarten, der aber trotzdem sehr schön war. Die Besitzer hatten sich richtig Mühe gegeben die verschiedenen Kakteenarten zu importieren und anschließend in einem kesselförmigen Garten zu züchten. Wir setzten uns dort in das kleine Café mit Blick auf den Garten und tranken einen Lumumba (heißer Kakao mit einem kleinen, bzw hier, großen Schuss Rum). Dann setzten wir unseren kleinen Spaziergang durch den Garten fort

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und als wir fertig waren fuhren wir weiter nach Arrieta, einem kleinen Städtchen an der Ostküste, um dort zu Mittag zu essen und ein bisschen herumzuschauen. Wir fanden ein gutes Bistro, aßen frischen Fisch und die typischen spanischen Tapas. Anschließend liefen wir die Küste entlang und fanden dann eine wunderschöne kleine Bucht mit einem rot-weißen Haus daneben. Das Wasser war so klar, aber gleichzeitig so blau, dass es unwirklich erschien, man hätte wahrscheinlich jedes Sandkorn erkennen können, hätte man sich die Mühe gemacht! Jedenfalls war das Wasser ziemlich kalt und weiter, als bis zum Knie hab ich mich dann spontan doch nicht reingetraut 😀
Also weiter mim Auto an der Küste entlang und die Aussicht genießen.

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Als nächster Stopp befand sich „Cuevas de los verdes“ auf der Liste, ein 8 km langes Höhlensystem, dass bei früheren Vulkanausbrüchen von der Lava geschaffen wurde. Dieses System war riesengroß und das erste Mal konnte man sich halbwegs vorstellen mit wie viel Masse und Kraft sich die heiße Vulkanmasse ein Weg durch die Erdkruste gebahnt hatte. Wir bekamen eine Führung und am Ende durften wir uns vorsichtig an ein tiefes Loch heranwagen, keine Bilder oder sonstiges Licht war erlaubt, wir sollten einfach nur den riesigen Höhlengang betrachten. Und mehr werde ich jetzt auch nicht dazu sagen, das Geheimnis muss bewahrt werden 😉 vielleicht kannst du dir das selbst eines Tages anschauen und dann wäre es nicht halb so erstaunlich.

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Gleich auf der anderen Seite der Cuevas de los verdes befand sich die „Jameos del Agua“ eine Lagune in einer riesigen Höhle und daneben eine großes Haus mit einem Museum über Vulkanismus. Die Lagune ist deswegen so besonders, weil sie nicht nur natürlich ist, sondern auch, weil in ihr hunderttausende von klitzekleinen weißen Krebsen leben. Es sieht ein bisschen so aus, als würde man in den Sternenhimmel gucken. Tiefblaues Wasser und darin weiße Punkte, und man entdeckt ständig mehr.

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Nachdem wir uns an diesen 2 Orten den Nachmittag vertrieben hatten, machten wir uns auf den Weg nach Orzola, um das letzte Stück der heutigen Etappe hinter uns bringen.
In Orzola angekommen, suchten wir uns ein Restaurant und fanden dann nach etwas Suchen endlich jemanden, der uns noch etwas zu Essen machen wollte. Wir fuhren anschließend an einen Strand etwas abseits von dem kleinen Fischerdorf und schlugen da unser Nachtlager auf. Mit Decken setzten wir uns noch an den Strand, schauten den Sternenhimmel an und tranken unseren Sangria.

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Am dritten Tag wurden wir dann morgens von einem sehr schönen Sonnenaufgang mit Blick aufs Meer geweckt.

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Wir mussten uns etwas beeilen, weil wir die erste Fähre nach „La Graciosa“ erwischen wollten, der kleinen Insel im Norden von Lanzarote. 20 Minuten wilde Fahrt auf der Fähre später erreichten wir den kleinen Hafenort in einer Bucht, der genau so aussah, wie ich mir die kleinen Dörfer in Marokko oder so vorstellen würde, und machten uns dann auch gleich auf den Weg. Wir wollten ein bisschen wandern und Ziel war ein angeblich wunderschöner Strand auf der anderen Seite der Insel. Obwohl Andy noch einen verletzten Fuß hatten, kamen wir ganz gut auf der Sand- und Schotterstraße gen Norden voran. Ständig fuhren Geländewägen mit halsbrecherischem Tempo an uns vorbei, die Touristen die Insel zeigten. Wir erreichten den Strand nie, weil wir zu früh links abbogen und sowieso ein bisschen unter Zeitdruck standen, weil wir die letzte Fähre zurück nach Lanzarote vor der Mittagspause, der Siesta, erwischen wollten. Ansonsten hätten wir den ganzen Nachmittag auf der kleinen Insel verbringen müssen und wären ein ganzes Stück hinterhergehangen was unser Tagesziel betraf, denn wir wollten es noch ganz in den Süden schaffen, bevor es dunkel wurde.
Wir kamen zum Glück gerade rechtzeitig zurück, um die letzte Fähre für den Vormittag zu erreichen und waren auch eine halbe Stunde später heil wieder auf dem Festland, bzw wieder der Insel, wenn man genau sein möchte.

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Die Strecke sieht viel aus, aber wenn man auf die berechnete Zeit schaut, sind es nur noch 2,5 h und wir verteilten das auf einen ganzen Tag und liesen uns ganz viel Zeit mit allem

Gleich ging es weiter zum „Mirador del Rio“ dem Punkt mit dem besten Ausblick über Lanzarote und La Graciosa. Und der Reiseatlas hatte wirklich nicht zu viel versprochen, es war einfach atemberaubend. Das Meer war tiefblau aber strahlte gleichzeitig und unter uns lag die Insel, auf der wir vor einer guten Stunde noch wandern waren. Wir sahen die Vulkane um uns herum und weiter Richtung Süden die schönen weißen Strände, an denen wir später auch halten wollten. Ich bin mir ziemlich sicher, das war einer der magischsten Orte, die ich gesehen habe.

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Wir rissen uns nach vielen vielen Fotos jedoch los und fuhren weiter gen Süden durch Teguise durch, einer Stadt, in der früher der Adel lebte. Etwas außerhalb befand sich auf einem Berg eine Burgruine namens „Castello de San José“ und überblickte die Stadt. Hier blieben wir allerdings nicht lang, sondern machten uns auch gleich auf zum Nationalpark im Süden mit nur einem kurzen Zwischenstopp noch bei der „Ermita de las nieves“, der Schneejungfrau, eine weiße Kirche hoch oben in der Berg-/Vulkanlandschaft Lanzarotes.

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Als wir dann im Nationalpark ankamen, wollten wir noch mal ein bisschen herumwandern, da die Besonderheit bei diesem Park die weiten unberührten Felder aus erkaltetem Lavagestein waren, die von den letzten schwerwiegenden Ausbrüchen übrigblieben. Es war wirklich ein bisschen wie auf dem Mond zu laufen (ich weiß, ich hab keinen blassen Schimmer, wie es da oben aussieht, aber es könnte so aussehen). Schwarze Felsen so weit das Auge reicht und es nahm kein Ende. Ziel des Wanderweges war eigentlich ein Vulkan, an dessen Kraterrand man dann hätte entlang laufen können, jedoch konnten wir das durch Andys Verletzung nicht machen und liefen einfach nur ein Stück den Weg entlang, um nach 30 min wieder umzudrehen. Hatte sich allerdings gelohnt, es war wirklich ein außergewöhnlicher Anblick!

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Zum Abschluss der Tagesetappe erreichten wir dann gegen Abend endlich die südlichste Stadt, nämlich Playa Blanca. Wir suchten uns ein schönes Restaurant an der Promenade und bestellten uns jeweils leckere Tapas und eine große Paella mit Sangria. Während wir aßen ging langsam die Sonne unter, jedoch waren wir zu weit südlich und die Berge im Weg, als dass wir wirklich einen Sonnenuntergang mitbekommen konnten. Das Essen war bombastisch und auch die Kellner waren klasse, sie lieferten scheinbar zufällig eine ziemliche Show ab, während sie Bestellungen aufnahmen und servierten. Satt und zufrieden fuhren wir dann zum nahegelegenen Leuchtturm und richteten unser Auto für die letzte Nacht her.

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Der Sonnenuntergang von unserer Seite aus, trotzdem sehr schön, fanden wir

Am vierten und fünften Tag:

Morgens erwartete uns dann wieder ein wunderschöner Sonnenaufgang, direkt hinter den Bergen. Wir packten also alles zusammen und verließen die Stadt für die letzte Etappe der Reise.

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Das ist die Etappe am letzten Tag vor unserem Rückflug zurück zum Flughafen, wo wir am Mittwoch starteten

Es ging zuerst runter in die Spitze zu den Papagayo Stränden, riesigen Surferstränden mit weißem Sand und blauem kristallklarem Wasser. Nachdem wir eine halbe Stunde super langsam über Schotterpisten gefahren waren, erreichten wir den Strand endlich und es lohnte sich. Wir stiegen aus und verbrachten eine gute halbe Stunde an dem einen Strand, bevor wir uns noch die anderen anschauten und die waren fast noch schöner. Der Letzte, den wir sahen, war eine Bucht zwischen hohen Felsklippen und es sah einfach toll aus!
Wir wären liebend gern noch da geblieben und hätten die Sonne genossen, aber wir mussten weiter…

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Über Yaiza ging es weiter, hier ein Stopp, weil an diesem Tag ein Stadtfest dort stattfinden sollte, jedoch erst abends, wie wir feststellten und als wir mittags dort ankamen, waren nur die jahrmarktähnlichen Stände und Buden zu sehen, die noch nicht offen hatten. Schade eigentlich, wäre bestimmt toll geworden!
Es ging dann also gleich weiter nach Puerto del Carmen, einem sehr touristischen Örtchen an der Ostküste gleich unterhalb Arrecifes. Hier aßen wir zu mittag und fanden anschließend eine mini Lagune direkt an der Stadt Promenade. Noch ein bisschen ins Wasser zur Abkühlung und schon waren wir wieder auf dem Weg zurück zum Flughafen in Arrecife. Schade eigentlich, es waren wirklich sehr schöne 4 Tage!

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Wir gaben das Auto um 18 Uhr ab und begaben uns dann in den Flughafen, wo in 13h unser Flieger starten würde. Wir suchten uns später eine Sitzreihe und ich schlief ein bisschen, allerdings wurden wir um halb 2 rausgeschmissen, weil der Flughafen für 3 h schloss. Vielleicht erinnerst du dich noch, in Neuseeland in Wellington auf dem Weg nach Australien hatte ich die Nacht im Flughafen verbracht und wir durften alle drin bleiben, während für ein paar Stunden geschlossen wurde. Jedenfalls wurden wir dann auf eine Parkbank direkt vor dem Eingang verwiesen, wo wir zu zweit auf 30 cm Breite versuchten, ein bisschen Schlaf zu finden. Irgendwann wachte ich auf, weil ich fast runtergefallen wäre, sehr erholsam war es jedenfalls nicht. Um halb 5 durften wir dann wieder in den Flughafen und dösten noch etwas, bis wir zu unserem Gate mussten. Damit war unsere kleine Reise zu Ende und es hat mir total gefallen. Diese Insel war wirklich super schön und hat ein paar tolle Plätze auf Lager, die es sich auf jeden Fall lohnt anzuschauen.

Ich sag Tschüss, bis zum nächsten Mal, die nächste Reise lässt hoffentlich und bestimmt nicht lange auf sich warten!

Tamara

 

Lettland

Am Dienstag, den 13.03.18 machte ich mich mit Eric um 5 Uhr morgens auf zum Mittweidaer Bahnhof, um mit dem Zug nach Berlin zum Flughafen Schönefeld zu fahren.
Nach gerade mal 1 Std Zugfahrt mussten wir umsteigen und feststellen, dass der Anschlusszug wegen „technischer Schwierigkeiten“ ausfiel. Wir warteten also anderthalb Stunden auf den nächsten Zug, der uns zum Flughafen bringen konnte und bangten um die knappe Ankunftszeit. Um 9.40 Uhr waren wir jedoch endlich da und wurden von einem Kommilitonen empfangen. Nach einer kurzen Essenspause ging es auch schon durch den Sicherheitscheck – wo ich auf Drogen untersucht wurde, erfolglos natürlich – und um 11.30 Uhr saßen wir dann auch schon im Flieger nach Riga. 1,5 h später landeten wir nach einem ereignislosen und ruhigen Flug und machten uns mit unserem Gepäck auf den Weg zu Anna – der 19-jährigen Studentin, die uns für die folgenden 8 Tage bei sich aufnehmen würde, ohne, dass wir etwas zahlen mussten. Was natürlich super gut für unser „low-Budget“ war 😀
Den ersten Tag verbrachten wir dann eigentlich nur in dem Zimmer, wo wir untergebracht waren, müde von der Reise.

Unbenannt

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Zu allererst ein paar Fakten:

  • Lettland hat 1,96 Mio Einwohner, also sogar weniger als unsere Landeshauptstadt Berlin!
  • Riga hat 800,000 Einwohner, der Rest ist also irgendwo in Lettland verteilt
  • Riga ist die Hauptstadt von Lettland und die größte der drei baltischen Länder Estland, Litauen und Lettland
  • liegt am sogenannten Rigaer Meeresbusen, eine große Bucht der Ostsee
  • im März herrschen noch relativ kalte Temperaturen, meist unter 0 °C
  • der größte Nationalpark ist der Gauja National Park nordöstlich von Riga
  • Lettland hat übrigens seit 2014 auch den Euro, da viele (eingeschlossen mir) davon aus gingen, dass sie „Lettische Kronen“ oder so etwas in der Art hätten
  • durch Riga fließt der Fluss Düna

Mittwoch machten wir uns dann auf eine Erkundungstour in Rigas schöne Altstadt. Ohne große Ziele liefen wir durch die Gassen und betrachteten hier und dort ein paar schöne Gebäude. Abends fuhren wir mit Anna und ihrer Freundin in eine Bar und probierten uns dort durch allerhand lettische Biersorten – die gar nicht mal so schlecht schmecken! Und wir hätten es nicht anders erwarten können – wir waren umgeben von Deutschen.

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Donnerstag nahmen wir um 10 Uhr den Bus nach Cesis, einer Kleinstadt im Gauja National Park und besichtigten dort eine alte Burg(-ruine). Für 2,50 konnten wir eine große und sehr gut erhaltene Burg erkunden, sogar Türme hinaufsteigen und uns alles ganz genau ansehen. Danach ging es noch in das Museum daneben, welches uns einige Informationen auf Lettisch brachte (also zugegebenermaßen nicht so viele – weil Lettisch verstehen wir dann doch noch nicht so gut 😉 ) Nach 5 h, die wir in der Stadt verbracht hatten, machten wir uns wieder auf den Heimweg und kamen todmüde wieder in Annas Wohnung an.

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Freitag mittag bewegten wir uns wieder zu Rigas Altstadt, um dieses Mal einer Route aus unserem Reiseführer zu folgen. In den 3 Stunden, die wir dafür brauchten, liefen wir durch sehr viele super schöne Gassen und Straßen, die wir zuvor noch nicht entdeckt hatten. Wir befanden uns in einem Teil der Altstadt, in der wir noch nicht gewesen waren. Auch die Aussicht vom Kirchturm der Petrikirche war der Wahnsinn. Ein toller 360° Blick erwartete uns, als wir aus dem Fahrstuhl stiegen, der uns auf den 2ten Ring im Turm brachte (von 3 Ringen). Aus 71m Höhe betrachteten wir Riga und staunten, wie groß die Stadt doch war, vor allem, weil alles sehr viel kleiner wirkt, wenn man nur hindurchläuft.

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Samstag fuhren wir um 12 Uhr mit einem sehr alten Zug nach Jurmala, bzw einer dazugehörigen kleinen Strandstadt namens Majori. Und ja, richtig gehört, wir fuhren an den Strand! Bei -4 °C und starkem Wind spazierten wir an der mit Eis und Schnee bedeckten Ostseeküste entlang (bei der andauernden Kälte gefroren die Wellen, sobald sie den Strand berührten) und durch die schöne Fußgängerzone der Stadt. Bevor wir dann mit dem Zug wieder zurück fuhren, spazierten wir noch ein wenig AUF dem Fluss daneben umher, der komplett und mit einer dicken Eisschicht bedeckt war.

Unbenannt
Weg nach Majori

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Sonntag morgen gegen 8 Uhr verließen wir die Wohnung und machten uns wieder mit dem Bus auf den Weg in den Gauja Nationalpark, wo wir am Donnerstag schonmal waren, nur, dass wir diesmal nicht nach Cesis, sondern nach Sigulda fuhren. Von dort führten einige verschiedene Wanderwege durch den Nationalpark. Zwischen halb 12 und halb 5 liefen wir auf allen möglichen Wanderrouten entlang, schlitterten über die vereisten Waldwege, erklommen unendlich lange und steile Treppen und genossen die Umgebung. Am Ende dieses Tages hingen wir nach etwa 20 zurückgelegten Kilometern erschöpft und mit schmerzenden Beinen/Füßen in den Bussitzen auf dem Weg zurück nach Riga.

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Mittwoch machten wir uns gegen 11 Uhr auf den Weg zum Flughafen, um zurück nach Berlin zu fliegen. 13 Uhr ging es dann los und 1,5 h später landeten wir in Schönefeld, von wo aus wir den nächsten Zug nahmen und nach Mittweida zurück fuhren. 5h dauerte die Zugfahrt und 4x mussten wir umsteigen, aber letztendlich erreichten auch wir unser Ziel.

Damit wäre der Abstecher in einen Teil des Baltikums abgeschlossen.
Es hat viel Spaß gemacht und war sehr schön zu sehen, v.a der Strand und der Nationalpark. Das Ganze wäre zwar um einiges erträglicher im Sommer gewesen, auch, weil Riga zu der Zeit sehr florieren soll, aber als wir spontan den Flug buchten, hatten wir vorher nicht das Wetter abgecheckt..
War auf jeden Fall eine tolle Erfahrung und die nächste Reise lässt bestimmt nicht lange auf sich warten 🙂

Eure Tamara

London

Weiter geht’s auf einen kleinen Spontantrip nach London! Ich hatte mit 3 Freunden aus der Uni die Idee, übers Wochenende einen kleinen Trip zu machen. E. und N. waren schon mal in London, wodurch nur P. und ich nicht wussten, was auf uns zukommt – außer ein teurer Urlaub.
Mit RyanAir flogen wir für 25€ am Freitag abend vom Flughafen Leipzig/Halle los und erreichten den Airport London Stansted gegen 22.30 Ortszeit (London liegt zeitlich eine Stunde hinter uns).
Wir hatten noch 1,5 h U-Bahn vor uns, deswegen machten wir uns gleich nach der Ankunft auf den Weg in unser Apartment im südlichen London. Wir brachten schnell unser Gepäck dort hin und machten uns daran, die Umgebung zu erkunden, so wie etwas zum Essen zu finden – wir waren am Verhungern!

Samstag Morgen standen wir um 8 auf, frühstückten in Ruhe und fuhren dann mit einem der berühmten roten Doppeldecker – Busse zur County Hall, nah am London Eye. Dort sollte unsere Toury – Tour beginnen.

Wir verbrachten den ganzen Tag damit, durch London zu laufen, auf den verschiedenen Brücken (zB Millennium Bridge) die Aussicht auf die Skyline zu genießen und natürlich Unmengen an Fotos zu schießen. Trotz der Kälte liefen wir unbeirrt durch Londons Straßen, machten hier und dort Halt und setzten uns schließlich in ein Restaurant auf der nördlichen Seite der Themse, nachdem wir über die Tower Bridge gelaufen waren.

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Dort wärmten wir uns auf, aßen etwas und ruhten uns ein wenig aus. Beendet wurde der Tag mit etwas Bummeln durch das Herz Londons, der Oxford Street und dem Piccadilly Circus, einer sehr sehr sehr belebten Zone mit Markenläden, vielen Shops und Straßenkünstlern. Wir kehrten am Ende noch in einen Pub ein, tranken ein, zwei, drei Guinness und fuhren dann zurück ins Apartment. Damit wäre der erste Abschnitt schon geschafft, es lag aber noch viel vor uns.

Sonntag schliefen wir aus und machten uns dann entspannt auf in Richtung Innenstadt, um die Liste der Dinge, die wir sehen wollten, weiter abzuarbeiten. Bei strahlendem Sonnenschein fingen wir dort an, wo wir aufgehört hatten – in der Nähe vom Tower of London, bahnten uns einen Weg zur St. Paul’s Cathedral, wo wir einen Zwischenstopp in einem Süßigkeiten Laden namens Hardy’s machten, und liefen weiter gen Westen. Wir erkundeten Trafalgar Square, National Gallery und viele weitere architektonisch großartige Gebäude, die auf unserem Weg lagen. Weiter ging es über Covent Garden durch den St. James Park (wobei es zu der Zeit schon wieder dunkel war) zum Buckingham Palace. Dort angekommen machten wir ein paar Fotos, suchten nach den Guards der Königsfamilie und machten uns dann schließlich wegen der extremen Kälte auf den Weg zurück ins Apartment. Allerdings hatten wir, als wir an Westminster Abbey und dem berühmten Big Ben (der doofer Weise gerade nur als Gerüst wegen Bauarbeiten zu erkennen war) nicht mit der unglaublichen Aussicht auf die nächtliche Skyline gerechnet. Wir verbrachten also weitere 45 min auf der Westminster Brücke, machten Bilder von der Skyline, vom London Eye, von uns wie wir mit Licht versuchten „LONDON“ vor der Skyline zu schreiben und um ehrlich zu sein – ich konnte danach nicht mal mehr mein Handy richtig halten, weil ich meine Finger nicht mehr spürte.
Endlich waren wir auch damit fertig und während N. und E. noch in einen Pub gingen, fuhr ich mit P. nach Hause, holten uns Pizza bei Domino’s und machten uns einen gemütlichen TV-Abend auf der Couch, bis die anderen beiden wieder kamen.

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Da Montag der letzte Tag war, standen wir schon um 7 auf, räumten die Wohnung auf und checkten aus. Anschließend liefen wir bis 14.30 Uhr mit dem Koffer durch London, um die letzten paar Anlaufstellen abzuarbeiten. Als erstes Stand die Parade vor dem Buckingham Palace auf dem Plan, bei der jeden Tag um 11.30 Uhr die Guards Schichtwechsel haben. Es war ein richtiges Spektakel und alles sehr abgesichert. Wir durften auch mit unseren Koffern und Rucksäcken nicht in die Nähe des Palastes, da die Gefahr eines Anschlages anscheinend zu hoch war. Weil wir danach unglaublichen Hunger hatten und uns sehr sehr sehr sehr kalt war nach dem ganzen Herumstehen, liefen wir am Wellington Arch vorbei zum Hard Rock Café und aßen da einen meega leckeren und meega teuren Burger.

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Zum Abschluss machten wir uns auf den Weg zum Marble Arch und wanderten dann durch den Hyde Park, der wirklich heftig riesig ist, größer als ich erwartet hatte.

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Marble Arch

Als wir in der U-Bahn zum Flughafen saßen, fiel uns auf, dass wir noch gar nicht bei King’s Cross, dem Bahnhof aus Harry Potter mit dem Gleis 9 3/4 waren – und wer ist denn bitte in London, ohne den weltbekannten Bahnhof zu begutachten? Naja, wir jedenfalls nicht 😉

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Endlich waren wir am Flughafen angekommen, mit schmerzenden Füßen von den 3 Tagen durch London rennen und hängenden Schultern, aber es hatte sich gelohnt. Wir hatten 3 tolle Tage in Englands Hauptstadt verbracht und dabei sogar unser Budget eingehalten 😀
Die letzten Stunden bevor wir daheim waren, vergingen wie im Flug (das ist witzig, weil wir geflogen sind) und gegen 12 Uhr nachts waren wir dann endlich alle in unseren Betten.

Zusammenfassend kann man sagen:
So tolles Wetter erfährt glaube ich niemand in England (vor allem im Winter), denn wir hatten Samstag und Sonntag Sonne, Montag zwar bewölkten Himmel aber ohne Regen und ich bin darüber super glücklich, denn das hätte vieles erschwert.