NewZealand in a nutshell

meine Bucketlist (To-Do-List): das Schief-Geschriebene hab ich nicht geschafft

  • Skydive (Abel Tasman National Park, 24.05.2017)
  • Bungee Jump (Queenstown, 02.06.2017)
  • Tattoo (Nelson, 20.05.2017)
  • Kayaking (Abel Tasman National Park, 24.05.2017)
  • Whale Watching (Kaikoura, 29.06.2017)
  • Hitchhiken (per Anhalter) (das erste Mal in Whangarei, 31.10.2016)
  • 3-Tages Wanderung (Lake Waikaremoana, Februar 2017)
  • Kiwis in freier Wildbahn sehen (Stewart Island, 10.06.2017)
  • Sterne gucken (bester Spot: Mount Cook oder Cape Farewell)
  • Südpolarlichter
  • Surfen (Raglan, 12.10.2016)
  • Neujahrskuss 😀

 

typisch neuseeländisch:

  • Fahren auf der linken Straßenseite, Lenkrad rechts, Scheibenwischer links, Blinker rechts (falls jemand mal aus Versehen beim Blinken die Scheibenwischer anmacht *hust*)
  • gelassener Lebensstil und schlechte Arbeitsmoral
  • teurer Lebensunterhalt (v.a in Auckland und Queenstown)
  • wöchentliche Zahlungen (Gehalt, Miete, etc)
  • schlechte Straßen (v.a in Epizentren wie Christchurch und Kaikoura)
  • Erdbeben und Vulkanismus
  • kein Sprudelwasser, außer man gibt ein Vermögen im Supermarkt aus
  • Chlor im Leitungswasser (in Großstädten, meist in großen Hostelketten)
  • extrem wechselhaftes Wetter
  • höchstens 2 Verbindungsstraßen zwischen 2 Städten
  • teilweise kein mobiles Netz vorhanden (besonders auf der Südinsel)
  • Gastfreundlichkeit wo man hinschaut
  • hitchhiken (per Anhalter fahren) sehr leicht
  • Schafe
    (können auch mal einen kleinen Stau verursachen, wenn die Bauern ihre Schafe auf eine andere Weide über die Straße treiben)
  • steile, kurvige Straßen
  • One Lane Bridges (Einbahnbrücken)
  • hohe Steuern auf Alkohol und Tabak
  • Bergpässe
  • weite Hügelfelder
  • extrem viele Nationalparks und Wald
  • 3 Kiwis: der Mensch, der flugunfähige Vogel, die Kiwifrucht
  • Maori (Ureinwohner Neuseelands, oft als 2te Sprache in der Schule zu lernen), respektiert und verbreitet, allerdings sind der Großteil der Maoris obdachlos oder arm, Kultur wird großflächig nur noch für touristische Zwecke praktiziert
  • steht unter der englischen Krone (repräsentativ), hat eine eigene Regierung für Maori
  • Jagen und Fischen großes Hobby und auch zum Lebensunterhalt
  • keine eingeborenen Säugetiere, außer eine Fledermausart, alle anderen sind nach Neuseeland gebracht worden
  • 10 Great Walks (mind 3 Tage lange Wanderungen)
  • ein schrilles Geräusch, wenn die Ampel auf grün schaltet
  • Autos gelten nicht als Status Symbole, eigentlich gilt gar nichts als Status Symbol
  • Auto-Marken sind größtenteils Toyota, Nissan, Holden, Mitsubishi, Mazda, Honda oder Hyundai
  • englischer Dialekt: in Worten wie „ten“ = zehn wird das e richtig schön gedehnt und sauber als „e“ gesprochen, das „r“ wird nicht gesprochen, ganz im Gegensatz zu Amerikanern, die jeden einzelnen Buchstaben sprechen
  • typische Satzmerkmale: Cheers (=Danke, Tschüss, Prost, Bitte, etc), eh/ay/hey am Ende von Fragen (Stimme geht nach oben) oder von Ausrufen, mate/bro/cuz als Anrede für jedermann
  • Neuseeland ist im Großen und Ganzen eine riesige Farm
  • Marmite vs Vegemite (das allerekligste Zeug, das ihr jemals in euerm Leben probiert, wobei ich, sollte ich jemals wieder wählen müssen, mich für Marmite entscheiden. Ist ein Streichbelag für Cracker, Brot und Toast, extrem salzig und bitter und im Falle Vegemites auch noch ein seltsamer ekelhafter Nachgeschmack. Die Kiwis und Aussies stehen drauf)
  • keine gescheiten Brötchen geschweige denn gescheites Brot (Schwarzbrot usw)
  • beliebteste und bekannteste Eissorte: Hokey Pokey, Vanilleeis mit kleinen Caramell-Kügelchen darin
  • Nationalgetränk: L&P, steht für Lemon & Paeroa, ist Zitronenlimonade, was es nur in NZ gibt und auf Grund seines Erfolgs damals von dem neidischen Coca Cola aufgekauft wurde, um es klein zu halten.
  • Possums als echte Plage, kleine hässliche Tierchen mit einem fiesen räuberischen Gesicht, wurden für die Fellindustrie eingeführt, sind aber ohne natürliche Fressfeinde außer Kontrolle geraten (ca 90 Mio Exemplare) -> rotten die süßen Kiwi-Vögel aus
  • Nationalsport: Rugby, die All Blacks als weltweit beste Nationalmannschaft, bestehend aus Maori, ich selbst finde Rugby total sinnlos und hab mir nicht mal die Mühe gemacht, die Regeln zu lernen, auch wenn ich unglaublich gern ein Spiel gesehen hätte, einfach weil die Atmosphäre der absolute Wahnsinn sein soll (vor jedem Spiel wird nicht nur die Hymne gesungen, sondern ein Haka gemacht, der typisch Maori Kriegs Tanz)
  • „Mekka für Adrenalin-Junkeys“ – Skydive, BungeeJump, WhiteWaterRafting, Paragliding, Surfen in den höchsten Wellen
  • viele kleine Hippiedörfer (Takaka und Raglan sind die 2 bekanntesten)
  • Weihnachten im Bikini am Strand, trotzdem verbindet jeder es mit Schnee (so läuft Amerikanisierung 😉 )
  • Silberfarn als inoffizielles Nationalsymbol
  • keine Atomkraftwerke
  • Häuser wie aus Styropor, keine Isolierung, was v.a im Winter sehr unangenehm werden kann
  • Steckdosen müssen erst mit einem Knopf darüber angeschalten werden, hat schon so mancher Unwissender eine Steckdose für kaputt erklärt
  • in jeder Bibliothek gibt es freies WLan! Und auch sonst findet man in jeder größeren Stadt einen WLan-Hotspot, den man frei verwenden kann, auch wenn teilweise eine MB – bzw Stunden – Begrenzung vorliegt
  • um Raser zu warnen, kann man schon mal auf Ortsschildern Folgendes lesen: kein Doktor, kein Krankenhaus, ein Friedhof
  • sonstige in Neuseeland auffindbare Schilder: Vorsicht Pinguinge, Kiwis, Seeroben, Schafe/Kühe
  • Asiaten sind das Ganze Jahr über 24/7 in Neuseeland zu finden, egal wohin man geht oder um welche unnatürliche Uhrzeit man ein schönes Bild eines touristischen Ortes machen möchte, sie sind überall. Ansonsten findet man in den Sommermonaten zwischen September und März zu etwa 80% aller Backpacker Deutsche und Holländer, danach vermehrt Engländer und Amerikaner
  • Kiwis (die Menschen) sind an sich extrem faul, meist ungenau mit der Zeit und interessieren sich nicht die Bohne, aber es gibt wohl kaum ein freundlicheres, hilfsbereiteres und gastfreundlicheres Volk, als die Neuseeländer
  • Türen und Autos werden selten abgeschlossen, außer natürlich in Großstädten oder an sich in bisschen größeren Städten, von denen es ja zugegebenermaßen wenig gibt
  • Neuseeland hat 1 Mio mehr menschen als Berlin und 100.000 m² weniger Fläche als Deutschland, 3/4 der Bewohner sind in und um Auckland herum versammelt
  • Rotorua als Zentrum geothermischer Aktivitäten (Geysire, Schlammblubberbäder) und der Maori-Kultur
  • in Gisborne, an der Ostküste der Nordinsel, kann man jeden Tag den ersten Sonnenaufgang der Welt sehen, abgesehen von den Samoa Inseln, aber das ist inoffiziell

Was ich vermisst habe:

  • gescheites normales Brot
  • gutes Bier (auch wenn das in Neuseeland trinkbar ist)
  • normale Wurst (etwas, was die Kiwis echt noch lernen müssen)
  • billigen Alkohol und billiges Essen
  • meinen Hund
  • einen ganz normalen geregelten Alltag, hier war absolut alles spontan (nicht negativ)
  • meine Privatsphäre und ein sauberes Bad/eine saubere Küche, mit intakten Küchengeräten und scharfen Messern

Meine Lieblingsorte:

  • Top 5 Nordinsel
    • Coromandel Peninsula
    • Napier
    • Cape Reinga
    • Tongariro Alpine Crossing
    • East Cape
  • Top 5 Südinsel
    • Queenstown
    • Dunedin
    • Abel Tasman
    • Mount Cook
    • Wanaka
  • Top 1 Städte Neuseeland: QUEENSTOWN
  • Top 1 Strände Neuseeland: COROMANDEL PENINSULA

Wer sich das inofizielle National – Lied Neuseelands anhören will, hier ist der Link:

Diesen Song kennt eigentlich jeder hier und er ist absoluter Kult, ich liebe ihn auch 😉

Hier noch ein kleines Video von Neuseeland, gefilmt mit einer Drone:

 

Danke an all die Menschen, die ich auf meiner langen Reise kennen lernen durfte, mir mein Leben in Neuseeland (und in Australien) um so Vieles erleichtert haben und mit denen ich den Spaß meines Lebens hatte! Mein Buch, dass ich mitgenommen habe,ist gefüllt mit Erinnerungen und Bildern meiner Freunde, die sich auch hoffentlich lange halten werden!

Hannes, Matze (Schule) – Selina (Frankfurt) – Anne (Bielefeld) – Julia (Berlin) – David (Netherlands)  – Eliza (USA) – Ayleen, Ronny (Thüringen) – Luca, Sven (Frankfurt) – Tom, Ben, Chris (Australien, Brisbane) – Peter, Danny (UK) – Vici, Paula, Chiara (Ulm) – Lilly (Schule) – Nathan, Charlie (Gisborne) – Gesine (Rostock) – Rochelle (Wairoa) – Ali (Schule) – Giles (UK) – Anton (München) – Niklas, Jonas, Lukas (Bremen) – Darleen (Bamberg) Julia (Landshut)Pablo (Wellington) – Lukas (Regensburg) – Thomas (Schwäbische Alb) – Josi (Herten) – Jojo (Bonn) – Moritz (Dortmund) – Ben (Lübeck) – Phillip (Hameln) – Nicholas (Hamburg) – Will (Kanada) – Hannah, Liam (UK) – Jesse, Alex (California, Sanome) – Josh (Picton) – Ben (Berlin) – Franzi (Thüringen) – Wes (Kanada) – Chris (UK) – Steven (Kanada) – Sam (Christchurch)

Achja, und danke auch an meine Eltern, die mir Neuseeland v.a finanziell ermöglicht haben, aber auch dazu beigetragen haben, dass ich überhaupt hier üben ankommen konnte 🙂

The End

8 h dauerte die Busfahrt von Christchurch nach Picton. Durch die letzten Erdbeben können die normalen Straßen um Christchurch und Kaikoura herum noch nicht wirklich verwendet werden, was eine 2,5 h Fahrt schnell ums 3-fache verlängern kann.

CH - PCN

Am 04.07 machte ich bei strahlendem Sonnenschein, wie ich es von Marlborough gewohnt war, einen kleinen Spaziergang zur Bob’s Bay.

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Am 05.07 feierte ich erstmal über Videochat mit Sandra und ihrer ganzen Partygesellschaft in ihren 18ten rein – ALLES GUTE ZUM GEBURTSTAG SÜßE! – und dann setzte ich mit der Interislander Fähre auf die Nordinsel nach Wellington über. Bei knallblauen Himmel konnte ich einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten, da wir am frühen Nachmittag abgelegt hatten und die Sonne immer noch um ca 17 Uhr untergeht.

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Nach Ankunft im Hostel traf ich mich mit Ben, der schon einen Tag zuvor nach Wellington gefahren war, in einem asiatischen Fastfood-Restaurant zum Abendessen und konnte dabei auch einen ganz guten Blick auf einen Teil Wellingtons bei Nacht erhahschen:

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Mein nächster und auch letzter Stopp ist New Plymouth. Dorthin fuhr ich am 06.07 etwa 7 h im Intercity Bus und hakte damit den letzten Ort Neuseelands ab, an dem ich noch nicht war – Mount Taranaki. Der etwa 2700m hohe Vulkan hat eine perfekte Kegelform und ist daher ein sehr beliebter Foto-Ort.
WLG - NPYTaranaki
Direkt nach der Ankunft sah es nicht so aus, als würden  wir es am folgenden Tag zum Berg schaffen, der immerhin noch eine halbe Stunde Autofahrt von New Plymouth entfernt liegt. Da der Shuttle 35$ pro Person kostete, konnten wir uns das abschminken und mussten nach einer anderen Lösung schauen. Wir entschlossen uns also es mit Hitchhiken zu versuchen und schafften es auch bis nach Egmont Village, von wo aus eine ziemlich lange einsame Straße zu dem Parkplatz führte, wo wir hinwollten. Allerdings war dieser Weg auch wirklich genauso einsam wie er aussah und deshalb machten wir uns auf den Weg zurück, wobei  wir spontan an die Küste liefen und da einen kleinen Spaziergang machten, bevor wir zurück ins Hostel gingen.

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Den Berg haben wir leider nicht zu Gesicht bekommen, was das ganze Unternehmen nach New Plymouth zu kommen ein wenig unnötig gemacht hat, aber immerhin haben wir die untere Hälfte sehen können – die Spitze war von Wolken verdeckt, die noch zu tief hingen.

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das ist theoretisch Mount Taranaki

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Meine letzten 5 Tage verbrachte ich in Auckland bei einem Couchsurfer, dessen Wohnung direkt im CBD (dem Stadtzentrum) liegt. Er heißt Raphael und er und sein Mitbewohner Josh sind beide super nett. Nach einem sehr langen stressigen Tag, den ich 12h im Bus nach Auckland verbrachte, war ich endlich in ihrem Apartment und konnte mich ausruhen. Damit hatte ich die letzte Fahrt in Neuseeland hinter mir und konnte mich so langsam aber sicher auf daheim vorbereiten… Vielleicht bin ich auch langsam schon so weit, nach Hause zu kommen.

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auch wenn hier 8,5 h angezeigt werden, ich saß ungelogen 12 h im Bus…

Jedenfalls verbrachte ich meine Zeit damit, Souvenirs zusammen zu suchen und meine letzten Dollars auszugeben, während ich feststellen musste, dass Auckland doch nicht mehr ganz so schlimm zu sein scheint, wie bei meinem ersten Besuch. Liegt zum Großteil sicher daran, dass ich mittlerweile weiß, was mich hier erwartet, welche Hektik hier herrscht und wie wenig Neuseeland man hier finden kann. Zugegebenermaßen, Auckland wäre sicherlich ein toller Ort zum Leben, wenn man eine Arbeit und ein kleines schönes Häuschen in einem der süßen Vororte besitzt oder auch eine kleine Wohnung am Hafen. Für ein Backpacker oder einfachen Reisenden ist es allerdings die Hölle auf Erden.

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Während ich in Aucklands Flughafen sitze, höre ich meine Neuseeland – Musik – Playlist in Dauerschleife. Jedes einzelne Lied hat eine bestimmte Erinnerung dabei, dich ich, wo ich auf meinem Weg zurück nach Hause bin, alle wieder aufrufe. Die vergangenen 9 Monate waren das absolut Beste in meinem ganzen Leben (welches zugegebenermaßen noch nicht lang ist) und ich wollte, es hört nie auf. Ich weiß nicht, was zuhause auf mich zukommen wird, 9 Monate sind eine lange, lange Zeit und ich hab mich stark verändert, auch wenn ich nicht genau sagen kann, inwiefern. Ich hab viel gelernt in meiner Zeit hier drüben und ich bereue keine Sekunde davon. Trotzdem wird es wohl langsam Zeit nach Hause zu kommen und mein Leben in die Hand zu nehmen, auch wenn ich Millionen mal lieber einfach einen Flug nach Australien gebucht hätte und dort 1 Jahr Work & Travel verbracht hätte, einfach so mein neues schönes Leben dort weiterzumachen. Deshalb warte ich jetzt hier im Flughafen, von wo aus mein Flieger mich in 27 Stunden endlich nach Hause bringen wird, sodass ich mich auf mein nächstes Abenteuer vorbereiten kann – Das hier war jedenfalls nicht das Letzte.

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Canterbury

So schön die Zeit in Queenstown auch war, ich musste mich langsam auf den Weg zurück nach Auckland machen. Also über Mount Cook (den höchsten Berg Neuseelands), Lake Tekapo auf nach Christchurch, der drittgrößten Stadt in NZ. Der Bus zum Mount Cook Village fuhr um 8.30 Uhr von Queenstown aus los – nach einer letzten langen Partynacht – und die Fahrt war superschön. Wir bahnten uns den Weg durch Bergpässe und vorbei an schneebedeckten Flächen. Mittlerweile erreichte die Temperatur schon 4 Grad am Tag! Fast Sommer eigentlich… Jedenfalls kamen wir nachmittags am Hostel an, in dem Dorf, das weder einen Supermarkt noch sonst irgendwas hatte, und Josi und ich gingen sofort ins Bett.

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Nach 4 h Schlafnachholung aßen wir, schauten Fernseh und gingen wieder zurück ins Bett. Was an dem Hostel nicht so cool war: Sie investierten eher in Flachbildschirm und Badewanne, als in WLan und gescheite Matratzen, weil man nach ein paar Minuten durchlag und auf dem Bettgestell aufsetzte. Den nächsten Morgen starteten wir mit dem Hooker Valley Walk, der sich über Hängebrücken durch Täler bis zum Mount Cook schlängelt. Ziel ist an dem kleinen See vor dem Berg, der sogar Eisberge hatte! Ich muss also gar nicht bis in die Antarktis, um Eisberge zu finden. Vielleicht waren da ja sogar Eisbären 😉

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Trotz der warmen Wintersonne wurde es eisig kalt, als die Schatten länger wurden, weil die Luft in Neuseeland einfach keine Wärme speichert. Also liefen wir zurück zum Hostel, fertig und mit schmerzenden Körpern, aßen zu Abend und gingen dann auch gleich ins Bett. Am dritten Tag verbrachten wir den Tag im Hostel, begrüßten die nächsten Stray-Leute (unter denen auch Ben, Franzi und Wes waren), fuhren mit ihnen zu einem anderen kleinen Walk, der zum Tasman Glacier führte und auch eigentlich ziemlich schön war.

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Und 3x dürft ihr raten – es ging wieder ins Bett. Hab ziemlich viel geschlafen in der Zeit da 😉
Die Landschaft um den Mount Cook ist wunderschön, weite Ebenen umgeben von schneebedecktem Gebirge. Weiter ging unser Weg zum Lake Tekapo, eine kurze 1,5 stündige Busfahrt.

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Wir wurden zu unserem Hostel gebracht, wo wir die nächsten 3 Nächte mit Ben in einem 6er Zimmer bleiben. Da leider die nächsten paar Tage schlechtes Wetter gemeldet war, konnten wir nicht extrem viel unternehmen und machten uns einfach schöne Tage im Hostel – unter anderem mit fetten Monopoly Partien, die überraschender Weise echt Spaß machten!
Am Freitag lief ich mit Ben und seiner Kamera auf Mount John hoch, machten ein paar Aufnahmen, in denen ich Fotomodel laufen durfte und besuchten auf dem Rückweg die Church of the good shepherd. Ein altes Steingebäude, das eines der meistfotografierten Gebäude Neuseelands ist, v.a mit dem besten Sternenhimmel darüber. Der nächste Stopp ist dann Christchurch für 8 Nächte und dann ist es auch schon fast vorbei.

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Christchurch: (24.06 – 02.07)

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Als wir abends am Stray Hostel in Christchurch ankamen, warteten wir 2 h auf Sam, der noch Ski Fahren war, und für die nächsten Tage unser Couchsurfer Gastgeber ist. Er ist 24 Jahre alt, hat Immobilien Wirtschaft studiert und arbeitet jetzt in Christchurch. Wir bekamen ein kleines Zimmer mit einem Bett und einer Ausziehmatratze und durften uns wie zu Hause fühlen. Sein Mitbewohner ist ziemlich schüchtern und redet nicht viel, nett ist er aber trotzdem. Die Stadt ist die drittgrößte (nach Einwohnern) Neuseelands, was nicht unbedingt heißt, dass sie groß ist, aber in dem Fall ist sie es sogar.  Christchurch ist bekannt für seine häufigen und starken Erdbeben, wodurch die Stadt seit Jahren im Wiederaufbau feststeckt und in dem letzten zerstörerischen Erdbeben 2011 wurde auch der Dom zerstört. Überall sind die Straßen beschädigt und die Stadt ist „gefüllt“ mit Lücken bzw Baugerüsten und halbverfallenen Häusern. Am Abend der ersten Tages gingen wir abends mit Sam gleich mal zu ein paar Freunden, die ne kleine Homeparty schmissen. Dort trafen wir seine Freundin und ein paar andere, mit denen wir uns auf Anhieb verstanden. Dementsprechend lang wurde wir am nächsten Morgen natürlich auch geschlafen. Das heißt, wir hatten zum Mittagessen unser Frühstück. Kurz darauf holten wir mit Sam Ben am Hostel ab und fuhren nach Sumner, einer kleinen Stadt an der Küste, kletterten einen kleinen Höhlenfelsen hoch,

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das war die Aussicht

genossen zitternd die kalte frische Seeluft, liefen einen Wanderweg in den Hügeln an der Küste entlang und fuhren anschließend zu den Überresten der Bunker aus dem 2ten Weltkrieg, die wir ein wenig erkundeten – nachdem wir durch ein Loch im Stacheldrahtzaun geklettert waren. War teilweise echt gruselig, unten in den alten Gängen der Bunker herumzulaufen, wo auch die Taschenlampe nicht weiter als 10 m leuchtete.

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Auf dem Rückweg hielten wir noch an einem Aussichtspunkt an, von dem man Christchurch überblicken konnte. Da es schon dunkel wurde und am Horizont die Sonne in den schönsten Farben unterging, war es wunderschön, sich das anzusehen.

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Danach trafen wir uns kurze Zeit später noch mit Ben zum Abendessen in einem asiatischen Restaurant, bevor wir wieder nach Hause liefen.

Nachdem wir beide am nächsten Tag gegen 12 bereit waren, uns aus dem Haus zu bewegen, trafen wir uns mit Ben in der Nähe des Botanischen Gartens und schauten uns die Art Gallery an – jede Menge gruselige Sachen wurden darin ausgestellt. Außerdem verlor ich ganz knapp eine Partie Schach gegen ihn, fast hätte ich gewonnen!! Auf dem Weg zurück setzten wir uns in eine Essens-Mall, aßen zu Mittag und redeten. Außerdem buchte ich mit Ben einen Bus von Wellington zum Mount Taranaki, weil wir uns entschieden hatten, statt mit Stray über den Tongariro National Park zu fahren, einen Intercity zu dem letzten von mir noch nicht besuchten Ort auf der Nordinsel zu nehmen und danach direkt nach Auckland hoch zu fahren.

Nach den ersten 4 Nächten in Christchurch, machten wir einen Ausflug nach Kaikoura, zum Einen ist es das Epizentrum des letzten sehr starken Erdbebens im November ’16, welches ich sogar auf der Nordinsel gespürt habe, und zum anderen die Walsichtungs-Hauptstadt NZs.

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Hierher kommen jedes Jahr Millionen von Menschen, um Bootstouren oder Flüge zu machen, bei denen man meistens Wale und oft auch Delfine sehen kann, und man kommt auch nach Kaikoura, um mit Delfinen zu schwimmen, was mir zu dieser Jahreszeit etwas zu eisig ist… Wir nahmen den Intercity durchs Inland, da die Küstenstraße wegen der letzten Erdbeben nur teilweise für den öffentlichen Verkehr zugänglich ist. Nach 3,5 h kurviger Busfahrt, kamen wir endlich in Kaikoura an, nahmen unsere Sachen und liefen zu unserem Hostel. Dort angekommen, war niemand in der Rezeption und auch sonst kam keiner, der uns einchecken konnte. Allerdings öffnete sich nach ca 20 min die Haustür und wir durften ins Wohnzimmer, wo wir bereits alles benutzen durften, nur auf unser Zimmer mussten wir noch warten. Das Hostel ist total süß und kuschelig eingerichtet und ohne eine Runde Monopoly konnten wir auch nicht hier wohnen. Zum Abendessen gab es Tacos mit Chilli drauf und Käse überbacken, während wir einen traurigen und einen Horror-Film anschauten.
Den nächsten Morgen wurden wir von einem Shuttle abgeholt, da wir heute Wale sehen wollten. Dazu buchten wir einen 30 min Flug mit einem kleinen Propeller-Flugzeug. Als wir ankamen, erwartete uns der bestaussehendste Pilot auf der ganzen großen weiten Welt! Wir stiegen also gern in das Flugzeug mit ihm und hoben ab. Weit über dem Meer, das in der Sonne in den verschiedensten Blautönen funkelte, sahen wir unter uns eine riesige Ansammlung von Dusky Dolphins, welche man nur in NZ und an der Südspitze Australiens vorfindet. Sie sprangen durchs Wasser, während wir sprachlos obendrüber flogen und dem atemberaubenden Schauspiel zuschauten. Nach ein paar Drehungen über den Delfinen, machten wir uns auf den Weg, Wale zu suchen. Kurz darauf wurden wir auch schon fündig: Ein etwa 20m langer Pottwal ruhte gerade an der Wasseroberfläche, um sich bereit für den nächsten langen Tiefseetauchgang zu machen, in dem er Sauerstoff ins Blut aufnahm. Deshalb verharren sie 5 – 7 min regungslos an der Wasseroberfläche, was sie zu perfekten Kameraobjekten macht. Von oben sahen wir das ganze Ausmaß des riesen Tieres und zum Schluss konnten wir noch beobachten, wie es abtauchte. Dazu wird die Schwanzflosse erst senkrecht Richtung Meeresboden ausgerichtet, bevor sich der Köper nach unten bewegt und die riesige Flosse schlussendlich durch die Wasseroberfläche bricht und das typische bekannte Bild eines Wales entsteht. 4 Wale konnten wir insgesamt sichten und der Flug war sein ganzes Geld wert. Nebenbei gesagt, auch ohne Wale wäre der Flug super gewesen – ich sag nur „der Pilot“ 😉 Damit wäre dann auch schon unsere Kaikoura – Mission erfüllt, wodurch wir beruhigt wieder zurück nach Christchurch fahren können.

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Die letzten Tage in Christchurch habe ich gaaanz viel mit Josi gemacht, quasi noch mehr als die letzten 1,5 Monate schon, und das ist eigentlich gar nicht möglich. Der Grund dafür: Sie wird in Christchurch bleiben und hoffentlich ganz bald einen Job finden, während ich mich am 02. Juli auf den Weg zurück nach Auckland mache. Es war eine super schöne obercoole Zeit mit ihr, die ich nie vergessen werde und die ganz entgegen meiner „ich bin allein, ich kann machen was ich will“ Einstellung gezeigt hat, dass man auch zu zweit sau viel Spaß beim Reisen haben kann, wenns nur die richtige Person ist. Danke für die tollen 1,5 Monate als mein Travelbuddy und die vorherigen 2 Monate in Blenheim als Roommate, Josi!! Ich wünsch dir noch ganz viel Glück hier und arbeite nicht zu hart 😉 Wir sehen uns in Deutschland!!!

Southland

Invercargill: (11.06 – 13.06)

Die Stadt liegt im Südzipfel der Südinsel, oberhalb vom Bluff (das kleine Städtchen direkt am Hafen). Dort blieb ich mit Josi 2 Nächte, um auf den nächsten Stray Bus zu warten. Wir sahen uns die Stadt an, obwohl es mal wieder schüttete wie aus Eimern, und flüchteten uns ins Museum bzw die Kunstgalerie.

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Ansonsten hier noch ein paar Bilder zum Bluff:

 

Queenstown: (13.06 – 18.06)

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wir machten noch einen kleinen Abstecher nach Queenstown, weil uns die Stadt so super gefällt und wir kaum was unternommen hatten, das letzte Mal als wir hier waren. Zuerst gingen wir abends wieder mit ein paar Freunden feiern und verbrachten den ganzen nächsten Tag am See, auch um unser kleines Abenteuer nach Dunedin zu planen. Viel haben wir also in den 2 Tagen nicht gemacht, allerdings kommen wir nach der Nacht in Dunedin nochmal für 2 Nächte nach Queenstown zurück.
Queenstown ist eine super coole Stadt, in der ich mir auch vorstellen könnte zu leben – im Gegensatz zum Rest Neuseelands. Umgeben von schneebedeckten Bergen und an einem schönen See gelegen, hat die kleine Stadt eine tolle Lage und zu dem einen ziemlich ansprechenden Stil. Viel Charme und trotz der Preise, die einen arm machen werden, ist es sein komplettes Geld wert.

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Den zweiten Teil beschlossen wir, Ben Lomond zu machen. Einer Wanderung in die Berge über Queenstown. Von dort aus hätte man einen atemberaubenden Ausblick über den See, das Gebirge The Remarkables und die umliegenden Ebenen. Gesagt getan, wir begannen den Aufstieg mit einer kurzen Gondelfahrt und stiegen dann den Berg hoch. Klingt alles eigentlich ganz einfach oder? Tja, wars aber nicht. Da wir mittlerweile nicht nur nachts Minusgrade haben, war der komplette Trampelpfad, der sich steil durch die Berge schlängelte gefroren und spiegelglatt, was das ganze Unternehmen ein bisschen erschwert hat. Ich kam eigentlich ganz gut voran, nur Josi war ab und an kurz davor auf die Schnauze zu fliegen und einmal machte sie unfreiweillig ein Spagat… Allerdings rentierte sich alles. Als wir nach 1,5h am Ben Lomond Saddle, nicht dem höchsten Punkt, weil der zu gefroren und verschneit war, ankamen, blieb uns die Luft weg. Und nein, nicht nur durch die andauernde Anstrengung 😉 Die Aussicht war einfach der Hammer und wir hatten auch noch perfektes Wetter!

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Wir aßen zu Mittag auf dem Hügel und machten uns nach einer knappen Stunde im eisigen Wind wieder an den Abstieg. Und wer hätte es gedacht, es war noch viel mehr Spaß, die Rutschpartie in die andere Richtung zu haben! Gleichzeitig hatte es getaut und der zuvor gefrorene und haltgebende Schlamm war nun noch schlimmer, als das Eis. Wir schafften es wie durch ein Wunder heil nach unten und verbrachten ein paar Stunden im Kaffee der Gondelanlage mit Stadt-Land-Gewässer, während wir auf die Dunkelheit warteten, denn wir wollten Queenstown bei Nacht von oben sehen.

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Dunedin: (15.06 – 16.06)

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Da der Stray Bus nicht nach Dunedin fährt, was ziemlich schade ist, haben wir (Josi. Franzi, Wes und ich) beschlossen, ein Auto zu mieten und für eine Nacht nach Dunedin zu fahren und alles dort anzuschauen, was geht und nicht zu viel kostet. Also trampten Josi und ich morgens um 9 zum Flughafen von Queenstown und holten das Auto ab. Dann fuhren wir zu Wes‘ und Franzis Hostel, um auch die 2 einzusammeln. 3,5 h dauert die Fahrt nach Dunedin, wenn man Zwischenstopps und Ähnliches unbeachtet lässt. Das Auto, das wir bekamen, war manuell, was sehr viel gewöhnungsbedürftiger ist, als Automatik-Getriebe. Da ich schon einmal manuell in Neuseeland gefahren war, fuhr ich als erste. War trotzdem ziemlich anstrengend zu fahren, weil die Kupplung total ausgeleiert war und man sie quasi komplett kommen lassen musste, bevor man Gas geben konnte ohne den Motor aufheulen zu lassen. Zwischendrin versuchten wir dann einen unerwartet steilen Hang hoch zufahren, der auch noch loses Geröll als Oberfläche hatte, wodurch die Reifen keinen Halt mehr fanden und ich rückwärts den kompletten Weg wieder runterfahren musste – aufregende Zeiten 😀 Ein kleiner Zwischenstopp in einem Ort namens Roxborough zum Mittagessen, bevor es schließlich bis nach Dunedin ging. Wir fuhren gleich weiter zur Larnach Castle einem, für neuseeländische Verhältnisse, sehr alten Gebäude, und liefen in dem großen schönen Garten herum mit einer wahnsinns Aussicht auf die Otago Peninsula Bay.

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Allerdings zogen bald Wolken auf und – wie wirs mittlerweile von Neuseeland gewohnt waren – wechselte das Wetter schlagartig von blauem Himmel und Sonnenschein zu heftigem Sturm. Eigentlich wollten wir noch Pinguine und Delfine anschauen gehen, aber das hatte sich dann damit erledigt. Wir fuhren also zurück ins Zentrum Dunedins, setzten Franzi und Wes am Hostel ab und machten uns zu zweit auf den Weg zu Careys Bay, einem Hafen etwa 20 min von Dunedins Mitte entfernt, denn dort wartete Josis und mein Couchsurfer Dez mit seinem kleinen Boot auf uns. Wir liefen den langen Steg an etlichen Booten entlang und standen schließlich auf dem Schiff, wo wir die Nacht schlafen würden. Dez hatte uns Abendessen gemacht und danach fuhren wir noch einmal zurück nach Dunedin, eigentlich um ins Kino zu gehen. Wir entschieden uns allerdings um und liefen durch die Stadt, die mich im Übrigen extrem an Erlangen erinnert. Zufällig ist das auch eine Studentenstadt und obwohl sie nicht so alt sind, stehen auch dort überall große Kirchen und eine Kathedrale.

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Letzten Endes waren wir wieder auf dem Boot und gingen schlafen. Morgens wurden wir dann von Pancakes und frischem Kaffee geweckt, was das Ganze einfach perfekt machte! Gestärkt fuhren wir sehr früh in die Stadt, sammelten unsre 2 Freunde ein und machten uns auf eine kleine Toury-Tour durch Dunedin. Als erstes schauten wir uns eine verlassene Burgruine an und dann den alten Bahnhof

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und danach die Baldwin Street, welche die offiziell steilste Straße der Welt ist. Mit 19 Grad bzw 35% Steigung ist es schwer bis unmöglich ohne Anlauf mit dem Auto hochzufahren, was wir ein paar Mal erleben konnten (nicht persönlich 😉 ), und das obwohl es eine normale Wohnsiedlung dort ist.

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Nach dem städtischen Museum fuhr uns Josi zurück nach Queenstown, womit unser kleiner Roadtrip beendet wäre 🙂

Stewart Island

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Sooo nach dem superschönen Milfordsound machten wir uns auf den Weg in den südlichsten Süden Neuseelands.

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Wie jeder weiß, hat Neuseeland 2 Inseln. Die Nord- und die Südinsel. FALSCH! NZ hat 3 Inseln. Die dritte liegt südlich der Südinsel und nennt sich Stewart Island.

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Dort leben ein paar 100 Menschen und auch einer der Great Walks befindet sich dort. Mit der Fähre dauert es etwa 1h, bis man im Hafen von Oban ankommt und diese ist bekannt dafür, jeden noch so seefesten Menschen zum Kotzen zu bringen. Stürmische See, meter hohe Wellen und schon fühlt man sich wie in einer Nussschale statt in einem Schiff. Trotz aller Erwartungen und Vorbereitungen war es nicht so schlimm wie angenommen. Es war zwar schaukelig, aber keinem von uns wurde auch nur annähernd schlecht, nicht mal denen, die eigentlich ziemlich schnell seekrank werden. Angekommen, wurden wir zum Hostel gebracht und gingen nach Sonnenuntergang auch gleich los auf Kiwi Jagd! Und damit mein ich die Vogel-Kiwis, denn Stewart Island ist bekannt für häufige Kiwi-Sichtung. Da sie nachtaktiv sind, muss man bei Dämmerung und mit Rotlichttaschenlampen bewaffnet (dieses Licht sehen die Kiwis nicht) los. Leider hatten wir kein Glück, welche zu Gesicht zu bekommen, wir hörten sie nur immer hinter uns schreien, wenn sie uns auslachten. Am nächsten Morgen ging es dann mit dem Wassertaxi zu Ulva Island, einer kleinen Insel bei Stewart Island, auf der aus unerforschten Gründen, die Kiwis auch tagsüber zu sehen sind. Wir liefen alle Wanderwege in den 3h ab, die wir hatten, liefen an den Stränden entlang, schauten aufmerksam nach den braunen kleinen Vögeln – aber leider immer noch kein Glück.

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Abends wurden wir dann von dem Hostelbesitzer im Auto mitgenommen, der mit uns zusammen nach Kiwis schauen wollte. Und irgendwann war es dann soweit. Im seichten Graben neben dem Auto war ein braunes Federknäuel zu sehen, dass hektisch wegrannte auf den 2 kurzen Beinchen. Wir stiegen aus und folgten ihm bis zu einem Privatgrundstück. Soooo knuffig, flauschig und süß!!!! *-*

Noch einen konnten wir dann ca 15 min später beim Essen zusehen, während sie – ein weiblicher Kiwi – mit dem langen spitzen Schnabel bis zum Anschlag in der nassen Erde herumwühlte auf der Suche nach Larven und Käfern.
Unser kleines Abenteuer endete dann am nächsten Morgen, wo die Überfahrt einhielt, was man uns versprochen hatte. 5m hohe Wellen ließen uns hin und her schaukeln, während wir uns festhielten, wo es ging und versuchten, die Achterbahnfahrt zu genießen.

 

Otago & Fjordland

Wanaka: (30.05 – 02.06)

FJG - WNK
Woran man erkennt, dass ich mit einer Verrückten unterwegs bin: Im Halbschlaf hat Josi mir während der Busfahrt etwas zeigen wollen und wie wild aus dem Fenster gezeigt. Als ich nichts gesehen habe, meinte sie nur, es wäre egal und nicht so wichtig. Am Ende kam raus, sie hatte einen Busch gesehen und dachte es wäre ein Schaf, allerdings war dieser Busch ziemlich groß und als sie dann feststellte, was sie da gefaselt hatte, wars ihr doch ein wenig peinlich 😀
Kurz vor Wanaka hielten wir am Lake Hawea an, umgeben von Bergen, welche total unwirklich aussahen. Wunderschöne Umgebung!

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit, machte ich mich mit Jesper und Josi auf den Weg zum „Wahrzeichen“ Wanakas: Der Lone Tree. Ein knorriger kleiner Baum, der mutterseelenallein mitten im See wächst. Normalerweise ist das Wasser so hoch, dass man nicht hinlaufen kann, doch im Winter ist das Level niedriger als üblich. Klein und traurig steht der Lone Tree im nassen Sand, dahinter die Lichter Wanakas. Der Lone Tree ist das ofiziell am häufigsten fotografierte Objekt Neuseelands. Jeder Besucher versucht DAS perfekte Instagram-Bild zu fotografieren.

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Den letzten Abend in Wanaka gingen wir in die Mint Bar, holten unser Freigetränk, setzten uns zu ein paar Freunden – die uns netter weise auf ein paar mehr Bier einluden – und beendeten die Nacht in der Waterbar. Dort trat ein Duo auf – Gitarre und Geige – die irische Musik spielten und wir tanzten bis zum Umfallen.
Morgens wurden wir vom nächsten Bus abgeholt, der uns nach Queenstown bringen sollte. Hunter, der Busfahrer, ist 20 Jahre alt und sehr cool. Wir stoppten bei der Puzzling World bevor wir aus Wanaka rausfuhren. Dort gab es ein riesiges Außen-Labyrinth, in dem man Aufgaben erledigen musste, 5 Illusionsräume mit optischen Täuschungen und Hirnverdrehern sowie einem kleinen Café, in dem auf allen Tischen alle möglichen Puzzles lagen. Hier ein paar Eindrücke:

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Labyrinth

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fällt man da runter?!

Queenstown: (02.06 – 04.06)

WNK - QT
Bevor wir Queenstown überhaupt erreichten, konnte ich einen weiteren Punkt in meiner „Neuseeland To Do Liste“ abhaken. Bungee Jumping. AJ Hackett ist der ofizielle Gründer des Bungee Jumpings, der überall in der Welt von allen möglichen Gebäuden und Dingen herunterspringt. Er ist vom Eiffelturm gesprungen und wurde dabei verhaftet, genauso wie er in den tiefsten Canyon der Welt gesprungen ist. In Queenstown gibt es dann einige Varianten. Ich hatte mich für die günstigste entschieden, was der Sprung von der Kawarau Brücker über dem Kawarau Fluss ist. Höhe sind „nur“ 43m, aber es ist sozusagen das Original. Der höchste Bungee Jump der Welt ist von der Nevis Brücke mit 137m und 8,5 sek freiem Fall.
Ich machte mich also schwitzend, mit Gänsehaut und pochendem Herzen auf den Weg zur Plattform, während der Rest des Stray Busses am Geländer stand und mir zusah. Mir wurden die Füße zusammengewickelt und ich wurde an den Rand der Plattform geschoben. Ich sollte bis ganz vor an den Rand und ich hatte sowieso schon total Schiss und mit zusammengebundenen Beinen hast du nunmal auch null Balance. Sie zählte von 3 runter und als sie bei 0 ankam sprang ich einfach. Überraschend gut hats geklappt, und das obwohl ich eigentlich nicht mal einen Köpfer ins Wasser schaff – vom Beckenrand. Wer sich wundert, dass ich auf dem Video nicht schrei oder sonst irgendwie meine Angst Schrägstrich Begeisterung zeige: Ich hatte viel zu viel Angst um Schreien zu können 😀 Noch nie in meinem ganzen Leben hatte ich so viel Schiss, nicht mal beim Skydive, der 4km hoch war! Auch noch 2h später schlug mir das Herz bis zum Hals vor Aufregung, als würde ich erst noch springen. Zum Schluss bekam ich ein T-Shirt und meine Fotos – Josi hatte selber ein Video gemacht, da musste ich zum Glück nicht für zahlen – und weiter ging es nach Queenstown.

Wir liefen vom Hostel, das etwas am Rand lag, direkt in die Stadt, weil ein Freund von mir dort wartete. David, der Holländer, den ich vor 6 Monaten das letzte Mal gesehen hatte. Er war damals mit uns in Hahei, Coromandel Peninsula. Wir trafen uns bei Ferg Burger, dem besten Burger der Welt außerhalb Amerikas. Und ja, er war sein Geld definitiv wert. So einen guten Burger hab ich noch nie gegessen! Das war der absolute Wahnsinn – schade, dass ihr das alle nicht probieren könnt…

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Ferg Burger

Danach gingen wir zurück ins Hostel und verabredeten uns für abends feiern gehen, denn Queenstown ist DIE Partystadt Neuseelands. Riesen Nachtleben, Clubs wohin man schaut und die Stadt schläft nie. Ganz im Gegensatz zum Rest NZs. Erst gingen wir in die Loco Bar, trafen uns mit unseren Stray Leuten, tranken die Shots, die Hunter ausgab und machten uns dann zu zweit auf den Weg zu Davids Hostel, wo wir mehr tranken und schließlich mit paar Freunden von ihm die einzelnen Clubs abklapperten. Irgendwann gegen 3 waren wir dann auch im Bett 😀 Samstagmorgen verbrachten wir die Hälfte des Tages wieder in Davids Hostel, weil er um 2pm zum Flughafen fuhr, auf dem Weg zu den Fiji Inseln!

Polaroid SNAP

Abends ging es dann auf das Luma Festival, einem Lichterfest in Queenstown. In den Queensgardens waren verschiedene Lichterprojekte zu sehen, von Frauen in leuchtenden Fee-Kostümen über einen kleinen Waldabschnitt, wo alles, was man in ein Mikrofon sagte, verzerrt wurde und wie ein Horrorfilm klang, bis hin zu einer Discokugel im Wald.

 

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Beendet wurde der Abend mit all unseren alten Stray Freunden von den letzten 2 Bussen, die an dem Abends alle gleichzeitig in Queenstown zusammenkamen. Allerdings wurde der Abends für mich nicht lang, da der Bus am Morgen um 6.30 am weiter nach Te Anau fahren würde.

Te Anau: (04.06 – 08.06)

QT - TAN
Am Morgen des 2ten Tages liefen wir bei wunderschönem Wetter über das kleine Vogelschutzgebiet zum Kontrolltor am See. Wir sahen ein paar echt süße freche grüne papageien-ähnliche Vögel, ne Eule und ein paar bedrohte Vogelarten.

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Danach ging es um den See rum zum Damm, wo wir die Umgebung bestaunten. Im Hintergrund war alles von schneebedeckten Bergen eingerahmt, während der zweitgrößte See Neuseelands strahlend blau in der Nachmittagssonne vor uns lag.

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Dennoch war es extrem kalt, sodass wir bald zurückliefen und uns versuchten im Hostel aufzuwärmen, auch wenn das nicht so gut geklappt hat 😀
Den nächsten Tag begannen wir mit einer längeren Wanderung, diesmal weiter um den See herum. Die Wolkendecke zog sich bald zurück und bis wir an dem versteckten Strand Brod Bay angekommen waren, strahlte die Sonne wieder von einem knallblauen Himmel. Wir saßen 2h in der Sonne im Sand und genossen die Stille. Außer uns war nämlich niemand an dem Ort und wir hatten unsere eigene kleine schöne Welt.

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Auf dem Rückweg begegneten wir einem Mann, der mit seinem Schwein spazieren ging… Ja richtig, seinem Schwein 😀 es konnte sogar Sitz machen und ist am Ende auf Kommando zurück in den Kofferraum zurückgesprungen hahaha

 

Milford Sound: (08.06 – 09.06)

TAN - MLS
Der Milford Sound ist eigentlich kein „Sound“ (= Sund), sondern ein Fjord. Allerdings wussten die Neuseeländer damals noch nicht, was ein Fjord war. Der einzige richtige Sund befindet sich im Norden der Südinsel (Marlborough Sound), den man durchquert, wenn man mit der Fähre zwischen Wellington und Picton fährt. Der Unterschied: Ein Sund ist ein durch Flüsse gebildetes Tal, die spitz zulaufen und hügelige Oberfläche außenherum haben, wohingegen ein Fjord durch Gletscher gebildet wird und eher eine U-Form besitzt. Außerdem sind die Talwände fast senkrecht, was das Ganze ziemlich spektakulär macht. Im Milford Sound gibt es im Jahr vielleicht 5 schöne Tage, wenns hochkommt. Wir hatten – wie auch schon den Rest unserer Reise – extrem viel Glück mit dem Wetter und machten bei strahlendem Sonnenschein eine Bootsfahrt durch den Fjord. Dann noch ein kleiner Spaziergang und schon hatten wir auch diesen Abschnitt hinter uns!

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Westcoast

Westport: 25.05 – 26.05

ATNP - WSP
Am Morgen, nachdem wir den National Park hinter uns gelassen hatten, machten wir einen Stopp beim Cape Foulwind.

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Herbst
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Cape Foulwind
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Stray beobachtet Seelöwen

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Bei super Wetter und wenig Wind, liefen wir den Rundweg entlang und schauten dann noch einer Seelöwen-Kolonie beim Schlafen und Herumrobben zu. Hier habt ihr ein Suchbild:

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Wir liefen kurz durch die Stadt, die aus einer Hauptstraße und einem Wohngebiet bestand und verbrachten den Abend mit den anderen im kuschelig warmen Wohnzimmer.

Punakaiki: 26.05

WSP - GRM
Am nächsten Morgen hielten wir an den bekannten Pancake Rocks, einer sehr interessanten Felsformation. Durch die Witterung an der Westküste entstanden hohe „Steinstapel“, die wie hunderte von aufgetürmten Pancakes aussehen.

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Blowhole

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Panacakes
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2 Delfine
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3 Delfine
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Pancakes

Anschließend setzten wir uns noch in das nahe Café und aßen – 3x dürft ihr raten – Pancakes! 🙂

Greymouth: 26.05 – 28.05
Hier war für uns 2 leider die Zeit mit unserer coolen Stray-Truppe schon vorbei, da das kein normaler Übernachtungsort ist, sondern wir „off-hoppen“. Greymouth ist eine langweilige kleine alte Goldgräberstadt, die rein gar nichts zu bieten hat – außer dem bislang coolsten und schönsten Hostel, das ich kenne (neben dem in Rotorua). Sauber und afrikanisch dekoriert, schöne Küche, mit Messern, die endlich mal scharf sind und alles mit viel Liebe hergerichtet wurde. Die nächsten 2 Nächte, die wir hier verbrachten, schauten wir den ganzen Tag nur Netflix, also nichts Spannendes, eine kleine Auszeit sozusagen 🙂

Franz Josef Glacier: 28.05 – 30.05

GRM - FJG
Nachdem wir uns dann am Sonntag kaputt geschleppt hatten, weil wir vom Hostel bis zum Stray-Abholort eine halbe Std laufen mussten, saßen wir in einem kleinen Bus mit 10 Leuten plus uns und dem Fahrer. Ein kurzer Halt am Lake Mahinapua, einem wunderschönen ruhigen Spiegelsee umgeben von Bergen

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und weiter gings zum Franz Josef Gletscher. Dort wurden wir im Hostel begrüßt und dann begaben wir uns in den Whirlpool. Um 7.30 pm fing dann das Pizza – Fest an! All you can eat Pizza für 1,5 h, wobei Josi und ich uns durch 4 Pizzen durchfutterten. Montag um 9 standen wir dann auf und machten uns für eine kleine Wanderung fertig, die uns so nah es ohne Führung geht an den Gletscher heranführen sollte. Über uns flogen Helikopter durch die Lüfte, für alle die den Helihike machten – 20 min im Hubschrauber über den Gletscher und danach 3 h auf dem Eis wandern inkl Ausrüstung. Wir liefen zu einem Aussichtspunkt und dann zum Ende des Wanderweges, 1,5h hin und zurück. Der Anblick war atemberaubend, auch wenn der Gletscher sich extrem zurückgezogen hat seit den letzten Jahren.

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im Hintergrund der Gletscher

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Wasserfälle überall

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Dazu gab es eine kleine Übersichtstafel am Anfang des Weges. In 7 Jahren hatte er sich vom Fuß des Berges bis zum oberen Drittel verdünnisiert. Vor 100 Jahren hätte man an der Stelle, wo wir liefen, meterhohes Eis vorgefunden.

Auf dem Rückweg zum Hostel liefen wir noch an einem übrig gebliebenen Gletschersee vorbei.

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Nelson & Abel Tasman National Park

Die letzten Tage in Picton bzw Blenheim waren traurig. Nach 2 Monaten, in denen ich die tollsten Menschen kennen gelernt hab, einen Job hatte und mir quasi ein 2tes Leben hier aufgebaut hatte, ging meine Reise weiter. Ich hatte eine schöne Verabschiedung auf Arbeit am Donnerstag (18.05) und dann ging es am Samstag (20.05) auch schon nach Nelson.

PCN - NLS

Unser Abenteuer fing auch gleich sehr gewagt an. Um 14 Uhr am Samstag hatte ich einen Termin im Tattoo Studio „The Last Port Company“ in Nelson, um mir einen Silverfern, das Nationalsymbol Neuseelands, auf mein rechtes Handgelenk tätowieren zu lassen. Die Maori-Bedeutung ist Folgende: „You will always find your way back home“, übersetzt „Du wirst immer nach Hause zurück finden“. Nach einer halben Stunde, in der ich Josis Hand ein bisschen quetschen durfte, war es fertig. Mein erstes Tattoo *-*

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Am nächsten Morgen machten wir uns mit Dennis, einem Deutschen, und Annina, einer Schweizerin, auf den Weg zum „Centre of New Zealand“. Das ist, wie der Name schon sagt, der Mittelpunkt der neuseeländischen Landmasse, der geografische Mittelpunkt ist allerdings irgendwo im Meer zwischen der Nord- und Südinsel. Nach einem steilen Weg bis nach oben, wo wir bereuten, kein Wasser mitgenommen zu haben, bot sich uns eine wunderschöne Aussicht auf das Meer zur einen Seite und die Voralpen auf der anderen. Dazu ein strahlend blauer Himmel und unter uns die kleine Hafenstadt Nelson.

(die Bilder die hier eigentlich hin sollten, sind nur auf meiner Festplatte gespeichert, welche kaputt gegangen ist…)

Auf dem Rückweg liefen wir durch die „Queens Gardens“, einem schönen kleinen Park und nach einem kurzen Abstecher in die städtische Kunstgalerie, gingen wir zurück ins Hostel.

Den folgenden Tag in Nelson besichtigten wir die Christ Church Cathedral im Stadtzentrum.

Unser Abenteuer beginnt erst richtig am 23.05, als ich das erste Mal seit 3 Monaten wieder in den Stray Bus einsteige und wir uns auf den Weg in den Abel Tasman National Park machen.

NLS - ATNP

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Mit sehr schönem Wetter und trotzdem schon winterlichen Temperaturen kamen wir abends an. Der Abel Tasman National Park liegt an der Nordküste der Südinsel Neuseelands und besitzt mit seinen langen goldenen Sandstränden die schönsten Strände NZs. Das kann ich auch nur bestätigen. Sooo, das erste was auf dem Plan stand: Kayak fahren im Meer. Wir bekamen eine kurze Einführung mit allem Drum und Dran, was für das Überleben wichtig war und los ging es. Gegen 10 saßen wir alle in unseren 2er Teams in den gelben Kayaks und machten uns Freihand auf den Weg durch den Abel Tasman – auf nach Adele Island!

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Josi beim Paddeln

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Nach ca. 1 h stoppten wir in einer schönen Bucht auf Adele Island und aßen unseren Lunch, danach ging es wieder in die Kayaks und einmal um die Insel rum. Auf dem Weg konnten wir Seelöwen auf den Felsen beobachten, die auch ganz nah an unsere Boote herangeschwommen kamen.

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Anschließend machten wir uns wieder auf den Rückweg, weil Josi und mir eine riesige nervenaufreibende Aufgabe bevorstand: Um 15 Uhr sprangen wir aus 13,000 ft (4 km) Höhe aus einem Propellerflugzeug und landeten sicher mit unseren Profi-Begleitern wieder auf dem Skydiving Flugplatz in Motueka. Leider gibt es keine Videos oder Bilder während dem freien Fall, der übrigens 60 sec andauerte, oder dem 5minütigen Fallschirm-Abstieg, da das pro Person noch einmal $219 mehr gekostet hätte (Grund: eine extra Person muss mit rausspringen). Ihr müsst mir das also so glauben 😉
Zu Beginn wurden wir ausgerüstet, bekamen Handschuhe, Mütze und Brille.

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einmal hässlich
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und einmal hübsch

Dann wurden wir in das kleine Flugzeug geladen, wo wir, während es sich in die Höhe schraubte, schon an unsere Fallschirmspringer befestigt wurden. Die ganze Zeit über konnten wir bereits die Aussicht genießen, die sich uns erbot. Blauer Himmel soweit das Auge reichte und unter uns Berge und der Abel Tasman National Park. Mit viel Glück kann man teilweise sogar die Nordinsel sehen, doch diese war zu dem Zeitpunkt mit Wolken verdeckt. Josi sprang als erstes, wobei das der gruseligste Teil ist. Während man an dem Fallschirmspringer befestigt ist und er sich im Flugzeug festhält, hängt man selbst aus dem Flugzeug raus und schwebt quasi in der Luft. Dann zählt er bis 3 und losgehts. Kein Sprung, sondern man fällt einfach aus dem Flugzeug raus. Nach ein paar unkontrollierten Drehungen und Spiralen sind wir ausbalanciert und es fühlt sich an wie Fliegen. Mit 200km/h rasen wir auf die Erde zu und dadurch baut sich ein derartiger Luftdruck unter einem aus, dass man gar nicht merkt, dass man fällt. Ab jetzt kann man sich auf die Aussicht einlassen und alles genau anschauen. 60 Sekunden später wird der Fallschirm geöffnet und man schwebt weitere 5 Minuten hinunter. Zwischendrin wird ein bisschen „Karussel gefahren“ und Kreise gedreht und schlussendlich hatte ich wieder festen Boden unter meinen Füßen. Das war bis jetzt das atemberaubendste und schönste Erlebnis das ich je hatte! Und ich werde es hoffentlich bald wieder machen, nur wahrscheinlich nicht mehr in Neuseeland 🙂
Den  letzten Abend verbrachten wir mit unseren Stray Leuten beim Gitarre spielen und gemeinsam um den Kamin sitzen, bis ich und Josi, müde vom anstrengenden und aufregenden Tag, früh ins Bett gingen.

Die 4t letzte Etappe meiner Reise wäre damit geschafft 🙂 Jetzt gehts los an die stürmische Westküste!

Tamara

Arbeit in Blenheim, Marlborough #3

Seit dem letzten Mal haben wir einen Harry Potter Marathon gemacht, der am Osterwochenende lief – 20 h Harry Potter alle Filme! *-* War sehr cool, auch wenn wir danach alle voll hyperaktiv waren 😀 Jedenfalls haben wir an Ostersonntag alle zusammen ein großes Osteressen gekocht und gegessen – war fast wie eine kleine Familie

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links v. nach h.: Henrik – Niklas – Johanna // rechts v. nach h.: Ben – Thomas – Josi – Nicho – Phillip

🙂
17/04:
Montags war Emilios Geburtstag, einer der Anwohner im Hostel, und es wurden 300 Würstchen gegrillt und eine Ziege, die am Tag zuvor frisch von den Fijis geschlachtet worden war 😀

VORSICHT AN ALLE VEGETARIER ODER ALLE, DIE KEINE TOTEN TIERE SEHEN WOLLEN/KÖNNEN!!! (allerdings ist der Anblick meiner Meinung nach nicht so schlimm…)

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das, was da rausschaut, ist das Genick der Ziege

Nach einem extrem langen Wochenende wars umso härter zurück zur Arbeit zu gehen am Dienstag, v.a weil dann meine Schultern aus irgendeinem Grund angefangen haben wehzutun. Mittlerweile heb ich auch keine schweren Muschelkisten mehr, hab ich von Josh verboten bekommen

Samstags gehen wir mittlerweile eigentlich immer nach Blenheim in den Club und bleiben da, bis um halb 4 Musik ausgeht und wir rausgeschmissen werden.

23/04:
Letzten Sonntag sind wir dann (ich mit 1 Ami aus Californien – Alex, 1 Kanadier – Will und einem Engländer – Liam) zur Whites Bay gefahren, einem etwa 45 min entfernten Sandstrand. Dort waren wir ein paar Stunden, es war echt schön da, und dann sind wir zurück gefahren.

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Liam

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29/04 – 30/04:
Nach einer Woche tollem Herbstwetter und jeder Menge Arbeitsstunden, kam wieder das Wochenende. Josi und ich hatten beschlossen, am Samstag einen kleinen Ausflug zu machen: Ans Cape Farewell, der nördlichste Punkt auf der Südinsel Neuseelands. Wir mieteten uns ein Auto für Samstag und Sonntag und machten uns dann Samstag Mittag auf den Weg dorthin.

Farewell

Ich fuhr die erste Hälfte bis nach Nelson, da Josi noch nie auf der linken Seite gefahren war und sie übernahm die zweite Hälfte. Allerdings wurde diese Fahrt dann auch etwas herausfordernder als gedacht: Die engen Kurven im Bergpass waren zwar nach kurzer Zeit kein Problem mehr, aber durch den plötzlichen und sehr dichten Nebel, wurde das Ganze ein wenig interessanter. Mehr als 15 m Sicht waren nicht drin und auch bei den Aussichtspunkten sah man nur eine schöne weiße Wand – anstatt der Golden Bay.

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unsere Tilda

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hinter uns: die Golden Bay
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die Golden Bay

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Nach 5h Fahrt kamen wir auf der mit Schlaglöchern übersäten Schotterstraße zum Cape Farewell an, während es schon dunkel wurde. Wir verbrachten die Nacht auf den zurückgeklappten Vordersitzen des kleinen Autos direkt auf dem „Parkplatz“ des Capes – ganz legal natürlich.

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Gegen 4 Uhr wachte ich dann auf und weckte auch Josi, weil sich die Wolken alle verzogen hatten und sich uns ein atemberaubender Anblick auf den Sternenhimmel Neuseelands bot. Leider kann man solche Momente nicht mit einer gewöhnlichen Digi Cam einfangen, weshalb ihr euch das alles wohl vorstellen müsst, auch wenn ihr das nicht könnt hah! 😀 Bis 6.30 schliefen wir dann noch weiter und liefen dann in der Morgendämmerung zur Aussichtsplattform über eine Kuhweide und schauten uns Alles bei Sonnenaufgang an.

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Cape Farewell
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Cape Farewell
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Cape Farewell
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Cape Farewell
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Seelöwe
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Kühe leben am Limit + Sonnenaufgang

Der war allerdings weniger zu sehen, da sich um die Sonnen herum Wolken angesammelt hatten. Trotzdem war es wunderschön die wilde tasmanische See gegen die Sandsteinformation des Cape Farewells schlagen zu sehen und den doch sehr kalten Wind zu spüren. Während wir am Rand entlang liefen standen die Kühe um uns herum und teilweise auch direkt an der Kante zum Grasen – Leben am Limit!Die Sonne war oben und wir liefen zurück zum Auto, um zum nächsten Ziel zu fahren. Die Wharariki Bay, etwa 200 m weiter, eine wunderschöne Bucht mit einem riesigen Dünenstrand und – Seelöwenbabys!

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Wharariki Bay

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Baby Seelöwe

Mit der warmen Morgensonne im Rücken liefen wir über den Strand und zu einer Höhle, wo erstmal Bilder gemacht wurden und wir einen kleinen Babyseelöwen in der Ecke fanden.

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unsere Failbilder

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Danach, auf der Suche nach weiteren, liefen wir weiter runter zu einem großen Felsen, wo sich Pools gebildet hatten und wir hatten Glück. Darin tobten 6 Seelöwenbabys miteinander und wir standen daneben und beobachteten sie aus nächster Nähe!

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Babyseelöwe
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Baby Seelöwe
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Baby Seelöwen

Da die Flut langsam reinkam wollten die Seelöwen natürlich aus den Pools weg. Allerdings standen die Josi und die Tami im Weg, weshalb uns die eine der süßen Kleinen bellend verjagt hat. Auf dem Rückweg zur Zivilisation und runter von dieser schrecklichen Straße streichelten wir noch 2 Pferde, die direkt ans Auto gelaufen kamen und fuhren anschließend zur Farewell Spit, um noch ein wenig am Strand spazieren zu gehen.

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Nach 1h machten wir uns dann auf den Heimweg zurück nach Blenheim, wobei wir in Collingwood eine Französin mitnahmen, die nach Picton musste. Bei einem kleinen Zwischenstopp im Hippie-Dorf Takaka gab sie uns einen Kaffee aus und dann gings auch schon weiter. In Nelson wurden wieder Fahrer gewechselt, sodass Josi auch die 2te Hälfte mal fahren konnte. Bevor wir um 18 Uhr das Auto wieder am Flughafen abliefern mussten, kauften wir noch einmal richtig ein und besorgten alles für die nächste Zeit. Zurück zum Hostel wurde dann getrampt, was auch erstaunlich gut funktionierte, gleich das erste Auto, das uns passierte, hielt an und nahm uns mit heim. Damit war dann unser Ausflug getan und ich muss sagen: Es war bis jetzt das Schönste und Coolste Erlebnis in Neuseeland, so wie ich mir das auch alles vorgestellt hatte, wenn man einen Roadtrip mit einer guten Freundin macht!!

05/05:
Des weiteren durfte ich mich auch das erste Mal als richtige Friseurin versuchen, sprich: nicht nur kurz schneiden mit dem Rasierer, sondern auch mit der Nagelschere. Mein Ziel: Aus dem Neandertaler Ben

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einen zivilisierten Menschen machen 😀 nachdem der erste Schritt von ihm schon erledigt war, nämlich sich den Bart ab zu rasieren – war der Rest mein Job. Mit einigen witzigen Zwischenfrisuren,

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saß letztendlich auch wirklich wieder ein Mensch vor mir. Mission erfolgreich erledigt.

Und das, obwohl ich mit einem 3mm Aufsatz ca 7 mm schneiden musste, weil 3 zu kurz wären und meine Nagelschere von der Qualität her von Kik war.

06/05:
Abends kam Josh, mein Arbeitskollege vorbei, und ich fuhr mit ihm und Josi auf die Party bei einem anderen Arbeitskollegen. Ich habe „Sober-Driver“ gespielt, also Fahrer, während Josh und Josi für mich mitgetrunken haben. Nach ein paar Stunden Karaoke singen und seeeehr viel Kuchen essen machten wir uns wieder auf den Heimweg, fuhren Josh heim nach Picton gefahren und sind dann selbst nach Hause.

10/05:
Josi hat sich entschieden, die letzten 1,5 Monate meiner Neuseeland Reise, mit mir mitzukommen und hat sich das Stray-Bus-Ticket für die Südinsel gekauft!

14/05:
Ich habe mit Josi heute das Duncannon Hostel in Blenheim verlassen und bin nach Picton mit ihr, werde aber trotzdem noch die letzten 4 Tage in Blenheim in der Muschelfabrik arbeiten. Josh, der ja auch in Picton wohnt, nimmt mich dann mittags immer jeden Tag mit rüber. Die erste Nacht haben wir zu dritt in einem mega mega schicken Hotelzimmer verbracht, das Josh gezahlt hat – über den Preis will ich jetzt gar nicht reden – und wir zwei sind total sprachlos durch das Zimmer gelaufen, mit Blick auf den Hafen, wobei es ja echt eher selten vorkommt, dass einer von uns beiden nichts einfällt.

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Aussicht vom Balkon bei Sonnenuntergang

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Abends haben wir dann gefeiert und Nicho, der damals auch mit am Duncannon Hostel war, is für 2 Nächte auch in wieder in Picton, also hat er mitgefeiert.

Damit wär dann jetzt die 2 monatige Arbeitszeit in Blenheim/Picton im Norden der Südinsel vorbei und meine letzten 2 Monate hier in Neuseeland beginnen in 5 Tagen. Einerseits freu ich mich extrem darauf weiterzureisen und den Rest zu sehen und auch mit Josi weiterzufahren, andererseits ist in den 2 Monaten Blenheim zu einer absoluten Heimat geworden. Zwar ist die Stadt selbst total langweilig, aber die Menschen hier sind der Wahnsinn, alles unglaublich familiär und auch im Duncannon Hostel, was ja quasi eine eigene Welt war, haben sich feste Freundschaften gebildet, wo wir den Kontakt auch auf jeden Fall halten werden. Auch die Muschelfabrik werde ich vermissen, wobei ich da eher meine, dass ich oft kostenloses Essen von meinen Kollegen bekommen habe oder Pizza bestellt wurde, einfach immer ein Grund für ein kleines Festmahl gefunden wurde oder ich eine Muschel ins Gesicht bekam. War schon ziemlich traurig, aus Blenheim weg zu gehen, aber wie gesagt, die Vorfreude auf das Weiterreisen ist auch groß.

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Josi, Johanna, Nicho, Ich
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Familie ❤
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wir am Eis schnorren von Josi
Polaroid SNAP
Thomas, Niklas, Moritz, Josi, Johanna, Ben, Ich

Das nächste Mal werdet ihr von mir aus Nelson bzw von der Westküste hören, also etwa gegen Ende der nächsten Woche.

Genießt das wärmer werdende Wetter und lasst euch von Schneefall nicht beirren, sollte das mal wieder vorkommen, ich werde mir in meinen letzten Monaten den Arsch abfrieren – sorry für die Ausdrucksweise, aber alles andere wäre untertrieben.

Eure Tamara

Arbeit in Blenheim, Marlborough #2

Die 2 Wochen, die ich schon hier bin, habe ich damit verbracht, mich einzuleben, Leute kennen zu lernen und natürlich zu arbeiten. Mittlerweile konnte ich mich ziemlich gut an die Arbeit gewöhnen und auch schon gut Geld verdient hehe

Letztes Wochenende waren wir dann alle zusammen mit 2 Autos am Pelorus River, dem Fluss, wo in „der Hobbit“ die Zwerge in Fässern den Fluss runter treiben, auf der Flucht vor den Elben und Orks. Als wir dort ankamen, hatte garantiert jeder diese Filmszene direkt vor Augen, denn es sah aus wie aus dem Film kopiert!

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Pelorus River
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Pelorus Bridge
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Nico, Lukas, Marvin, Linus (l.n.r)

Nachdem wir uns das ganze von der Brücke aus angesehen hatten, stiegen wir runter ans felsige Ufer und machten uns bereit, an einem eher weniger schönen und warmen Tag in das wahrscheinlich eiskalte Flusswasser zu springen. Aber jeder von uns war am Ende im Wasser und es hat echt Spaß gemacht. Der Fluss selber ist zwar grün, hat aber trotzdem unglaublich klares Wasser und ist an die 4 m tief. Jedenfalls ist keiner von uns an den Boden gekommen, auch nicht beim reinspringen (und das Ufer ist ein ganzes Stück höher als der Wasserspiegel)

Das nächste „Abenteuer“ kam am folgenden Wochenende auf mich zu: Ein Freund, den ich aus Rotorua kenn, hatte am Samstag Geburtstag und so machte ich mich Samstag Nachmittag auf den Weg nach Nelson – per Anhalter. Ich traf beim Warten auf einen Australier, der ebenfalls nach Nelson wollte (1,5h westlich von Blenheim) und wir wurden dann auch zusammen von Sally mitgenommen. In Nelson angekommen, ging ich gleich ins Hostel, wo Luca und Sven waren und den Abend verbrachten wir, nach einer brutalen Ermordung eines kleinen Fisches, im Esszimmer des Hostels bei einer halben Flasche Jim Beam mit Cola und Karten 🙂 Um 12 machten wir uns auf den Weg in einen Club und nachdem wir dort dann ordentlich die Sau rausgelassen hatten, liefen wir müde um halb 4 zurück ins Hostel. 5 h später musste ich wieder aufstehen, um auszuchecken und nachdem ich Chrissy am Kai noch die Haare rasiert hatte, machte ich mich auf den Rückweg nach Blenheim.

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Chrissy und Oli

Nach nur 20 Minuten warten, nahm mich eine Frau mit, die ihren Sohn in Picton abholen musste und danach direkt nach Blenheim fahren würde. Und ich war dann auch sicher aber unendlich müde um halb 4 zurück im Duncannon Worker Hostel in Blenheim 🙂

Arbeit in Blenheim, Marlborough #1

Ich bin jetzt schon seit einer Woche in Blenheim und hab mit extrem viel Glück nach 2 Tagen einen Job in der Muschelfabrik bekommen. Meine Schicht geht von 15.45 bis 00.15 und ich bekomm 15.25$ die Stunde brutto. Wochenende ist frei, das heißt ich arbeite 5 Tage die Woche. Ich fahre mit dem Fahrrad 15 min zur Arbeit und bezahle für das Fahrrad 35$ die Woche, weshalb ich mich entschlossen hab, mir irgendwie eine Transportmöglichkeit zu suchen, soll ja auch Winter werden demnächst, auch wenns grade noch Spätsommer- bzw bei euch Frühlingstemperaturen hat (noch 25°C). Einer meiner Arbeitskollegen kann mich wahrscheinlich nachmittags abholen und nachts wieder heimbringen, zum Glück liegt mein Hostel direkt an der Straße, die nach Blenheim rein führt, wodurch quasi alle von meiner Arbeit da lang müssen. Die Arbeit an sich ist ziemlich hart. Ich steh 8 h am Fließband mit meiner Arbeitskleidung, Haarnetz und OhrenschutzIMG_20170405_203419[1].jpg und sortiere Muscheln aus, die kaputte/s Schalen/Fleisch, Parasiten haben oder einfach nicht gut genug zum Verkaufen aussehen. Zwischendrin wird man dann mal von einer Muschel beworfen oder hat Eis im Gummistiefel, weil das jemand witzig findet und dann muss man nunmal zurückwerfen, oder wie seht ihr das 😀 Jap, so läuft das. Mittlerweile hab ich meine erste volle Arbeitswoche hinter mir und ich gewöhn mich langsam daran, also alles halb so wild und immerhin verdien ich ganz gut 😉
Ich bin seit Sonntag allein in meinem Zimmer, weil Matze gefahren ist und hab jetzt die beiden Betten zusammen geschoben *-* Von meinen anderen Freunden hier seh ich unter der Woche keinen einzigen, weil die aufstehen und zur Arbeit gehen, wenn ich noch schlaf, kommen wieder wenn ich auf Arbeit bin und ich komm wieder wenn sie schon schlafen. Also hab ich nur am Wochenende Gesellschaft, aber das halt ich schon aus für 2 Monate 😀
Genau, ich werde bis zum 19.Mai hier arbeiten und Geld verdienen, so dass ich ohne Probleme die verbliebenen 1,5 Monate dann noch reisen kann. Am Wochenende werden wir denk ich ab und zu ein paar Ausflüge und Wanderungen machen, da ein paar von uns ein Auto haben und jeder, der die Szene aus Hobbit kennt, wo sie in den Holzfässern den Fluss runterfahren, weiß, was unser erstes Ziel wird!

Bis dahin erst mal ein schönes Wochenende und genießt die Sonne 🙂

Eure Tamara

Wellington/Nordinsel – Picton, Blenheim/Südinsel

Zurück in NZ!!! Nachdem ich 3 Nächte in Wellington bei einem Couchsurfer verbracht hatte, machte ich mich Montag morgen in einer echt kritischen Situation auf den Weg zum Fähren-Anleger der Interislander. Weswegen die kritische Situation? Erstens: das Telefoninterview mit dem Restaurant – Manager am Sonntag Nachmittag hatte nicht statt gefunden, da sich niemand gemeldet hatte und ich auch keine Nummer von ihnen hatte, die ich zurückrufen könnte. Also schrieb ich nur eine Email, dass sie sich melden sollten. Das war noch Sonntag. Zweitens: Als ich Montag früh aufgewacht war, war mein Handy tot. Es reagierte weder auf mein Ladekabel noch auf ein anderes oder auf irgendwelche Knopfdrucke. Also machte ich mich etwas verzweifelt mit kaputtem Handy, keinem Geld und keiner guten Aussicht auf einen Job auf den Weg auf die Südinsel. Die Fähre legte um 15 Uhr ab

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und ich lernte im Boardcafé 2 deutsche kennen, mit denen ich mich die ganze Fahrt von 3 h unterhielt. Am Ende gingen wir nach draußen an die Reling des riesigen Dampfers und bestaunten die Umgebung. Wir fuhren durch einen riesigen Fjord, den Marlborough Sounds, türkisblaues Wasser und grüne Hügel soweit das Auge reichte, einfach himmlisch *-* Kurze Zeit konnte ich meine ungünstige Situation vergessen und einfach nur die Fahrt genießen.

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Bei der Einfahrt in den Pictoner Hafen hatte man eine super Sicht auf eine kleine schmucke Stadt in den Hügeln, in der aber nicht viel los ist, v.a nicht in der Nebensaison.

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Ich übernachtete in einem Hostel und versuchte mit meiner Lage fertig zu werden.Zum Glück hatte ich noch meinen Laptop, ohne den ich komplett aufgeschmissen wäre. Ich buchte einen Bus nach Blenheim, wo mein Notfallplan darin bestand, in das Arbeitshostel zu gehen, in dem auch Matze (der vom Anfang meiner Reise) war und arbeitete. Diese geben dir Arbeit auf Weinfarmen, in Fabriken oder ähnlichem und versorgen dich mit Nummern, sodass du dich auch selbst darum kümmern kannst. Dort angekommen, brachte ich mein Zeug in das 2er Zimmer, in dem Matze untergebracht war und lief in die Stadt, um mir ein neues Handy zu kaufen. Zurück kam ich mit einem Billigteil von SPARK, einem Netzanbieter in Neuseeland. So weit so gut. Jetzt brauchte ich nur noch einen Job…
Da voraussichtlich erst nächste Woche etwas verfügbar sein würde, fing ich an mich selbst darum zu kümmern, habe aber bis jetzt leider noch nichts gefunden.
Ich halt euch auf dem Laufenden, wie es die nächste Zeit weitergeht.
Bis dahin – eine schöne Woche und genießt den kommenden Frühling, bei mir wird es jetzt Herbst 😀

WLG - PCN
Wellington – Picton (Interislander Ferry)

Eure Tamara

Zurück in Neuseeland!

Jap, ich bin wieder zurück. Und ich hätte nicht gedacht, dass mir Neuseeland so sehr gefehlt hat, aber als ich bei meinem Couchsurfer Pablo ankam und noch einen Spaziergang mit ihm und seiner Hündin Sasha am Fluss entlang gemacht hab, hab ich das feststellen dürfen. Nach einem winzig kleinen Missverständnis am Flughafen, kam ich am 17.03 um 15 Uhr nach 3 Std Flug endlich wieder in Wellington an.
Am Montag mach ich mich auf den Weg auf die Südinsel, werde 2 Monate arbeiten und dann die restliche Zeit herumreisen und schließlich meinen Weg zurück nach Auckland und damit zurück nach Hause antreten! *-*

Richtig – in 4 Monaten bin ich wieder daheim 🙂

Die 5 Wochen an der Ostküste Australiens waren eine wahnsinns Erfahrung und meine absoluten Highlights waren der 6-tägige Roadtrip mit den Jungs und Fraser Island 🙂 Leider hab ich Australien verlassen müssen ohne einen einzigen Koala zu Gesicht zu bekommen – ich glaub, das bedeuted, dass ich wohl irgendwann nochmal zurück kommen muss 😉 Allerdings ist dieser Teil jetzt erstmal abgeschlossen, keine Angst 🙂
Es haben sich ein paar echt gute Freundschaften entwickelt, die wir hoffentlich auch halten können. Jetzt werd ich meine letzten 4 Monate noch genießen und dann habt ihr mich alle wieder :p

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Brisbane aus dem Flugzeug
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Brisbane – Wellington (Virgin Australia)

Bis bald

Eure Tamara

Fraser Island, QLD

Hiermit begann der letzte und geilste Ausflug in Australien: Fraser Island

Die mit 128km zwischen Nord- und Südspitze längste Sandinsel der Welt, liegt 1,5km vor der Ostküste Australiens (also quasi ein Katzensprung) und befindet sich auf Höhe von Rainbow Beach, das mit dem Bus 6h nördlich von Brisbane liegt.

Fraser Island
Die rot umrandete Insel ist Fraser Island und im untersten Teil des Bildes sieht man Brisbane

Es gibt 2 Holiday Resorts darauf, ein paar kleine Läden und jeden Tag Bus- und Jeeptouren, sowie viele Jeeps, mit denen man auf eigene Faust die Insel erkunden kann. Überall sind Dingos zu finden, also extrem hundeähnliche Tiere, die hier die reinrassigsten sind, die man in ganz Australien finden kann, da weder Hunde noch Füchse oder Wölfe auf der Insel sind, die die Rasse „verschmutzen“ könnten.

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Die Straßen, auf denen die Fahrzeuge fahren, sind nur aus Sand, es gibt keine Teer- oder Schotterstraßen. Außerdem besteht die Insel zu 98% aus Sand – die restlichen 2% sind Gestein.

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Ich hatte eine 1-Tages-Tour gebucht, in der alles wichtige und interessante eingeschlossen ist, was es zwar hektischer macht, aber ich hatte dennoch echt viel Spaß und Fraser Island ist bis jetzt das Schönste und Coolste, was ich in Australien gemacht habe und machen werde, da ich ja in ein paar Tagen wieder in Neuseeland bin!
Jedenfalls holte mich der Tour-Bus morgens um 7.40 am Hostel ab und wir sammelten alle anderen auch mit ein, die mit der Fähre mit rüber kommen würden. Nach 10 min auf dem Schiff legten wir an der Insel an und fuhren los. Der Busfahrer des Busses ist soo gut drauf gewesen, er hat mich echt an den Hostelbesitzer in Rorotura erinnert, wo ich 6 Wochen verbracht hab und der war mega cool. Seine Regel war: Wer mind 5 min später kommt, als die Zeit, die er uns an den einzelnen Stellen gibt, muss derjenige vorne sitzen und 2  Lieder singen. Der komplette Bus war voll, allerdings nur eine gewisse Zeit, weil bei der ersten Möglichkeit alle aussteigen, die nicht die 1-Day-Tour machen, sondern mindestens eine Nacht auf Fraser Island bleiben.

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Wenig später kamen wir dann an unserem ersten Stopp an – Lake MacKenzie – einem wunderschönen See, und dem klarsten Wasser, das man hier finden kann, liefen an den Strand, sprangen ins Wasser (das war sooo angenehm bei den schwülen Temperaturen) und machten unzählige Bilder. Eine Freundin hatte eine Unterwasserkamera dabei, weshalb auch das uns nicht aufhielt 😉

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Nach 45min sollten wir startbereit wieder im Bus sein und – natürlich – war ein Pärchen zu spät. John, der Busfahrer, ließ das Mädchen sich nach vorn setzen und bestand darauf, dass sie etwas sang, wo sie sich aber irgendwie rausmanövrierte. Mittlerweile waren alle aus dem Bus verschwunden, die übernachteten und wir waren nur noch 14 Leute, was das Ganze freier und chilliger gestaltete. Wir fuhren also weiter zum nächsten Ziel, das Resort Eurong. Dort bekamen wir Muffins und Kekse, so wie Kaffee und O-Saft wer wollte. Anschließend machten wir uns auf den Weg zur Central Station, einem ehemaligen Dorf, wo Leute gewohnt haben, das aber mittlerweile leer stehend ist.

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Von dort machten wir uns auf den Weg ins Pile Valley, einem kleinen Holzpfad durch den australischen Regenwald. Kurz danach saßen wir auch schon wieder im Bus und fuhren zurück zum Eurong Beach Resort, um uns ein All-you-can-eat Buffet zu gönnen (alles im Preis enthalten). Danach gings zu den Pinnacles, hohen Steinformationen, die insgesamt 48 verschiedene Farben aufweisen. Alles aber in gelb- rot- und orange-Tönen gehalten. Nachdem John von uns ein „cooles“ und ein „bescheuertes“ Bild davor gemacht hatte,

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sahen wir uns das 1935 untergegangene und gestrandete Schiff „Maheno Shipwreck“ an, das am 75 Miles Beach von Fraser Island liegt

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und beendeten unseren Ausflug mit einem erfrischendem und coolen Bad in „Eli Creek“, einem Fluss in den du dich einfach reinlegen kannst und von der Strömung mitgetrieben wirst, obwohl sie so schwach ist, dass du locker darin stehen kannst. Erst wenn man sich hinlegt, spürt man, wie sie einen mitzieht.

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Nach weiteren coolen Bildern machten wir uns dann schließlich müde vom anstrengenden Tag auf den Rückweg zur Fähre, die uns wieder aufs Festland bringen würde und der Bus dann anschließend zum Hostel zurück fuhr.
Wie schon anfangs gesagt, haben wir an jedem Ort leider sehr wenig Zeit gehabt, aber es war trotzdem ein unglaubliches Erlebnis und ich hatte meinen Spaß!
Die letzten 2 Tage werde ich noch bei Tom verbringen, bevor ich mich am Freitag auf den Rückflug nach Neuseeland mache!!!

Wir hören uns und ich wünsch euch einen guten Start in die Woche 🙂

Eure Tamara

Brisbane, QLD

  • gibt nicht viel zu sehen
  • hat eine knappe Million Einwohner
  • meine 3 australischen Freunde (Tom, Ben & Chris), die ich in Neuseeland, Rotorua, kennengelernt hab, wohnen hier
  • Stadtstrand am Fluss

Nach etwa 1,5 h Busfahrt kam ich an meinem letzten Ziel vor meinem Rückflug nach Neuseeland an. Ich stieg aus und machte mich gleich auf den Weg zu Toms Haus, wo ich die ersten Nächte bleiben würde. Ungefähr 1,5 h später war ich endlich da, nachdem es ein wenig Verwirrung wegen der Züge gegeben hatte. Seine Mutter und seine 2 Hunde empfingen mich in dem riesigen Hof und ich redete erstmal Ewigkeiten mit Karen. Tom selbst war noch auf Arbeit, da er bei Domino’s, der Pizzakette, arbeitete und Pizza auslieferte. Ich lernte außerdem noch seinen kleinen Bruder Joseph (15), seine große Schwester Holly (21) und seinen Vater John kennen. Alle sind supersymphatisch und freundlich und ich hab mich sofort wohl gefühlt. Bis abends saß ich dann mit Holly und Tom am Küchentisch und haben geredet und viel gelacht.
Tom studiert Maschinenbau und hat deswegen unter der Woche Uni, seine Schwester ist Schauspielerin, seine Mutter war Grafikdesignerin und malt im Moment sehr viel und sein Vater ist eine kleine Berühmtheit in Australien. Er fuhr mit seinem PickUp im Outback rum, hat das alles aufgenommen und war auch ziemlich erfolgreich damit. Jedenfalls haben sie ein riesiges Haus und es is echt schön hier! *-* Dazu gehört ein großer Garten, ein kleiner Pool und sogar ein Tennisplatz 😀 seine Schwester Holly hat eine eigene Hütte auf dem Grundstück sehen.
Den ersten Tag stand ich früh auf, da Tom mich mit in der Stadt absetzen würde, auf dem Weg zur Uni, und mich um 4 pm wieder mit heim nimmt. Ich verbrachte also den Tag in Brisbane, lief herum, schaute an, was es zu sehen gab und hatte einen relativ entspannten Tag. Ich ging in den echt schönen botanischen Garten, saß vor der großen City Hall, wo ein kleines Event stattfand und lief am Fluss entlang, wo es einen kilometerlangen Fuß- und Fahrradweg gibt.

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Infinity Building (294m)

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Skyline Brisbane
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botanischer Garten
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die saß plötzlich direkt neben mir!
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City Hall

Als wir wieder daheim waren, machten wir uns 1 h später auf dem Weg zu Chris, da wir zusammen mit ihm und Ben ins Kino gehen würden. Wir besorgten uns Chips und Cola und sahen uns den Film „Kong“ an, der neue King Kong, der entgegen meiner Erwartungen sogar erstaunlich gut war! Danach gingen die Jungs Sushi essen und anschließend fuhren wir sie und uns heim und gingen schlafen.

Der 2te Tag war ein entspannter, da Tom für die Uni lernen musste und ich mich um einen Job in NZ und meinen Blog kümmerte. Außerdem lag ich in der Sonne, weil ich meine Bräune haltbar machen musste, damit sie den neuseeländischen Winter noch 4 Monate übersteht 😉

Am Abend des dritten Tages war dann eine Party bei Chris geplant, zuvor musste Tom allerdings noch bis um 7 arbeiten. Ich saß derweil mit seiner Familie in der Scheune und trank Bier während wir Elvis hörten und unseren Spaß hatten. Die sind echt soo nett! Seine Mom bot mir an auch die letzten Tage noch bei ihnen zu bleiben, wenns das leichter macht, weil ich vorhatte zu Chris zu gehen für meine letzten paar Nächte. Ich packte also nur meinen kleinen Rucksack (für Fraser Island) und wartete auf Tom. Als er nach Hause kam, taten wir alle so als wären wir superbetrunken und ärgerten ihn 😀 Dann fuhren wir zu Chris und die Party begann. Er hatte ein paar Freunde eingeladen, mit denen ich mich auf Anhieb verstanden hab und ich hatte schon lange nicht mehr eine so schöne, witzige und gelungene Homeparty, die mich an zu Hause erinnerte. Tom aß irgendwann eine Avokado im Kleiderschrank und wir spielten natürlich Ring of Fire und dergleichen. Zwischendrin fuhren wir dann auch mal kurz zum McDonalds und irgendwann um 3 waren wir dann alle im Bett. Endlich, denn ich musste ziemlich früh aufstehen am Morgen und Tom auch, da er mich zum Bus bringen sollte.

Zu Brisbane kommt noch ein weiterer Blog, aber zuerst bringe ich Fraser Island, einen kleinen Trip auf die längste Sandinsel der Welt, hinter mich 🙂

SP - BNE