Coolangatta: südlichste Stadt an der Gold Coast/in Queensland
1. Tag
ich bin am 04/03 um 19 Uhr in den greyhound Bus nach Coolangatta gestiegen, zusammen mit Lukas, der allerdings nach 6 h in Port MacQuarie ausgestiegen ist und ich insgesamt 15 h mit dem Bus unterwegs sein werde. Ein kleiner Zwischenstopp in Coffs Harbour, wo ich den Bus wechseln und 2,5 h auf den nächsten warten muss, nachts um 4. War allerdings recht entspannt bis auf die Tatsache, dass ich fast Coffs Harbour verschlafen hätte und im letzten Moment noch aufgewacht bin!
Als ich dann um 12.45 endlich in Coolangatta ankam, holte mich meine Gastgeberin Brooke Douglas von Couchsurfing an der Bushaltestelle ab und wir fuhren die 2 min zu ihr nach Hause. Es hatte schon ordentlich an Hitze zugelegt und deswegen wollte ich eigentlich nur noch meine Kleidung wechseln (lange Hose und Pulli). Bei ihr angekommen gingen wir in eine Wohnung die echt wahnsinnig schön ist. Ich hab mein eigenes Schlafzimmer mit Zugang zum privaten Bad und ein Doppelbett 🙂 Während sie ins FitnessStudio fuhr und Einkaufen, machte ich mich auf den Weg zum Strand, der zu Fuß ca 20 – 15 min entfernt ist.
Kirra Beach
Surfers Paradise
Danach legte ich mich an den Pool, der bei dem Mehrfamilienhaus dabei ist und machte mich anschließend daran, mein ganzes Zeug zu sortieren.
Abends fuhr ich mit Brooke nach Burleigh Heads, dem übernächsten Stadtteil der Gold Coast und ich schaute den Sonnenuntergang am Strand an, während sie mit ihrem Kumpel joggen ging (nein, sie ist nicht sportfanatisch, hat sich aber letztens dazu entschieden, die angefutterte Schokolade wieder wegzukriegen und gesünder zu leben 😀 )
Surfer
mysteriöser Schnitt im Himmel
Mittlerweile kann man abends noch mit Top und kurzer Hose außen bleiben, ohne zu erfrieren!
Zum Abendessen gab es Shrimps in Kokos-Cocktail-Sauce, die echt lecker waren 😮 Und damit war mein Abend dann auch gelaufen, weil ich um 9 im Bett lag und geschlafen hab.
2. Tag:
Heute stand viel auf dem Plan.
Green Mountain Beach
Snapper Rocks
Point Danger (Mount Cook Memorial und Leuchtturm, außerdem Grenzpunkt zwischen New South Wales und Queensland)
Leuchtturm und Captain Cook DenkmalGrenzpfeiler
zu Aldi
außerdem alles zu Fuß 😮 d.h ich bin heute zufällig mal schnell in einen anderen Bundesstaat gelaufen (mit Zeitreise zu vergleichen, NSW hat eine Stunde Zeitverschiebung zu QLD)
um 6.15 pm sollte die Sonne laut meiner Wetterapp untergehen und ich beschloss mit Brooke zusammen zum Kirra Lookout zu laufen, um den Sonnenuntergang von dort anzuschauen, allerdings war damit nicht der Sonnenuntergang im Ganzen gemeint, sondern der Zeitpunkt, an dem die Sonne am Horizont verschwindet. So sahen wir nur noch die letzten Strahlen, was trotzdem sehr schön aussah.
3. Tag:
Heute war trotz dem geilen Wetter außen, ein Innen-Tag angesagt, da ich den Rest meiner Australien Reise planen musste. Auf Grund von Geld- und Zeitmangel habe ich mich dazu entschlossen, Cairns, also den letzten und geld-/zeitaufwändigsten Teil, wegzulassen und somit mehr Zeit in Brisbane, bei meinen 3 australischen Freunden, und auf Fraser Island zu verbringen. Ist nicht allzu schlimm, da dort oben mittlerweile Regenzeit herrscht und es neben der Schwüle wahrscheinlich den ganzen Tag nur regnen würde, abgesehen davon, dass ich nicht wüsste wie ich günstig an einem Tag eine 20 h Autofahrt hinter mich bringen sollte 😀
Ein paar Dinge zu meinem Aufenthalt an der Gold Coast:
Coolangatta ist mein erster Stop an der Gold Coast. Die Vorstadt ist die südlichste in Queensland, somit unmittelbar an der Grenze zu NewSouthWales. Es gibt zwar nicht viel anzuschauen, aber hier gibt es die perfekten Strände zum entspannen und braun werden 🙂 Die 3 Tage dort verbrachte ich mit Couchsurfing bei meiner Gastgeberin Brooke Douglas, einer 27-jährigen Jura Studentin im ersten Semester. Sie ist echt cool und ich hab mich auf Anhieb mit ihr verstanden! Abends kocht sie immer was, was sie noch nie ausprobiert hat und sie sich immer im Voraus entschuldigt wenn es seltsam aussieht oder es nicht schmecken sollte, bis jetzt war es allerdings aber immer absolut genießbar und ein absoluter Luxus im Vergleich zum sonstigen Backpacker Fraß 😉
Surfers Paradise ist der nächste Abschnitt, den ich allerdings nur für eine Nacht als ein Zwischenstop nach Brisbane genießen werde. Von Coolangatta kann man Surfers Paradise schon am Horizont sehen, wie die Bilder weiter oben zeigen und es sieht schon von da ziemlich interessant aus 🙂
4. Tag:
Surfers Paradise ist DIE Partymetropole an der Gold Coast. Nachdem ich ins Hostel eingecheckt hatte, machte ich mich auf den Weg zu den 2 Dingen, die man hier sehen kann. Skypoint Overview, das größte Gebäude in Surfers Paradise
erinnert mich ein wenig an den Burji al arab aus Dubai… aber nur 243 m hoch
und den Strand.
gen Nordengen Südengen Osten
Alles andere ist abends feiern zu gehen. Also hoch in den 77sten Stock, was mir eine wahnsinnig tolle Aussicht über die Gold Coast gab (nebenbei bemerkt, das ist das einzige Gebäude an der Ostküste, das auf öffentlichem Zugang diesen Ausblick zeigt!)
gen Nordengen Südengen Nordwesten
Danach ging es zum Strand, wo ich überall kleine Quallenstückchen im Sand liegen sah und manchmal auch ganze Quallen, nur ohne Tentakel.
Die Wellen waren so hoch, das ein Surfverbot herrschte und es war supercool am Strand zu sein. Allerdings blieb ich nicht lange dort, sondern machte mich bald auf den Weg zurück zum Hostel.Abends als es dunkel war, begab ich mich nochmal zum Strand, um Nachtbilder zu schießen.
Sydney – CoolangattaCoolangatta – Surfers Paradise
Sydney, eine der berühmtesten Städte auf der Welt. Das Opera House, das ich bis jetzt immer nur auf Bildern gesehen hab und mir immer wie ein Traum erschien.
riesen Stadt
extrem viel Verkehr, was aus Erfahrung nicht gerade cool zum Fahren ist
nicht so schön wie Melbourne, aber auch kaum zu vergleichen
die wahrscheinlich bekannteste Stadt Australiens, wird immer als Hauptstadt gesehen (ist aber Canberra 😉 )
Opera House als Wahrzeichen
die schönsten/beliebtesten Strände: Manly Beach, Bondi Beach, Coogee Beach
1. Tag:
Nachdem wir das Auto endlich abgegeben hatten machten wir uns also auf den Weg ins Nomads Hostel in der Innenstadt und bezahlten unser Privatzimmer für die nächsten 5 Tage. Wir richteten uns ein, schliefen ein wenig und machten uns schließlich auf den Weg Alkohol für den Abend zu besorgen, da wir in Niklas 20ten reinfeiern wollten. Da das Hostel weder Ruhezeit noch Alkoholverbot hat, beschlossen wir in Ruhe im Zimmer zu feiern. Natürlich wurde Goon besorgt und zur Feier des Tages auch mal eine Flasche Jägermeister (von der hielt ich mich allerdings fern). Ich hatte die grandiose Idee den Goon auf der Leiter zum Stockbett über unserem Doppelbett zu befestigen, sodass man sich nur noch darunterlegen und den Hahn öffen musste – hat auch so in etwa geklappt 😀 Jedenfalls war der Abend ein voller Erfolg!
2. Tag:
Morgens stand ich früh auf, da ich eine TouryTour durch Sydney machen wollte, um den wahrscheinlich einzigen einigermaßen schönen Tag auszukosten. Weil die andern 2 noch verkatert im Bett lagen, schleppte ich Niklas mit und er zeigte mir Sydney (die 3 Jungs waren hier nämlich schon für ein paar Wochen gewesen).
War MemorialDom
Bibliothek
Wir machten uns durch den schönen botanischen Garten auf den Weg zum Mrs MacQuaries Point, von wo aus man eine fantastische Sicht auf die Skyline, die Harbour Bridge und das Opernhaus hatte.
da steht ein Niklas in meim Bild ._.
hässlicher, aber cooler VogelModelwenn der Kopf größer als dein Körper ist…
skyline sydneymrs macquarie point
Nach einer Weile liefen wir am Kai entlang
bunter Papagei auf dem Weg zum Opera House
direkt zum Opera House und – ich habe es berührt! Es gibt sogar ein Beweisbild *-* Ich hab wirklich ohne Scheiß das berühmte weit entfernte Opernhaus angefasst :O konnts selbst nicht glauben 😀
da hinten steh ich am Opera House und fass es an
jedenfalls sieht es von weitem aus, als wäre die Oberfläche netzartig, von Nahem allerdings erkennt man, dass es millionen von kleinen Fliesen sind, muss ganz schön Arbeit gemacht haben, das fertig zu stellen! Von innen ist es nicht so spektakulär, zumindest das, was man von außen sehen konnte ohne Eintritt zu bezahlen, da der Eingangsbereich nur roher Betonbau war.
Opera House aus der NäheNiklas hats auch angefasst O.o
Wir bahnten uns einen Weg weiter zurück in die Innenstadt und machen uns auf die Suche nach einer der 7 verrücktesten Straßen der Welt, von denen eine eben in Sydney zu finden ist. Genannt wird es „Angel Place“ und deshalb ist es eine verrückteste Straße der Welt:
Hoch oben zwischen den Häusern hängen leere Vogelkäfige aus denen aber Vogelzwitschern kommt. Die Installation heißt „Forgotten songs“, was so viel wie „vergessene Lieder“ heißt. Der Hintergrund: Als damals die Menschen nach Sydney kamen und eine Stadt aufbauten, wurden alle dort heimischen Vögel vertrieben bzw ausgelöscht und diese Käfige inkl dem Gezwitscher aus Lautsprechern (das sich je nach Tageszeit an die entsprechende Vogelart anpasst) soll an diese Vögel erinnern.
3. Tag: Den Nachmittag verbrachten wir am Coogee Beach, der mit dem Bus etwa 20 min von unserem Hostel entfernt liegt. Ich wagte mich ins Wasser und wurde ehrlich von dessen Wärme überrascht, ich hätte nicht erwartet, dass es so warm sein würde! Ich konnte ohne Probleme ins Wasser und ihr wisst ja wie ich bin 😀 Kurz bevor ich rausging, schlang sich der Tentakel einer Qualle um meinen Knöchel, die durch die Wellen an den Strand gespült wurde. Es brannte etwas, jedoch war es eine harmlose.
Abends setzten wir uns mit einem Karton Goon an den Hafen Darling Harbour und vertrieben uns die Zeit mit einfallsreichen Trinkspielen, während wir einen super Blick auf Sydney hatten und dabei Musik hörten. Als es Anfing zu regnen, machten wir uns auf den Weg zurück ins Hostel.
5. Tag: Abends war der edelste Club der Stadt angesagt: das Ivy. Eigentlich kostet es 30$ Eintritt, aber Donnerstage sind frei, weswegen auch arme Backpacker wie wir mal reinkommen. Auch wenn wir vielleicht ein wenig „underdressed“ waren, war es mega cool und der Club ist einfach der Wahnsinn. 2 Gebäude, jedes hat 2 Stages und alles super nobel! Jedenfalls trauten wir uns nicht, zu lange dort zu bleiben, suchten nur einen Freund von Niklas, der dort arbeitete und gingen dann wieder.
Allerdings fing es so heftig zu schütten an, dass die kompletten Straßen überschwemmt wurden und man teilweise über Pfützen springen musste (mit Anlauf), weil sie zu tief und zu groß waren, als das man normal laufen könnte. Der Rückweg zog sich und wir wechselten uns ab zwischen 30 m zu einem trockenen Platz sprinten und dann wieder 10 min dort stehen bleiben und warten. Aber auch das überlebten wir und so kamen wir eine Stunde später etwas nasser als geplant im Hostel an. 6. Tag: Am letzten Tag zusammen in Sydney beschlossen wir, alle auf den sogenannten Pub Crawl zu gehen, wo man sich mit einer Gruppe trifft und in 3 verschieden Clubs/Bars geht, wo man jeweils ein Freigetränk bekommt.
Den 3ten Club machten wir dann allerdings nicht mehr, da wir ewig lange anstehen hätten müssen und wir langsam müde wurden. Also beschlossen wir, zurück zu laufen und den restlichen Goon zu vernichten. Außerdem mussten wir ja um 9 eh aufstehen, um auszuchecken, weil das nun mal leider die letzte Nacht war.
Anton und Niklas bleiben einen Tag länger in Sydney, weil sie erst am nächsten Abend einen billigen Bus nach Melbourne zurück bekamen, während Lukas und ich uns zusammen im Greyhound Bus auf den Weg Richtung Brisbane machten. Lukas steigt in Port MaQuarie aus und ich 12 h später in Coolangatta.
Die letzten Tage waren der absolute Wahnsinn und ich hab mich so dran gewöhnt mit den Jungs unterwegs zu sein, dass es mir echt schwerfiel mich von ihnen zu verabschieden… Wir haben allerdings ausgemacht, uns in Deutschland auf jeden Fall wieder zu sehen und Niklas und Anton wollen auch noch nach Neuseeland rüberkommen, vielleicht kann man sich da ja auch nochmal treffen 🙂
zum Abendessen gabs erstmal Arme Ritter, weil wir von einem deutschen Backpacker Paar soooo viel Essen geschenkt bekommen haben, die mit nem Wohnmobil unterwegs waren und kurzfristig nach Hause mussten (inkl. 4 Flaschen nicht grade billigen Wein) 😀 *-* zum Abschluss des Abends saßen wir dann mit Wein und Musik am Lagerfeuer und haben in die Sterne geschaut und gesungen. Gibts was schöneres, als direkt am Meer zu schlafen, das man die ganze Nacht rauschen hören kann?
3. Eden auf einem Rastplatz
Wir müssen alle ganz dringend duschen 😮
Abends haben wir ein echt dummes Spielangefangen, wer kennt alles noch PKW Action von der Grundschule (ähnlich wie wahrheit oder pflicht)? tja, wir kannten es und bei Action kam folgendes dabei heraus: Anton musste 2 Nächte auf dem Fahrersitz schlafen, wobei wir rausfanden, dass er gern mal Hupen drückt 😀
Ich musste den Rest der Nächte auf dem oberen Bett schlafen, das definitiv das Unbequemere ist, auch wenns noch die mildeste Strafe war. Lukas musste eine Nacht auf dem Beifahrersitz schlafen und Niklas musste die restlichen Tage abspülen, kochen und aufräumen 😀 hat aber alles irgendwie sehr viel witziger gemacht, v.a wenn man nachts von einem ziemlich lauten Hupen aufgeweckt wird und vor lachen nicht mehr einschlafen kann 😛
4. Nowra auf einem Rastplatz
CanberraWar MemorialWar Memorial Parkein Kakadu, die sind überall und heftig laut
halb Outback
Parlaments-Gebäudeman sind wir cool
abends wollten wir eigentlich auf einen Campingplatz, da wir alle ganz dringend alle Geräte gescheit aufladen mussten und, noch viel dringender, DUSCHEN, allerdings kamen wir erst gegen 10 abends an einem Rastplatz an, der noch ca eine Stunde von unserem Ziel entfernt war. Also hielten wir etwas weiter vorne an einem Campingplatz, duschten dort schnell und heimlich und fuhren dann weiter, wo wir auf dem Rastplatz schliefen. Die 2. Hälfte der Tagesstrecke war ich gefahren und angefangen hatte es mit einem so krassen Wind, dass ich dachte es weht gleich unser Auto um, was bei der Höhe und Größe gar nicht soo abwegig war. Das hörte dann allerdings bald auf und der Regen begann. Die ganze Fahrt und Nacht über schüttete es wie aus Eimern, aber ich hatte ziemlichen Spaß bei Nacht und Regen den Highway entlang durch den Wald zu fahren.
5. Royal National Park auf einem Parkplatz
auf dem Weg zu den Blue Mountainsich werde glaub ich Star-Fotograf oder soeine Brücke direkt an der stürmischen Küsteda sieht man die Brücke, auch wenns ein extrem schlechtes Bild istBlue Mountains: hier sollte man die Steinformation „3 sisters“ sehen – sieht gut aus odertja, ziemlich neblig hierim Royal National Park
Der letzte Tag vor der Abgabe des Autos in Sydney war ziemlich interessant. Eigentlich war der Plan eine Nacht vorher schon in den Blue Mountains zu sein, einem wunderschönen National Park etwa 2,5 h westlich von Sydney, aber das hatten wir ja nicht mehr geschafft, wodurch wir beschlossen einen kleinen Abstecher plus Wanderung dorthin zu machen und dann direkt an den letzten Übernachtungsort zu fahren: den Royal National Park, südlich von Sydney. Allerdings lohnten sich die Blue Mountains quasi gar nicht, da es schüttete und Nebel war, wohin man nur sah. Also fuhren wir ziemlich schnell weiter zum letzten Ziel und leerten dort die letzten 2 Flaschen Wein.
Am nächsten Morgen stand ein kleiner Weg auf dem Plan, mit schönem Ausblick auf den National Park, doch aus das wurde wieder durchkreuzt, da wir erst ein Problem mit der Gasflasche hatten, da diese anscheinend nicht mehr richtig zu schließen war und dann, wär hätte es gedacht, der Motor plötzlich nicht mehr ansprang. Obwohl der Stromverbrauch genau der selbe war, wie die letzten Tage, war das anscheinend diesmal zu viel gewesen und wir mussten jemanden fragen, uns beim *Überbrücken zu helfen. Bis wir loskamen, war keine Zeit mehr übrig irgendetwas zu sehen, da wir um halb 2 das Auto in Sydney abliefern mussten. Wir rasten zurück, füllten den Tank und das Wasser auf und dann wollten wir die Gasflasche wieder auffüllen lassen. Da kam dann aber wieder das Problem mit dem Verschluss auf, der anscheinend schon länger kaputt war, und ich rief bei Jucy an, dass wir aufgrund der kaputten Gasflasche, die sie uns mitgegeben hatten, zu spät kommen würden. Am Ende waren wir eine Stunde zu spät, mussten aber zum Glück weder für die Gasflasche aufkommen noch einen weiteren Tag bezahlen. Wir nahmen den nächsten Bus nach Central Sydney und begaben uns in unser Hostel.
Das waren die aufregenden 6 Tage Roadtrip mit den Jungs. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und es war eine echt schöne Zeit!
wir waren am Vorabend (16.02.17) in Adelaide angekommen und nachdem Min uns am Bahnhof Adelaides abgesetzt hat, fuhren wir mit dem Zug etwa eine halbe Stunde in einen Vorort, wo unser Couchsurfing Gastgeber wohnte.
Er holte uns am Gleis ab und gegen 12 saßen wir dann mit ihm und seinem Mitbewohner, beides Pakistani, auf der Couch mit Pizza und Cola. Allerdings gingen Anton und ich auch bald ins Bett, weil wir unendlich müde von der Autofahrt waren und dem fehlenden Schlaf von vergangener Nacht.
Als wir am nächsten Morgen bekamen wir die Nachricht von Akhmal, der schon auf der Arbeit war, dass sein Kumpel kurzfristig 2 Tage früher käme und er schon auf dem Weg sei, weswegen wir nicht hier bleiben könnten. Also standen wir kurz darauf an der Bushaltestelle und fuhren zu dem gebuchten Hostel in der Innenstadt. In einem Pub/Casino „versteckt“ war der Eingang und wir wurden in ein großes Zimmer mit 16 Betten geführt. Da ich unbedingt mal wieder in einen Zoo wollte und das in Australien bestimmt interessant wär, machten wir uns auf den Weg dorthin, mussten aber feststellen, dass es viiiel zu teuer war und so machten wir unsere kleine TouriTour durch Adelaide. Wir schauten uns einen schmucken kleinen Dom an und legten uns anschließend ne Stunde in einen Park zum Sonnen.
Shopping StraßeDer Dom
Auf dem Rückweg zum Hostel liefen wir durch die Einkaufsstraße und setzten uns auch da noch ein bisschen hin. Abends schauten wir nur ein bisschen Serien und gingen ansonsten früh ins Bett, abgesehen davon, dass uns plötzlich einfiel, dass wir noch Bilder von Adelaide bei Nacht machen wollten, weshalb wir wie von Bienen gestochen rausrannten und uns nach einem Platz umsahen, wo es einigermaßen cool aussah, was wir leider nicht schafften, da Adelaide komplett leer ist unter der Woche…
Adelaide ist leider nicht so fotogen bei nacht, zumindest hab ich keinen guten Platz gefunden, weil alles sehr ruhig ist ab 8 pm
Den nächsten Morgen verbrachten wir nach dem Auschecken in der Mall und ich zeichnete und wir spielten Karten bis wir um 2 von 2 Deutschen abgeholt werden würden, um uns auf den Rückweg nach Melbourne zu machen. Das war das erste Mal, dass ich meinen Vorsatz, nie mit einem Jucy-Leihwagen zu fahren, brach. Wir verstanden uns auf Anhieb mit Linus und Lou und wir hatten echt Spaß! Die Nacht verbrachten wir im Grampians National Park, wo die beiden im Auto schliefen und Anton und ich ihr Zelt geliehen bekamen. Da allerdings keiner Schlafsäcke hatten und es extrem kalt wurde nachts, hatte ich 2 Hosen, 2 Paar dicke Socken, 2 TShirts, alle meine 3 Jacken, eine Mütze & Schal an und mein Handtuch als Decke über mich gelegt, was mich eigentlich auch sehr gut warm hielt die Nacht über. Anton neben mir fror wie ein Schneider, allerdings half da auch Kuscheln nicht, wies den Anschein hatte – was tut man nicht alles für ein bisschen Wärme 😀
Als wir morgens aufstanden, konnten wir 2 Kängurus zuschauen, wie sie sich 50 m von uns entfernt gegenseitig boxten! Das war auch an sich das erste Mal, dass ich Kängurus sah. Wir packten unsere Sachen und machten uns auf den Weg zu einem kleinen Wanderweg, da wir noch was vom National Park sehen wollten. Allerdings mussten wir dann leider bei der Informations-Pause in einem kleinen Dorf feststellen, dass unser Vorderreifen platt war… Anton wechselte den schnell, allerdings stellte das alles auf den Kopf. Da man nicht so schnell mit einem Ersatzreifen fahren durfte, mussten wir sehr viel mehr Zeit für den eigentlich 3 stündigen Rückweg einrechnen und beschlossen, ganz schnell und hektisch einen Berg hochzujoggen, Bilder zu machen und wieder runterzurennen. Naja, die Jungs taten das, Lou und ich fanden unseren eigenen Lookout auf halber Strecke und das war uns auch absolut genug. Der Rückweg war dann der reinste Stress und als sie uns schließlich am Bahnhof in Melbourne absetzten, war es schon fast zu spät.
Giant Koala auf dem Weg zum National ParkGrampians National Parkhabs geschafft ein paar helle Sterne zu fotografieren!!! 😮Lagerfeuer und „Essen“Kängurusoooooo süüüüüüüüüüüüßNational Parkdas hässlichste Auto auf der ganzen Welt – ich wollte niemals mit so einem fahren – peinlich 😀National Parkrechts ist Lou und links Linus, sieht man nur ned so gutNational ParkNational Park mit Peinlich-AutoOldtimerOldtimer – Treffen
Wir verabredeten uns zur WhiteNight, einem Festival, dass heute überall in Melbourne stattfinden würde und fuhren zu unserem Hostel zurück, wo Niklas und Lukas, der Neue, uns empfingen. Den Abend verbrachten wir damit, im Park mit Goon vorzufeiern und anschließend durch Melbourne zu laufen, uns alle 10 min zu verlieren – ohne Spaß, wir waren immer in kleinen 4er Gruppen unterwegs, weil wir es nicht fertigbrachten zusammenzubleiben 😀
Das Festival an sich waren lauter kleine sogenannte „Pop-Up“ Partys, wo überall im Stadtzentrum wichtige Gebäude mit bunten Darstellungen angestrahlt wurden und die Straßen ungefähr so voll wie an Bergkerwa sind. Das wird wahrscheinlich auch der Grund gewesen sein, wieso wir uns immer verloren haben – einer der Gründe 😀 Jedenfalls machten wir uns um 3 auf den Weg zurück ins Hostel, verabschiedeten uns von Linus und Lou, die uns begleitet hatten und gingen endlich schlafen.
Das war jetzt im Großen und Ganzen die Zeit in und kurz nach Adelaide mit Anton 🙂 war eine super Zeit und hatte seehr viel Spaß, auch wenn nicht immer alles so läuft wies geplant ist.
Melbourne ist eine tolle Stadt. Sehr künstlerisch und spielerisch gestaltet, zwischen all den großstadtmäßigen Gebäuden entdeckt man immerwieder kleinere und sehr schöne Häuser, die Melbourne einen gewissen Charme verleihen. Durch die Stadt fließt ein Fluss namens Yarra River (aufschreiben für Stadt Land Fluss!!!) und von der großen Highway-Brücke West Gate Bridge hat man einen super Blick auf die Skyline. Außerdem ist Melbourne umgeben von kleinen sehr schönen Vororten wie zB St Kilda, wo ich die ersten paar Tage verbringe, Williamstown, einer sehr reiche Gegend und dann wäre da auch noch Brighton, wo man die im Titelbild abgebildeten Strandhäuser findet.
Jedenfalls ist Melbourne schon mal ein seeehr guter Anfang in Australien, auch wenn es sehr viel kälter ist, als man es von Australien erwartet. Nix mit 35-40 Grad im Schatten, eher so 25 Grad in der Sonne 😀 aber was solls, ich bin in Australien!
Melbourne:
riesig
schöne Stadt
viele Grünflächen
teuer
+10 h Zeitverschiebung nach Berlin, 3 h Flug von Wellington, NZ
1. Tag:
Annika und ich begeben uns auf eine Art TouryTour durch die Stadt, was trotz Krücken ziemlich einfach ist, weil man überall günstig mit Trams, Zügen oder Bussen hinkommt, v.a in der Innenstadt ist ein relativ großer Bereich kostenlos! Also auf zum Federationsquare, einem riesigen Platz mit interessanten Architekturen und einem kleinen Infocenter, in dem ich mich mit allen möglichen und unmöglichen Broschüren zudeckte.
Federation SquareTram Haltestelle Federation SquareFlinder St mit Bahnhof (links)
Danach liefen wir am Fluss entlang, bestaunten die verschiedenen Brücken und machten Fotos wo es nur ging.
Southgate Bridgekleine Nebenstraße
Rechts vom Fluss verlief quasi die Einkaufsstraße und auf der linken die Restaurant und Künstlerstraße. Neben den ganzen Nobelrestaurants und -bars waren alle 20 m ein anderer Straßenkünstler zu sehen, einer machte nur Unsinn, ein weiterer sprayte unglaubliche Bilder freihand und wieder ein anderer machte Akrobatik.
Straßenkünstler
Um uns ein wenig auszuruhen, setzten wir uns ans Flussufer in den Batman Park (cooler Name gell 😉 ).
Yarra River vom Batman Park
Weil ich bekanntlich für gute Bilder mittlerweile alles tun würde, beschlossen wir auf die West Gate Bridge zu fahren und von da ein Skyline Bild zu schießen. Das Problem: die Busse fuhren samstags nicht dorthin. Also trampten wir. Ein netter Herr in einem großen Auto hielt an, um uns mitzunehmen und musste lachen, als wir West Gate Bridge sagten. Ein weiteres Problem war nämlich, dass wir nicht wussten, dass das ein Highway war und da kann man nunmal nicht aussteigen und Fotos machen 😀 also gab er uns eine kleine Privatführung und fuhr ein wenig durch Williamstown, dem reichen Viertel mit sehr vielen Yachten, ungefähr 5 Mio teuren Häusern und einer sehr coolen Cafe-Straße. Wir stiegen aus und kurz nachdem er weggefahren war, fiel mir auf, dass ich meine heißgeliebte Sonnenbrille im Auto liegen gelassen hatte :O wie soll ich das denn in Australien überleben??!?!?!
Jedenfalls versuchten wir einen guten Blick auf die Skyline zu erhaschen, was gar nicht so einfach war, weil entweder überall Boote und Schiffe im Weg waren, die Yachtclubs die guten Stege besaßen oder irgendwelche Kräne auf dem Bild waren. Weil Annika nicht so schnell und viel laufen konnte, lief ich schonmal ein Stück vor, um die Kräne aus der Linse zu kriegen, was ich schlussendlich auch schaffte 🙂 Endlich ein gutes Skyline Bild *-*
scheiß Boote
das beste Bild, das ich hinbekommen hab
Abends wollten wir dann noch mit dem Bus zum Brighton Beach fahren, wo die berühmten bunten Strandhütten stehen und den Sonnenuntergang anschauen. Hätte auch alles gut geklappt, wenn ich nicht mein Kleingeld hätte fallen lassen. In Australien muss man nämlich dem Busfahrer ein Handzeichen geben, dass er anhält, was nunmal nicht geht, wenn man grade am Boden rumkrabbelt und das Geld zusammen sucht… also fuhren wir in die Stadt, aßen ein spätes Abendessen im Batman Park am Fluss, während wir uns Melbourne bei Nacht ansahen. In der Restaurantstraße, die gegenüber von uns war, standen riesige schmale Kamine, wo in bestimmtem Rhythmus Flammen rauskamen und ein kleines Spektakel veranstalteten.
2. Tag: Morgens buchten wir 2 Tickets für das Eureka Skydeck 88, dem größten Gebäude in Melbourne, von dem aus man eine geniale Sicht auf die Stadt hatte. 88 Stockwerke hoch, ein Teil war mehrmals mit Blattgold überzogen und es gab einen kleinen Außenbereich, wo einen nur noch ein Netz und eine horizontale Stahlstange vom Abgrund trennte. Innerhalb von wenigen Sekunden befanden wir uns im 88sten Stockwerk und traten an die Fensterfront. Der Anblick war atemberaubend, ganz tief unten, genau 297 m unter uns, befand sich die Straße mit winzigen Menschen und Fahrzeugen, die man kaum noch ausmachen konnte. Außerdem sah man die Küste und das ganze umliegende Gebiet um Melbourne!
Eureka Skydeck – 297 m hoch
Nachdem wir uns das etwa 1,5 h angesehen hatten, machten wir uns auf den Rückweg und beschlossen, einen weiteren Versuch nach Brighton zu fahren, zu versuchen. Wir standen extra 20 min vor Abfahrt an der Bushaltestelle, ich hatte meinen Geldbeutel fest verschlossen und wir warteten gespannt auf den Bus. Als er kam, lief auch alles glatt, wir fragten des Busfahrer, wie wir am nähsten zu den Hütten kämen und er wollte uns Bescheid geben, wenn es so weit war. Am Ziel angekommen liefen wir noch etwa 5 min zu Fuß zum Strand und endlich standen sie vor uns. Eine unendlich lange Reihe von bunten verrückten Strandhäusern unmittelbar am Meer. Wir schossen natürlich Unmengen an Fotos und versuchten alle anderen Touris auszublenden.
Während die Sonne langsam unterging, setzten wir uns in den Sand, aßen ein paar Nüsse und TimTams, bis es plötzlich anfing heftig zu regnen. Wir beeilten uns zum Bus zurück zu kommen und sprangen in den ersten der kam. Ohne natürlich auf die Nummer zu achten, den irgendwas musste ja noch schief laufen, nachdem alles so gut geklappt hatte 😀 Irgendwann, nachdem wir über den Busfahrer geschimpft hatten er wüsste nicht, wo er hinführe, merkten wir, dass wir ganz einfach im falschen Bus waren haha.. Also stiegen wir aus und fuhren mit der Tram zu unserem Hostel zurück.
Williamstown – Brighton Beach
Tag 3:
Heute kommt Anton an!!! Um 12 standen wir uns endlich am Flughafen gegenüber, denn ich hatte ihn dort abgeholt. Er war mit 2 Freunden namens Jonas und Niklas, beide aus Bremen, von Cairns hergeflogen und wir machten uns mit einem Großraumtaxi (weil Niklas ein Surfboard dabei hatte) auf den Weg ins Zentrum Melbournes, wo wir in ein weiteres Hostel eincheckten. Das war der erste Tag, an dem ich das australische Backpacker-Gesöff „Goon“ kennen lernte. Eine Art Wein, der erst nach dem 3. Glas gut schmeckt 😉 Allerdings billig (12$ pro 4/5 l Karton) und immerhin Alkohol 😀
Tag 4:
Dieser Tag begann gegen etwa 14 Uhr, als alle wach waren und wir endlich was unternehmen konnten. Wir verabredeten uns mit Annika am St Kilda Beach und wollten uns da sonnen. Letztendlich saßen wir allerdings alle im Pulli in der Sonne 😛 Da Valentinstag war und jeder von uns single, beschlossen wir, es heute richtig krachen zu lassen und den Valentinstag gebührend zu feiern. 2 Kartons Goon mussten her und wir trafen uns mit ein paar Freunden der Jungs auf dem Dach des Hostels. Um 11 war allerdings Ruhezeit und wir gingen in unser Zimmer, wo wir Musik hörten und Karten spielten. Blöd ist nur, dass wir alle irgendwie die Zeit vergaßen und auch nicht wirklich leise waren, zumindest nicht das, was die Security unter leise verstand 😀 jedenfalls bekamen wir alle eine Verwarnung und während alle anderen gingen schaute ich mit Niklas noch einen Film an, weil wir zu müde und zu fertig waren, um noch groß weg zu gehen. Gegen 3 kam dann erst Jonas zurück, erzählte irgendwas, was absoluter Quatsch war, verschwand wieder und eine Stunde später kam dann auch Anton endlich. Um halb 6 waren wir dann alle in unseren Betten (außer Jonas, der irgendwann zwischen 7 und halb 8 aufgetaucht sein musste) und schliefen.
Tag 5:
Müde und wahrscheinlich immer noch leicht angedüdelt, weckte ich Anton auf, da wir uns heute zusammen auf den Weg nach Adelaide machen wollten und wir eh schon verschlafen hatten. Das war allerdings dann doch kein großes Problem, weil Min, unsere Mitfahrgelegenheit, auch verpennt hatte und wir erst um halb 1 von ihrem Haus losfuhren. Sie war in Adelaide geboren, wohnte jedoch teilweise in Melbourne und fing am nächsten Tag in Adelaide an zu arbeiten, weshalb sie auf schnellstem Wege rüberfahren wollte. Ich teilte mir mit ihrer Freundin Debbie die Fahrzeit, wobei eher Debbie fuhr, weil ich auf ungefähr 2,5 h Schlaf kam. Da das Auto sehr klein war, ein alter Toyota Corolla, und unser Gepäck nicht mehr in den Kofferraum passte, schnallten wir es irgendwie auf dem Dach fest. Ohne Klimaanlage und auf dem Highway mit geschlossenen Fenstern fuhren wir schwitzend 9 h nach Adelaide, bis sie uns um 10 am Bahnhof in Adelaide absetzten.
Nach einer seeeeehr langen Nacht im Flughafen von Wellington hatte ich mein Gepäck eingecheckt und saß endlich im Flieger nach Melbourne! Damit fangen also meine 5 Wochen Erholungsurlaub an 🙂 Ich hatte mich mit 6 Dosen Energy-Drink eingedeckt, um nicht einzuschlafen, da der letzte mögliche Bus zum Flughafen um 9 Uhr abends ankam allerdings mein Flug nach Melbourne erst um 7 Uhr morgens ging. Ich verbrachte die Nacht mit dem Sortieren von Fotos, aktualisieren meines Blogs und allem möglichen anderen Zeugs, während ich mich mit einem Regensburger unterhielt, welcher 1 Monat in Neuseeland war und jetzt seinen Heimweg antrat, um Maschinenbau zu studieren.
Jedenfalls war ich nach einem unbequemen Flug mit 2 Knien im Kreuz um 11.30 a.m. (9.30 a.m. Órtszeit) in Melbourne und machte mich mit einem Shuttle Bus auf den Weg in die Stadt zu meinem Hostel.
Wellington – Melbourne
Dort legte ich meine Sachen in ein Zimmer und begab mich zu Annikas Hostel um sie dort abzuholen. Annika ist aus Langensendelbach, meinem Nachbarort, und wir hatten ausgemacht, ein wenig Zeit in Melbourne mit einander zu verbringen. Sie hatte sich vor 6 Tagen den Mittelfuß gebrochen, als sie eine Stufe übersah und umknickte und konnte deshalb kein Gepäck tragen und muss jetzt mit einer fetten Schiene und diesen unbequemen alten amerikanischen Krücken laufen. Also half ich ihr, das Gepäck zum neuen Hostel zu bringen und durch ihre Verhinderung bekamen wir statt dem 10er Zimmer im ersten Stock ein 6er Zimmer im Erdgeschoss für den selben Preis!! Danach machten wir uns auf den Weg, Melbourne ein wenig zu erkunden, soweit das eben mit gebrochenem Fuß und bescheuerten Krücken möglich war. Bis jetzt finde ich Melbourne echt schön und nachdem wir an der Promenade entlang geschlichen waren, legten wir uns für ne Stunde an den Strand und genossen die Sonne.
Acland Street, St Kilda
St Kilda BeachAnnika mit Krücken
Die nächsten Wochen werden sich also nur um Australien drehen und darum, wie ich mit Anton zusammen die Ostküste bereise!
Ich hoffe, euch gefällt eine kleine Abwechslung wie diese 🙂 Ich jedenfalls genieß sie jetzt schon!!
Ich sag jetzt „Gut Nacht“ nach 39 h ohne Schlaf und melde mich demnächst wieder
Eure Tamara
PS.
Das hier ist die Strecke, die ich vorhab in den kommenden 5 Wochen zurück zu legen:
Am 08.02 machten wir uns mit dem Stray-Bus auf den Weg in Neuseelands Hauptstadt, die sich im Süden der Nordinsel befindet und sehr schön ist!
Tongariro Nationalpark – Wellington
Damit wäre dann auch meine Reise auf der Nordinsel abgeschlossen! Ich verbrachte den ersten Abend mit ein paar Stray Leuten in einer Bar, habe ein Beerpong-Tunier angeschaut und dann waren wir noch auf ein Bier in einer anderen Bar. Jedenfalls checkte ich gleich am nächsten Morgen aus weiiiiil ich mich am 10.02 auf den Weg nach Melbourne, Australien mache!!!!!! Dazu später mehr.
Jedenfalls schaute ich mir die Hälfte des Museums in Wellington an (das ganze Ding hat 6 Stockwerke mit verschiedenen Ausstellungen und ist kostenlos!) und danach machte ich noch ein paar Besorgungen, die vor Australien erledigt werden mussten, wie zB mein Campingzeug verkaufen und ein paar Dinge nach Hause schicken, die ich nicht auf meiner Reise brauche und die nur Platz wegnehmen. So brachte ich auch diesen Tag rum. Den Rest von Wellington werde ich mir dann nach Australien ansehen, weil ich ja nach 5 Wochen nochmal für die letzten 4 Monate auf die Südinsel gehe und Neuseeland dort beende. Ich mache grad quasi nur einen Erholungs Urlaub von all den Strapazen 😀
Hier noch ein paar Fotos, das wars dann allerdings auch schon wieder hier 🙂
Te Papa MuseumColosso Tintenfisch (der größte der jemals gefunden wurde, ist nur hier zu sehen)Erdbeben Simulatorriesengroß, sah aber unglaublich echt aus
Hallihalloooo, hier kommt gleich der nächste Blogeintrag 🙂
Um 8.30 fuhr uns ein Shuttle Bus direkt nach unserer Ankunft zum Beginn des Alpine Crossings und um 9 Uhr ging es dann auch schon los! Mit Restalkohol, einem leichten Rucksack und guter Laune.
Whakahoro – Tongariro Nationalpark
Erstmal aber ein paar Fakten zum Great Walk:
die beliebteste und bekannteste 1-Tages-Wanderung in Neuseeland
Länge: 19.6 km
Dauer: 6 – 8h
Was man sehen kann:
Mount Doom (Schicksalsberg, also Mordor aus „Herr der Ringe“
Mount Taranaki (150 km entfernt, bei guter Sicht zu sehen)
Red Crater (Vulkankrater in roter Farbe)
Emerald Lakes (blaue und grüne Kraterseen)
Lake Taupo (den größten See Neuseelands)
Über ein paar Kilometer flachen Weg ging es zum Beginn der Devil’s Stairs, einem seeehr langen und seeeehr steilen Treppenabschnitt, den wir aber mit Bravur bestanden, auch wenn wir bei allen 10 Stufen anhalten und Luft holen mussten 😀 Nachdem ich zu Beginn sogar in Bikini gelaufen bin, weil es so warm war, zogen wir mit jedem Abschnitt wieder mehr an, auch weil der Wind sehr viel schneidender wurde. Wir bewegten uns durch eine unbelebte Vulkanlandschaft, hatten eine unglaubliche Aussicht auf Mount Taranaki, der sich an der Westküste Neuseelands befindet und genossen alles sehr! Man konnte auch auf Mount Doom (Mordor) hochsteigen, allerdings war das sehr steil und rutschig und wir hätten das von der Zeit auch nicht hinbekommen. Wir kamen gut voran, auch wenn wir teilweise wirklich fast vom Rand geweht wurden, weil der Wind unglaublich stark war!!! Gegen 12 erreichten wir den Gipfel und machten uns über Kekse und Mittagessen her während wir Sand in den Mund bekamen durch den Wind und versuchten die Aussicht zu genießen, ohne die Mütze oder sonst irgendwas zu verlieren 😀
Tongariro Crossing von weitem
0 Punktlos gehtssoooo schönganz hinten ganz klein Mount TaranakiMordorda hat sich wohl jemand nen Spaß erlaubt 😀
red craterseeeehr windig
Jedenfalls ging es dann weiter zu einem steilen und rutschigen Abstieg, bei dem uns geraten wurde im tiefen Sand zu laufen und einfach ein Stück zu rutschen. Begründung: bei den kleinen Steinen rutscht man einfach immer weiter bis man es nicht mehr aufhalten kann wogegen der Sand einen nach ein paar Zentimetern immer aufhält – und zu unserer Überraschung war es auch tatsächlich so! Nach ein paar Schritten hatte ich auch richtig Spaß daran und im Nu war ich bei den Emerald Lakes angekommen, die am Ende dieses rutschigen Teils zu sehen waren. Unglaublich wunderschöner Anblick, so etwas schönes hab ich wahrscheinlich noch nie in meinem Leben zu Gesicht bekommen!
Emerald Lakes
Wir liefen weiter, wobei der schlimmste Teil theoretisch geschafft war, da es ab jetzt nur noch gerade oder bergab ging, allerdings zog sich der bergab – Teil extrem hin, 2 Stunden waren wir noch unterwegs, bis wir endlich am Bus ankamen, der uns um 5 abholen sollte. Durch die angedrohten 300$ die anstanden, sollte man den Bus verpassen, waren wir sehr darauf bedacht rechtzeitig anzukommen und waren dann auch nach !!7,5h!! endlich da ! um 16.30 war es vorbei und wir setzten uns hin um auf den Bus zu warten.
Auf dem Rückweg zum Shuttle Service schlief ich fast ein, allerdings verbrachte ich die Nacht nicht im gleichen Hostel wie Stray, sondern musste mein komplettes Gepäck dann noch zu einem 15 min entfernten Hostel schleppen, was mir dann auch meine letzte Kraft raubte. Der nächste Tag war dann frei, ich musste weder aufstehen, noch was unternehmen, sondern wollte einfach nur im Bett liegen und nichts tun. So war es dann auch bis ca 4 pm, wo ich mit einer Schottin und einem Italiener beschloss, zu den Tawhai Falls zu fahren, einem weiteren Drehort von „Herr der Ringe“ nämlich „Gollums Pool“. Ich habs sogar wiedererkannt!
Soooo das war der sehr aufregende Teil des Tongariro Alpine Crossings, was unglaublich toll war und viel Spaß gemacht hat 🙂
In Napier angekommen, nach einer längeren Busfahrt mit dem Intercity, hab ich erstmal wieder ins Hostel eingecheckt und mich für den Abend mit Lilly verabredet, die ja dort noch ein paar Monate als Au-Pair arbeitet. Danach war ich noch ein paar Stunden am Strand in der Sonne gelegen und endlich war es dann soweit: Ich lief zum Haus von Lillys Familie (reich und ein extrem geiles Haus auf dem Bluff Hill, mit der geilsten Aussicht!!! v.a auch aus Lillys Zimmer) und Lilly fuhr uns zwei dann zu Te Mata Peak, von wo man noch eine andere sehr schöne Aussicht hatte 🙂
Te Mata PeakBeweis, dass ich Lilly getroffen habSonnenuntergang
Auf dem Heimweg hielten wir noch bei Pack’n’Save an, holten eine Flasche Wein und Chips und machten es uns an der Promenade gemütlich (wobei diese ultra-nervigen Sandflies, deren Bisse man nach 1 Woche noch spürt, uns die ganze Zeit gestochen haben). Deshalb verabredeten wir uns für den nächsten Morgen zum Frühstücken und gingen heim.
Während wir dann gegen halb 11 vor einem Cafe saßen mit Donuts und Kaffee, fühlte es sich fast an wie in Italien im Urlaub, was auch daran liegt, dass Napier ein bisschen mediterran wirkt. Um 1 fuhr dann mein Intercity Bus nach Taupo, wo ich noch eine Nacht verbrachte, bevor ich wieder mit dem Stray Bus weiter fuhr. In Taupo angekommen wurde ich erstmal von einem Typen zum Hostel gefahren, den ich im Bus kennengelernt hatte und der nicht wollte dass ich in der Hitze mit meinem Gepäck so weit laufen muss (war echt ein ganz schönes Stück!), was ich ziemlich lieb fand. Den Abend verbrachte ich dort mit ein paar Neuseeländern und Iren aus meinem Zimmer. Wir tranken Bier und spielten Trinkspiele und als die andern dann in eine Bar gehen wollten, ging ich ins Bett, weil ich morgens wieder ziemlich früh auschecken musste.
Sonnenuntergang vom Balkon ausIre, Conna, Dan, Ire, Irin, Ire
Als ich dann wieder im Stray Bus saß, traf ich auch gleich Lynn, die damals mit mir in Hahei war, was ziemlich cool war 🙂 Wir machten uns auf den Weg nach Whakahoro, was mitten im Nirgendwo ist und es gab dort weder Handynetz noch Wlan, was aber auch mal sehr entspannend ist. Nach 1,5 h auf Schotterstraßen durch den neuseeländischen Busch erreichten wir dann endlich die Farm und verteilten uns auf die Schlafsäle. Den Abend verbrachten wir mit feiern, und obwohl ich am nächsten morgen schon wieder weiter fahren würde, statt wie alle andern 2 nächte zu bleiben, war ich seeehr gut drauf.
ein paar von Stray beim Kartenspielen
Zu meinem Pech verschlief ich dann auch noch, weil mein Wecker nicht funktionierte und musste innerhalb von 10 Minuten alles zusammenpacken nur mit einer Taschenlampe und mit Restalkohol und außerdem ohne die anderen aufzuwecken. Ich rannte zum anderen Bus, mit dem ich dort losfahren würde und kam auch grad noch rechtzeitig an – glück gehabt 😀 Naja, jedenfalls leerte ich den Inhalt meines Rucksacks in eine Plastiktüte, weil ich den nicht auf die lange Wanderung vorbereitet hatte, die mir gleich im Anschluss bevor stand. Näheres kommt im nächsten Blog 😉
Morgens um 7 ging es zusammen mit Ali und Roger in dem blauen kleinen Golf-Kart in die Hügel, Zäune reparieren. Er setzte uns ab, erklärte, was zu tun war, ließ uns Werkzeug da und verschwand wieder, um uns unsere Arbeit machen zu lassen. Nach 5 h viel Musik, 2-3 kurzen Pausen, kleinen Regenschauern und etlichen kleinen Verletzungen wegen Unfähigkeit und blöden Nägeln, wurden wir wieder abgeholt.
der Neger rechts – das soll ich sein
Wir hatten ca 3 h Pause und fuhren dann in die Stadt. Ich ging mit Ali ein wenig Wairoa anschauen, aßen was zu Mittag und um 15 Uhr fuhren wir dann mit Roger zu einem Festival, das Freitag und Samstag stattfand – die Wairoa A & P Show. Dort gab es unzählige Wettkämpfe unter Ortsansässigen und samstags auch unter allen möglichen Besuchern, zB Bullenreiten, Rodeo, Barrel Race, Schafe scheren, Springreiten und vieles mehr. Das Ganze war unglaublich cool und hat sehr viel Spaß gemacht. Die Teilnehmer (6 – 60 jährig ca) bekamen ziemlich oft einen saftigen Arschtritt von buckelnden Bullen und nachträglich noch einen kräftigen Hieb auf den Rücken zur Aufmunterung, nachdem besagte jüngere Personen vom kleinen Vieh fielen. Wir lachten und staunten, wie mutig die Kinder hier sind und wie beweglich die Senioren ihre Pferde um die Fässer beim Barrel Race trieben.
Gegen halb 8 machten wir uns dann wieder auf den Heimweg und legten uns müde von einem anstrengenden und ereignisreichen Tag ins Bett.
16. Tag (21/01/17):
Heute war ausschlafen angesagt und nach einem ausführlichen Frühstück mit 3 Alpakas vor unserer Nase begaben wir uns mit Roger wieder nach Wairoa, um ein paar Besorgungen für die anstehende 3-tägige Wanderung am Montag zu machen. Wir kauften Dosenfutter im Überfluss und liefen dann zum Festivalgelände zurück, um dem 2ten Tag beizuwohnen. Nach 2 Packungen Zuckerwatte, sehr vielen gefallenen Kämpfern, bockigen Pferden und etlichen Preisverleihungen war auch dieser Tag wieder schnell vorüber. Wie gestern hatten wir Spaß den Wettbewerben zuzuschauen, auch wenn der Staub dort einem die Sicht schnell wegnehmen konnte, und die Teilnehmer anzufeuern.
17. Tag (22/01/17):
Dieser Tag war wichtig für uns. Wir mussten uns nämlich mächtig ausruhen vor der 3-tägigen Wanderung, die die nächsten Tage folgen sollte. Also packten wir unsere Sachen und bequemten uns dann aufs Bett, um mit Schoko und Kaffee einen Filmetag zu machen. Allerdings wurden unsere Pläne entsetzlich gemein durchkreuzt, da draußen ein orkanartiger Sturm wütete, der die Stromleitung außer Betrieb setzte und wir somit einen Stromausfall erlitten. Wie soll man denn da Netflix schauen???
Da unsere Handy Akkus bis abends oder vielleicht sogar die nächsten 3 Tage noch halten mussten (falls der Stromausfall länger als bis abends andauerte) und weder Herd noch irgendwas ohne Strom hier läuft, versuchten wir verzweifelt eine Beschäftigung zu finden. Roger, Theresa und Sophie waren auch ausgeflogen und laut Roger konnten wir nur warten, bis der Strom von allein wieder geht, da wir nichts tun könnten. Wir saßen auf dem Bett, zerbrachen uns den Kopf, was wir tun könnten, weil es sterbenslangweilig wurde. Wir sprangen auf dem Trampolin im Garten herum, was wir dann allerdings bleiben ließen, weil wir Kopfschmerzen bekamen, sangen, spielten Gitarre und als wir auch darauf keine Lust mehr hatten, zeichneten wir schließlich alles mögliche ab, was wir im Haus und ums Haus herum finden konnten. Ali zeichnete mich 5 mal während ich mich mit dem Wohnzimmer, einer Cola-Dose, unserem Zimmer und einem Gesicht befasste. Da es allerdings anfing dunkel zu werden und die Aussicht auf Strom immer geringer wurde, beendeten wir unseren Zeichenwettbewerb.
meine werke
Gegen 6 Uhr abends sprang dann plötzlich endlich der Generator wieder an und wir rannten ins Zimmer, um Handys, Kameras und alles andere zu laden, im Falle eines erneuten Stromausfalls. Ein sehr aufregender Tag für uns. Fazit des Tages: Instant-Nudeln kann man auch mit warmem Leitungswasser essen, es muss nicht unbedingt gekocht sein.
18. Tag – 20. Tag (23/01/17 – 25/01/17):
Heute war der große Tag – wir begannen unsere erste mehrtägige Wanderung.
Als kurzer Überblick: Der Wanderweg beginnt für uns in ONEPOTO, geht hoch zum Panekiri Bluff Hill Lookout (1,2 km Höhe), geht wieder nach unten und sollte dann bis zum Ende flach verlaufen – also gar kein Problem 6 – 7 h am Tag zu laufen (dachten wir jedenfalls), wo wir dann mit dem Wassertaxi zurück nach Onepoto fahren mussten, um den Walk abzuschließen.
Roger fuhr uns morgens um 7 Uhr nach Onepoto zum Start des Great Walks am Lake Waikaremoana.
Frasertown – Onepoto
Als wir ausstiegen und unsere Rucksäcke ausluden, wurden wir fast von dem immer noch heftig wehenden Wind weggeblasen. Wie sollten wir da jemals voran kommen :o?!
los gehts von hier
Doch in dem Moment, wo wir auf den Weg stießen und im neuseeländischen Busch verschwanden, war kein Wind mehr zu sehen oder zu hören. Wir befanden uns im Urwald Neuseelands, der die ersten 9 km steil anstieg. Nach ein paar Metern schnappten wir nach Luft, weil die Rucksäcke schwerer und der Weg steiler waren als angenommen. Dennoch bissen wir uns tapfer durch und machten immer wieder nach etwa einer Stunde Pause, um was zu trinken und zu Atem zu kommen.
gleich mal das erste Hindernis – ein umgestürzter Baum
wir am Pause machen
Mein Hintern schmerzte, meine Beine waren kaum noch bewegungsfähig und mein Rücken tat weh. Genauso ging es auch Ali. Teilweise konnten uns die Aussichten, die wir vereinzelt genießen konnten, ablenken, dennoch war es extrem anstrengend.
Aussichtich im Waldme on top of the worldyoung, wild and free!ein Baum-Torwird immer nebliger hierder Waldwo is der See hin 😮eine nette Frau hat Bilder von uns gemacht, weil wir anscheinend sehr unbeholfen beim Selfie machen aussahen… dankeAussicht
ganz schön windig hierder letzte Aufstieg, Ali kriegt grad noch so ein Grinsen hinPanekiri Bluff (Gipfel)
Nach 5 h (13 Uhr) kamen wir endlich an der Hütte auf der Spitze des Berges an (Panekiri Hut) und wir legten eine längere Mittagspause ein, auch um uns aufzuwärmen, weil es draußen sehr zugezogen hatte, teilweise regnete und umso höher wir kamen, um so kälter wurde es auch. Nach einer Stunde liefen wir mit schmerzenden Hüften und Beinen weiter und begannen den Abstieg zu unserem Ziel: Waiopaoa Hut/Campsite. Genauso steil, wie wir hochgelaufen waren, ging es jetzt auch wieder runter, und das Ganze ging unglaublich auf die Knie, was es nicht angenehmer machte.
Nach weiteren 3 h waren wir endlich endlich auch am Ziel, stellten unser Zelt auf, spannten eine Plane darüber, falls das Zelt dem Regen nicht standhalten sollte und setzten uns in die Hütte, um uns aufzuwärmen, da wir komplett durchgefroren waren. Gegen halb 9 gingen wir ins Zelt, was wir zwischendrin überstürzt unter ein Dach gestellt hatten, da Ali das Fenster offen gelassen hatte und alles nass geworden war.
unser Lager vor dem Regender See am ersten Tagunser Abendessen im Zelt – Dosenfutterunser Lager nach dem Regendie Hütte am Campingplatz
Die Nacht war unbequem auf dem harten Steinboden und extrem kalt, wodurch keiner von uns, die Augen richtig zu bekam. Morgens aßen wir müde und verfroren unser spärliches Dosen-Frühstück und stellten alles in die Sonne zum Trocknen (auch uns). Der See bescherte uns eine unglaubliche Sicht, der Campingplatz war direkt am Ufer, es lag eine feine Nebelschicht über dem Wasser und der Himmel war strahlend blau.
Ali am Yoga machenalles muss in die Sonne!der See am nächsten Morgen
Um 10 Uhr liefen wir weiter, freuten uns auf den nun kommenden, flachen Teil. Aber von wegen flach! Wir liefen fast noch steilere Hügel hoch und sofort wieder runter, bei 29 Grad und mit müdem und schmerzendem Körper war das fast unmöglich, lang auszuhalten. Wir machten sehr oft Pausen, hatten anfangs auch kaum Wasser, weil die Hütte, bei der wir geschlafen hatten, die einzige ohne Trinkwasser war, liefen und liefen und liefen. Irgendwann kamen wir zu einer Hütte mit Wasser, füllten alles wieder auf und setzten unseren Marsch fort. Wir jammerten und gingen wie mechanisch, ohne auf die Umgebung oder sonst was achten zu können, da alles irgendwie taub schien.
Um 16 Uhr kamen wir bei der vorletzten Hütte für den Tag an, konnten kaum noch laufen und überlegten unsere Buchung auf diese Hütte zu verschieben, um nicht noch 2 h laufen zu müssen. Allerdings hielt uns der Gedanke davon ab, dass wir dann morgen noch diese 2 h extra laufen und durch die vorgegebene Uhrzeit noch früher aufstehen müssten. Daher schleppten wir uns weiter, wobei der Rest des Weges dann tatsächlich großteils flach war. Wir lenkten uns die 2 h über ab, in dem wir über alles Mögliche und Unmögliche redeten und nicht drauf achteten, wie unsere Körper protestierten. Um 6 pm waren wir dann endlich am Ziel. Tot und müde aßen wir die Dosen-Bohnen, bauten das Zelt auf und gingen sofort ins Bett, wo wir von 19 Uhr bis 7 Uhr schliefen. Zwischendrin wachten wir kurz auf wegen Tieren außerhalb des Zelts, aber ansonsten war es sehr warm und es störte keinen von uns mehr, wo wir schliefen, hauptsache wir konnten schlafen.
wir an nem riesen Baum überklettern (hat Stunden gedauert :D)endlich am Ende angekommen!
Am letzten Tag galt es dann noch einmal einen allerletzten Hügel zu bewältigen, der allerdings in Ordnung war und es eh nicht mehr schlimmer werden konnte, und um 12 Uhr waren wir dann am Ziel, wo wir bis 2 Uhr auf das Boot warten mussten – also genügend Zeit zum Essen, Ausruhen und Muskeln und Knochen bearbeiten. Zurück in Onepoto, nach einer wilden und nassen Bootsfahrt über den ganzen See, wartete Roger auf uns, um uns wieder mit zurück zu nehmen. Daheim angekommen aßen wir zu Abend und Ali fing an ihr Zeug zu packen. Nach 3 unterschätzt anstrengenden Tagen konnten wir endlich wieder in einem überaus bequemen Bett schlafen und waren satt und zufrieden. Trotz der Strapazen und Schmerzen, fühlten wir uns gut, weil wir diese Herausforderung angenommen hatten und, wenn auch mit Jammern und Meckern, bewältigen konnten.
21. Tag (26/01/17):
Heute früh besuchten wir das ältere Ehepaar in Wairoa zum Kaffee und Frühstück und brachten anschließend Ali zum Bus, da sie heute ihren Weg nach Auckland, und damit nach Hause, fortsetzte. Ich half Theresa mit einem Baby-Alpaka, das wirklich viiiel zu süß war und danach brachte sie mich zum Haus, wo ich meine anstehende Australien-Reise planen konnte.
sooooo süß!!! *-*
Nach dem Abendessen ging auch dann auch wirklich das erste Mal ausreiten, mit einer braunen Stute, deren Namen ich schon wieder vergessen hab, aber sie ist nach der großen weißen Blesse auf ihrem Kopf benannt 😀 Jedenfalls hab ich sie aufgetrenst und bin los – ohne Sattel (meine Hose is jetzt ziemlich dreckig) und hinter mir ihr Fohlen.
die Stuteich auf dem Pferdbeim Reiten
Nach 20 Minuten ist sie dann einfach stehen geblieben und ließ sich keinen Zentimeter mehr nach vorne bewegen und da ich nichts hatte um sie anzutreiben außer meine Beine (und die sind ja ziemlich erschöpft) drehte ich um und brachte sie zurück auf ihre Weide.
23. Tag (28/01/17):
Nachdem eines der Pferde eine Therapie bekam, um das einst gebrochene Bein und die dadurch sehr belasteten und verkrampften Muskeln zu entspannen, bekamen auch wir eine kleine Massage. Dabei waren wir im Haus neben der Praxis zum Kaffee und Kuchen und ich konnte dann auch während der Massage ein kleines Nickerchen machen, sehr angenehm 😉
24. Tag (29/01/17):
Eigentlich ist Sonntag unser freier Tag, allerdings mussten die Alpakas geschoren werden. Trotzdem durfte ich bis um 8 schlafen und danach begannen wir mit der Arbeit. Zwischen 20 und 30 Alpakas haben wir scheren können, wobei das eine echt harte Arbeit ist, weil die Viecher unglaublich störrisch und beweglich sind! Roger und Theresa hatten Alan, den Nachbarn als Verstärkung angeheuert und auch einen speziellen Tisch, wo das Alpaka im Stehen mit einem Gurt um den Bauch befestigt wird und der Tisch dann gekippt wird, sodass das Tier seitlich auf dem Tisch liegt. Dann wir die eine Seite geschoren (Rogers Part), während wir 3 dafür sorgen, dass es ruhig liegen bleibt und die Wolle in Tüten gepackt wird. Danach wird das Alpaka, das mit Stricken am Tisch befestigt ist, umgedreht und die andere Seite wird gemacht, bevor es wieder auf den Boden und in den Stall darf. Die Wolle ist sooooo flauschig! :O das kann sich keiner vorstellen, ders ned selbst erlebt hat, wie weich und kuschelig die auf der nicht verfilzten Seite, also unmittelbar über der Haut, ist *-* und auch so sind Alpakas und Schafe uuunglaublich flauschig!!
sieht seeehr brutal aus, ist es aber eigentlich nicht 😀Alpaka vor dem ScherenAlpakas nach dem Scheren (sehen eher aus wie nasse Pudel)
Danach gab es einen Kasten Bier für Alan, Roger und mich zur Belohnung und es war ein echt witziger und cooler Abend.
en weiteres witziges Bild von einem Alpaka, das dachte, dass es niemand sieht (es badet im Wassertrog, falls es schlecht zu sehen ist):
Zum Schluss ne Übersicht:
die Familie
Theresa (Mutter, 41) Sophie (Tochter, 5) Roger (Vater, 51) Ich // im Wohn- und Esszimmer
die Fohlen
die Hunde (Flic, Shark, Bonnie, Evil, Charity, Blondie, Bob, Jess)
Flic
Shark
Bonnie (kein Hütehund)
Evil
Charity
Blondie
Bob
Jess
Das Haus
diese Dinge hab ich hier gelernt bzw gemacht:
geritten
mit Pferden gearbeitet
Koppeln abgemistet
Rodeo-Festival angeschaut
3-Tages Wanderung mit Ali
Bier mit meinem Gast-Vater und dem Nachbarn getrunken
Alpakas und Schafe geschoren
bei OPs zugeschaut
Babykatzen und Welpen gestreichelt
Zäune repariert
Schafe die Hügel hochgetrieben
manchmal um 4 Uhr morgens aufgestanden
das erste Mal mit Linksverkehr Auto gefahren
das erste Mal mit Anhänger gefahren
Lagerinhalt in der Praxis überarbeitet
auf Sophie aufgepasst (anstrengend)
viele Leute kennengelernt (Nachbarn, Freunde, Familie der Allotts)
einen Traktor repariert mit Roger zusammen
den blauen Geländewagen (Goldkart ähnlich) mit Anhänger durch die Hügel gefahren
meine Australien Reise geplant (die am 10/02 losgeht!!)
sehr viel Spaß gehabt!
PS.
Das Video zur Wasserfallrutsche in Gisborne ist jetzt übrigens im Blogeintrag „Gisborne“ drin, habs heute erst hochladen können. Habe einen Link zu dem freigegebenen Teil meiner Cloud kreiert! Viel Spaß beim Anschauen 🙂
Um 13.15 ging der Bus von Napier nach Wairoa. Die kleine „Stadt“ mit 4.200 Einwohnern liegt 190km nördlich von Napier und etwas außerhalb davon werde ich die nächsten schätzungsweise 4 Wochen auf einer Farm in einer Familie verbringen.
Napier – Wairoa/Frasertown
Nach meiner Ankunft wurde ich von Theresa Allott, der Mutter abgeholt und wir fuhren in ihre Praxis, weil sie noch bis 17 Uhr arbeiten musste. Theresa ist Tierärztin!
Jedenfalls beschäftigte ich mich ein wenig mit dem Katzenbaby dort und ging mit Hunter, einer Art Dackel spazieren. Danach fuhren wir zu ihr nach Hause, in dem wir eine etwa 5 km lange Schotterstraße in die Hügel hoch fuhren. Etwa so steil wie die Wassergasse, allerdings mitten im Nirgendwo und ewig lang.
Haus der Familie Allott (meine Gastfamilie)Aussichtmitten im NirgendwoSchotterstraße nach unten
Dort angekommen half ich ihr mit der Wäsche, bezog mein Zimmer und lernte bissl später ihre 5-jährige Tochter Sophie und ihren Mann Roger kennen. Die beiden sind sehr nett und ihre kleine Tochter ist zwar quengelig aber trotzdem süß. Nach dem Abendessen schauten wir noch Fern und dann ging ich auch schon um 9 Uhr ins Bett.
2. Tag (07/01/17):
Wenn man auf einer Farm arbeitet, gelten natürlich andere Schlafenszeiten, als gewohnt. Das heißt in Klartext: Um 5.30 aufwachen, um 6 Uhr frühstücken und gegen 7 los arbeiten.
10/01/17 morgens
Allerdings hat es ganz gut angefangen, nämlich mit Pferdearbeit! Ich fuhr mit Theresa in die Stadt zu den verstreuten Koppeln und ihren ca 20 Pferden (inkl soo süße Fohlen! *-*)
Ich mistete Koppeln ab (danke an Rini, dass ich das alles schon kann 😉 ), transportierte die Pferde von einer Koppel zu den anderen und zusammen kümmerten wir uns darum, dass es allen gut ging. Um halb 12 waren wir dann noch kurz in der Praxis, die am Wochenende eigentlich geschlossen ist, allerdings ist Theresa eine Art Tierärztin auf Abruf, das heißt, wenn es einen Notfall gibt, dann ist sie immer am Telefon erreichbar. Von halb 1 bis halb 3 waren wir dann daheim zum Mittagessen und ein bisschen Pause machen, bis es ab 2 zum härteren Teil überging. Zusammen mit Roger und Sophie fuhr ich auf die Schafkoppeln in der Umgebung des Hauses und versuchten, den Hinterreifen des gestrandeten Traktors wieder auf die Felge zu bringen.
Trotz 50 Millionen verschiedenen Versuchen, blieb das ganze Unternehmen erfolglos und so fuhren wir um 5 wieder heim, duschten uns alle und fuhren in die Stadt, um alle zusammen Fish&Chips zu essen. Danach besuchten wir noch Freunde der Familie, ein älteres Ehepaar, aßen dort ein wenig Eis mit Früchten und waren schließlich gegen 9 Uhr wieder daheim. Anstrengender Tag!
3. Tag (08/01/17):
Sonntags darf ich länger schlafen – zumindest an diesem schonmal. Gegen halb 9 stand ich auf, frühstückte in Ruhe und wartete dann mit Roger bis ca halb 11, um Theresa und Sophie in der Stadt abzuholen. Danach fuhren wir zu einem schwimmsicheren Strand, etwa 45 min entfernt, und verbrachten da den Großteil des Tages.
Frasertown – Mahia
Wir besuchten Freunde der Familie, aßen mit ihnen zu Mittag und lagen bis halb 4 am Strand bzw waren im Wasser. Als wir abends wieder heimkamen gab es Abendessen und wir bauten alle zsm das große Zelt auf, weil Sophie mit ihren Eltern diese Nacht darin schlafen wollte.
4. Tag (09/01/17):
Heute hieß es um 5 aufstehen, frühstücken und Schafe eintreiben. Mit dem kleinen Golfauto ähnlichen Geländewagen und den 6 Hirtehunden fuhren wir noch vor Sonnenaufgang auf die Weide, um die Schafe von allen Paddocks in einen zu treiben. Während Roger mit dem Wagen und den 6 sehr gut trainierten Hunden die linke Hälfte machte, lief ich auf der rechten hoch und trieb alle Schafe aus allen Hügelsenken und Baumschatten nach oben, wo sie am Ende alle auf einer Weide sein sollten. Der Sinn davon war, alle beisammen zu haben, wenn sie geschoren wurden, und die Lämmer zu untersuchen. Von 6 bis 10 arbeitete ich mich die extrem steilen Hügel zu Fuß hoch, klatschte in die Hände und rief den Schafen alles mögliche zu, um sie anzutreiben. Nach den 4 Stunden war ich so gut wie tot. Wer das nicht gewohnt ist, hälts eigentlich nicht länger aus und ich war fertig. Wieder zurück im Haus machten wir kurz Pause und machten uns dann gleich wieder auf den Weg zum Traktor, um weiter am Hinterreifen zu arbeiten, diesmal schraubten wir ihn ab, hievten ihn auf den Anhänger, fuhren zurück und bearbeiteten ihn in der Werkstatt neben dem Haus, allerdings wieder ohne Erfolg und einem fast kaputten Carport, weil ein Hinterreifen nunmal sehr schwer ist 😉 . Nach der Mittagspause und Essen fuhren wir los in die Stadt, um ein paar Dinge zu erledigen, unter anderem den Reifen in die Werkstatt zu bringen und ihn dort reparieren zu lassen. Gegen halb 5 machten wir uns auf den Heimweg und aßen noch schnell ein Eis.
5. Tag (10/01/17):
Um 7 Uhr fuhr ich mit Theresa zu den Pferden, mistete die Koppeln ab und danach gings ab in die Praxis für ein paar OPs und die Kunden. Außerdem nahmen wir für ein paar Stunden ne Horde kleiner Golden Retriever Welpen an, die alle über uns hergefallen sind mit ihrer Flauschigkeit *-*
Zwischendrin 2 Eis am Stiel, weil es so unglaublich heiß außen war und gegen 2 kurze Mittagspause. Kurz danach auch schon die nächste Aufregung: Ich bin das erste Mal in Neuseeland Auto gefahren! An sich keine große Sache, allerdings ist dort wie in England Linksverkehr 😀 d.h links fahren, rechts sitzen, links schalten und aus Versehen den Scheibenwischer anmachen, weil mein gerne Blinken möchte. Lief trotzdem alles super und ich denk, ich werd ab sofort ein bisschen öfter Auto fahren dürfen.
6. Tag (11/01/17):
Um 4 Uhr morgens klingelte der Wecker. Ich sprang super gelaunt und total ausgeschlafen aus dem Bett, frühstückte und machte mich energiegeladen mit Roger auf den Weg, die zuvor zusammengetriebenen Schafe die Schotterstraße zum Haus zu treiben. Nagut, nich so ganz ausgeschlafen und nich so ganz energiegeladen 😀 Während der Himmel knallpink wurde und die Sonne langsam hinter den Hügeln hervorkroch, brachten wir die Schafe zurück und gegen 8 Uhr trafen dann 2 ehemalige Nachbarn ein, die im Rentenalter sind und sich ein Haus in der Stadt gekauft hatten. Sie halfen uns mit ihrer Erfahrung die Schafe nach Größen in die Ställe zu sortieren und anschließend eine spezielle Entwurmungskur ins Maul zu spritzen. Nach 5 h anstrengendster Arbeit und sehr braunen Beinen (nicht nur wegen der Sonne leider), setzten wir uns erledigt ins Esszimmer, aßen zu Mittag und ich hatte danach den Rest des Tages frei. Gott sei Dank war damit die komplette harte Arbeit der nächsten Wochen geschafft!
Sonnenaufgang
12. Tag (17/01/17):
Zwei sehr coole Dinge sind passiert: ich hab den Vorschlag bekommen, ob ich demnächst nich mal auf einem der Pferde reiten möchte, was ich sie natürlich ungern zweimal fragen lass 😀 uund ich hab heut 1,5 h Sparkles, einer jungen süßen Palomino-Stute (das ist eine Pferderasse und ein weibliches Pferd, für alle, die keinen Plan haben) ans Zaumzeug gewöhnen dürfen – ganz allein ohne Aufsicht! *-* hat total Spaß gemacht und hat alles gut geklappt 😉 die Arbeit war in letzter Zeit auch nimmer so schwierig, weil die großen Dinge alle vorbei sind (zB Schafe tränken), Roger hat beispielsweise im Moment gar nichts für mich zu tun, deswegen bin ich immer mit Theresa in der Praxis und kann da dann auch viel mit Pferden arbeiten!
14. Tag (19/01/17):
Nachdem heute morgen der Hufschmied da war und die Hufe der Stuten auf der Farm mit der Feile bearbeitet hatte, trieb ich die 4 Pferde die Straße hoch weiter in die Hügel und fuhr dann mit Theresa und Sophie in die Praxis. Dort half ich wieder Laura mit den Pferden und ging dann noch Sparkles und Harvey putzen. Ich war den ganzen Tag schon aufgeregt, weil Ali heute für ein paar Tage kommen wollte! *-* Gegen 4 pm wars dann auch endlich soweit, sie stand mit ihrem großen Rucksack und einem kleinen Koffer am Infozentrum von Wairoa, wo wir sie abholten. Hat mich sehr gefreut, dass sie mich für ein paar Tage besuchen kommt, und wir zusammen was machen können, zB steht eine 3 Tages Wanderung um einen nahegelegenen See auf dem Plan, die wir Anfang nächster Woche machen wollen 🙂
Das waren die ersten 2 Wochen auf der abgelegenen Farm in Wairoa, die letzten 2 folgen später.
Rotorua – Lake Aniwhenua – Taupo – Napier – Wairoa
Hallooo 🙂
Hier bin ich wieder nach ein paar sehr coolen Tagen mit dem Stray Bus!
Das Ganze hat erstmal sehr nervenaufreibend begonnen: Um morgens nicht so weit mit dem ganzen Gepäck laufen zu müssen, änderte ich abends noch den Abhol-Ort für den Stray Bus auf die nähste Möglichkeit. Allerdings anscheinend etwas zu spät wie sich herausstellte, weil sie mich fast nicht mitgenommen hätten. Die Busfahrer drucken am Abend vorher ihre Listen inkl alle Infos aus und ich hatte meine neuen Informationen zu spät gesendet, wodurch meine Fahrerin nicht wusste, dass ich woanders abgeholt werden wollte. Ich hab dann bei Stray angerufen, dass sie den Fahrer anrufen und ihn hierher schicken, was dann auch zum Glück geklappt hat. Endlich im Bus sind wir erstmal bis zu einem See gefahren, der sich mitten im Nirgendwo etwa eine Stunde von Rotorua befand. Da war eine kleine Farm, wo auch ein paar WWOOFer waren, unter anderem Krissie aus meiner Schule. Mit etlichen Zwischenstopps kamen wir gegen 4 Uhr endlich am Lake Aniwhenua an und bereiteten das feierliche Hangi vor.
Rotorua – Lake Aniwhenua
Dieses Essen ist typisch für Maori-Festlichkeiten und wird ganz speziell zubereitet: Nämlich im Boden. Dazu wird ein Loch ausgehoben, Steine hineingelegt und erhitzt, bis sie weiß glühen. Dann kommen in verschiedenen Schichten erst das Fleisch und oben diverses Gemüse auf die Steine, werden mit nassen Decken zugedeckt, um das Ganze zum Qualmen zu kriegen und den Rauch im Loch zu halten. Abschließend kommt eine dicke Schicht Erde (der „sauberste“ Dreck Neuseelands laut Natse) oben drauf.
Alles wird dann ca 4 h dort gekocht und währenddessen konnten wir unsere Zeit an der Bar beziehungsweise mit ein paar Workshops vertreiben. Gegen 8 Uhr wurde dann endlich das lang ersehnte Hangi ausgegraben und wir stürzten uns nach ein paar Worten durch die Betreiberin auf das Essen, welches wirklich unglaublich unglaublich unglaublich war! Schwein und Hühnchen, Aal-Fleisch, Kürbis, Süßkartoffeln, Brot, Salat und so viel wie niemand von uns essen konnte. Ein echtes Festmahl *-*
Danach saßen wir alle satt und zufrieden mit unserem Wein oder Bier in der Hand im Wohnzimmer und hörten uns Geschichten von einem jungen Maori an, alles mögliche über die alten Maori Stämme.
Der nächste Morgen begann mal wieder etwas stressig für mich, weil ich bissl verschlafen hatte und der Bus in 15 min fuhr. Also verpasste ich das Frühstück und lief zum Bus. Auf dem Weg nach Taupo hielten wir noch an einer heißen Quelle namens Kerosen Creek an, wo wir eine halbe Std Zeit hatten, um darin zu baden und zu entspannen.
Danach sahen wir noch die Huka Falls, bei dem der größte Fluß Neuseelands durch eine enge Öffnung gepresst wird und alle 3 Sekunden die Wassermasse eines Olympia-Schwimmbeckens durchgeschleust wird.
10 min später waren wir in der kleinen Stadt Taupo an der nördlichen Seite des Lake Taupo, dem größten See Neuseelands.
Lake Aniwhenua – Taupo
Ich machte mich auf zu meinem Hostel und traf mich gegen 3 dann mit einem von Stray, der auch in Taupo ausgestiegen war, während alle anderen weiter fuhren.
Wir liefen 4 bis 5 Std durch Taupo und erkundeten alles. Die Stadt wirkt ein wenig mediterran, also italienisch, kleine Seitengassen mit süßen hübschen Cafes an der Promenade und natürlich überall Palmen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Sees konnte man deutlich Gebirge erkennen, das sogar Schnee auf der Spitze hatte! Nach dem anstrengenden Tag fiel ich todmüde in mein Bett.
See-Ufer
Bungee-Station
Um 13 Uhr ging mein Bus nach Napier, einer kleinen Stadt an der Ostküste der neuseeländischen Nordinsel, 3 Std südlich von Gisborne.
Taupo – Napier
Gegen 4 Uhr dort angekommen, bezog ich mein Zimmer und lief gleich los, um Napier zu erkunden, da ich ja nur ein paar Stunden Zeit hatte bis es dunkel wurde und morgen mittag mein Bus gleich weiter fuhr.Ziemlich stressig alles 😉 Jedenfalls war mein Ziel das Bluff Hill Lookout, von dem man eine wahnsinnig tolle Sicht über Napier und die Hawke’s Bay hatte *-*
Marine PromenadeMinigolf am Strand
was für coole Straßenschilder 😮StegStrandGarten mit BrunnenBrücke mit WasserfallBluff Hill Lookout (Hawke’s Bay)riesen Dampfersooo viele Menschen
Das nahm einige Zeit in Anspruch und weil ich danach noch ein wenig an der Promenade entlang lief, blieb auch nicht mehr so viel übrig um noch großartig mehr zu machen. In meinem Zimmer lernte ich dann meine Mitbewohner für die Nacht kennen, die alle ziemlich cool drauf zu sein scheinen 🙂
Um 13.15 fährt mein Bus dann nach Wairoa weiter, wo ich den nächsten Monat dann auf einer Farm bei einer Familie verbringen werde 🙂
Hey Leute! Hier bin ich wieder, froh und munter ins neue Jahr gerutscht und sehr gut angekommen.
Die letzten 6 Tage waren unglaublich ereignisreich und ich versuch das jetz so gut es geht zusammenzufassen. Also:
Wie im letzten Eintrag schon angedeutet, stand an Silvester das Rhythm&Vines Festival an, das hier in Neuseeland super berühmt ist. Das findet in Gisborne, an der Ostküste Neuseelands statt, wo ich vom 28/12/16 bis zum 02/01/17 meine Zeit verbrachte. Da alle Hostels ausgebucht waren, versuchte ich mich in dem sogenannten „Couchsurfing“, wobei man auf der zugehörigen Website Personen im gewünschten Umkreis findet, die ihre Sofas/Betten (meist ohne Gegenleistung) zur Verfügung stellen. Schlussendlich war die Entscheidung gefallen: Ich quartierte mich bei Nathan, 21 und seinem Kumpel Charlie, Mitte 40 und cooler Vater 4 Kinder, für 5 Nächte ein. Das Haus: Der Wahnsinn. Unterhaltungswert: 5 Sterne. Nutzung des Hauses und Sauberkeit: Naja, Männerhaushalt eben 😉 Charlies Mutter kam ab und an vorbei, um für ein wenig Ordnung zu sorgen. Gleich am ersten Morgen war ich allein im Haus, während Charlie mir sogar das Auto da lassen wollte, dass ich in die Stadt fahren konnte. Allerdings hatte er das vergessen und so ging um halb 2 los in das Stadtzentrum. Nach 40 min erreichte ich das Informationszentrum, holte mir einen Stadtplan und traf außen gleich auf Kevin, einen Holländer aus meinem letzten Stray Bus, mit dem ich dann den superwindigen und stürmischen Strand entlang lief und wir uns die Stadt ansahen. 3 h später kam ich erschöpft wieder im Haus an und etwas später gab es dann erstmal BBQ mit frischem Fisch, den Charlie extra gefangen hatte (er ist Fischer übrigens). An meinem 3 Tag kamen gegen 1pm Lilly und Verena an. Lilly, aus meiner alten Klasse, war Au-Pair in Napier und hatte sich jetzt ein paar Wochen frei genommen, um sich mehr von Neuseeland anzuschauen und mit mir das Festival zu besuchen, wies schon in Deutschland geplant war. Verena war auch Au-Pair in Napier und die beiden hatten sich ein Auto gekauft und fuhren zusammen herum. Jedenfalls zeigte ich ihnen alles und wir fuhren einkaufen, um unseren beiden Gastgebern abends die typischen „Käsespätzle“ zu kochen. Zuvor fuhren wir 3 auf den Kaiti Hill, um Gisborne von oben zu sehen und ein paar Aussichten zu genießen,
Ich, Lilly, VerenaAussichtmeee
dann runter zu den Jungs aufs Boot, wo wir dann eine kleine Bootstour machten mit der kleinen Yacht von Charlie und am Ende alle 5 noch zu einem Wasserfall, der eine riesige natürliche Rutsche war und rutschten dort in einer Wahnsinnskälte (natürlich nichts im Vergleich zu Deutschland) den Wasserfall mit einem Gummiboot runter, was unglaublich viel Spaß machte!
Wieder daheim begannen wir zu kochen. Während der Vorbereitungen erfuhr ich von Nathan, dass er einmal was von Deutschen gekocht bekommen hatte, das er richtig mies fand und es waren seiner Beschreibung nach Käsespätzle. Allerdings änderte er seine Meinung recht schnell, als er unsere probiert hatte, weil die nunmal einfach weltklasse sind 😉
Käsespätzleich, Nathan, Verena, Lilly, Charlie
Letztenendes hat es uns allen 5 geschmeckt und wir waren alle satt und zufrieden und beendeten unseren Tag mit ein paar Bier und Geschichten, die wir alle zu erzählen hatten. Achja, und mit einer „rettet euch vor der Spinne“-Aktion. Wir dachten alle 3, als wir die Spinne sahen, Charlie oder Nathan werden die schon weg machen, die haben ja kein Problem damit, wie sich aber herausstellte, hatten sie das sehr wohl 😀 Jedenfalls war das echt witzig mit anzusehen, wie sie angeekelt und ängstlich versuchten, die Spinne da wegzubekommen 😀
Am folgenden Tag (Samstag), war es dann auch schon soweit: Unsere Tickets waren ab 14 Uhr gültig und ich beschloss mit Lilly vorher noch die Cook-Cove-Wanderung zu machen, wodurch wir erst um 15 Uhr dort aufkreuzen wollten.
1,5 h brauchten wir für den Weg, was perfekt ins Zeitfenster passte und es war sehr schön anzusehen und den Haufen Schafe in Matschpfützen und unter Palmen liegen zu sehen.
AussichtAussichtHöhleSchaf im Schlamm (nicht tot)
Etwas später waren wir dann auch schon auf dem Weg zum Festival und gegen 3.30 pm war es dann endlich so weit. Wir standen auf dem Gelände des Rhythm & Vines Festivals 2016!!
Das Ganze ist seehr ähnlich zu unserem OpenBeatz, wodurch es für mich nix neues mehr war, allerdings war ich trotzdem aufgeregt. Silvester-Feeling kam dennoch keines auf, weil es weder kalt noch Winter war und es abends auch kein Raclette gab 😀
Wir trafen Luca und einen Kumpel auf dem Festival und die waren dann auch großteils mit uns unterwegs und lernten noch 2 Typen kennen aus Neuseeland. Die Künstler waren super cool, ein paar DJs am Ende, vorher noch ein paar Live-Bands.Von 15 bis 5 Uhr blieben wir wach und auf dem Festival, weil wir um 5 von Charlie abgeholt wurden, um den ersten Sonnenaufgang der Welt in 2017 zu sehen! 5 min vor Mitternacht fing auf der Main Stage ein Countdown an mit wichtigen guten und schlechten (siehe Trump) Momenten aus 2016. Bei den letzten 10 Sekunden fingen wir alle an runterzuzählen, 25.000 Leute standen vor der Main Stage, alle wollten zusammen ins Jahr starten. Um 0 Uhr ging dann das Feuerwerk los, alle umarmten sich und wünschten sich ein „HAPPY NEW YEAR“ und in diesen paar Sekunden war es ganz normales Silvester, wie jedes Jahr. Gegen 3 Uhr wurde es unglaublich schwer wach zu bleiben, alles war staubtrocken, wir waren noch brauner als sonst, die Kleidung stand vor Dreck.
Letztendlich schafften wir es dennoch bis 5 wach zu bleiben und als wir dann mit dem Auto am Strand standen und auf die Sonne warteten, war es das Ganze doch auch wert gewesen. Die Sonne ging perfekt über dem Meer auf, keine Wolken verdeckten die Sicht darauf und es war ein magischer Moment. Außer uns hatte es noch viele andere an den Strand gezogen, manche hatten auch dort geschlafen, um nichts zu verpassen!
Als die Sonne oben war fuhren wir zurück, alle halb am Schlafen und wir waren keine Minute daheim, schon schliefen wirklich alle tief und fest in ihren Betten. Um kurz vor 12 wachte ich auf, dass ich euch allen ein FROHES NEUES JAHR wünschen konnte, sprang unter die Dusche, um den ganzen Staub loszuwerden und danach saßen wir Mädels noch am Pool und redeten und schrieben mit unseren Freunden und Familien. Den Tag verbrachten wir dann auf dem Sofa, sortierten Bilder, hörten Musik, ich schnitt ein Video vom Festival zusammen und abends schauten wir mit Charlie bis 1 noch Hangover und Hangover 3. Er holte Cola, Limo und ein paar Snacks und wir chillten die restlichen verbliebenen Stunden zusammen im Wohnzimmer. Am Morgen gegen halb 9 verabschiedeten sich Lilly und Verena von uns und fuhren wieder zurück nach Napier. Mein Bus holt mich um 12.30 am Informations-Center ab und bringt mich für eine Nacht zurück nach Rotorua.
Die 6 Tage hier in Gisborne waren eine tolle Erfahrung, ich lernte viele tolle Leute kennen, meine Gastgeber waren toll, das Haus war toll, sogar Gisborne is wahnsinnig toll. Alles war toll 🙂
Wir hören uns bald wieder, bis dahin frohes neues Jahr, viel Glück und Gesundheit und alles Gute für 2017 und haltet schön brav eure Vorsätze ein 😀
Rotorua – Te Kaha – East Cape – Gisborne – Rotorua
Guten Morgen alle zusammen! 🙂
Die letzten 2 Tage in Rotorua (Montag und Dienstag früh) hab ich mit Arbeit, Packen und Verabschieden verbracht, da ich in diesen 6 Wochen doch ganz gute Freunde gefunden habe dort. Dienstag früh um 9 Uhr gings dann mit dem Stray Bus weiter – an die Ostküste Neuseelands.
Rotorua – Te Kaha – East Cape – Gisborne
Den Großteil der Fahrt schlief ich, weil ich schon um 7 Uhr aufgestanden war, während im Bus Musik lief und die anderen redeten bzw auch schliefen. Bei einem Zwischenstopp in Whakatane, das schon wieder an der Küste liegt, sammelten wir einen weiteren Holländer auf, der uns auf unserer Reise begleiten sollte und wir konnten als eine Art letzte Möglichkeit in einen gescheiten Supermarkt gehen und zu einer Bank Geld abheben. Alles, was danach noch kommen sollte, war sehr klein, ländlich und wurde „remote“, also zurückgeblieben“ genannt.
Lady on the rock
Wir fuhren weiter in Richtung unseres Zieles, einer Lodge in Te Kaha, einem 3 Häuser Dorf an der Ostküste (sogar noch kleiner als Schneckenhof 😉 ) Zwischendrin stoppten wir an ein paar Aussichtspunkten, um die atemberaubende Sicht zu genießen und uns ein wenig die Beine zu vertreten. Vor uns: Meer – hinter uns: Berge und Hügel so weit das Auge reichte.
Als wir gegen halb 3/3 endlich in Te Kaha ankamen, wurden wir von den Bewohnern sehr herzlich mit einem Maori-Ritual begrüßt, das heißt, sie sangen die sogenannte „Te Kaha – Hymne“ und wir stellten uns allen vor. Anschließend konnten wir unsere Zeit verbringen wie wir wollten, wozu allerding nicht viel zu Auswahl blieb. Die Lodge war direkt am Meer, wunderschön, mit einer kleinen Plattform mit Tischen und Bänken, um den Sonnenuntergang zu sehen, der direkt über dem Meer stattfand! Dazu weiter unten ein Whirlpool und danach gleich der Strand. Man konnte sich die 3 Kajaks nehmen und ein wenig herumpaddeln und die Küste erkunden oder, wie die meisten es machten, sich an den Strand legen, sich sonnen und Volleyball im Wasser spielen bzw sich mit ekligen Algen bewerfen 😀
Dazu muss ich sagen: Die Gruppe, mit der ich seit Rotorua unterwegs war, ist soooo cool, sehr tolle Leute, gute Atmospähre und der Fahrer (Lantern) ist der Beste und Unterhaltsamste, den ich bis jetzt hatte. Sein Motto: „Are you ready for the beeest tour around the East Coast IN THE WOOOOORLD with sooo positive vibes, good music and absolutely NO negativity?! Then back to the music ;)“ Naja, und eben das obligatorische „Sweet as!“, was nicht etwa heißt „Süßer Arsch“, was ich am Anfang dachte und etwas verwirrt war, sondern eher sowas wie „Geil, Mega, Super, Wahnsinn“.
Die Bewohner bereiteten uns ein riesiges Buffet mit Meeresfrüchten, Fisch, Fleisch und Salat zu mit anschließendem Nachtisch und während wir aßen ging langsam die Sonne unter.
Wir spielten Karten, tranken Bier und Wein und hatten Spaß. Etwas später spielten wir unseren Gastgebern noch Country Roads vor, weil jede Gruppe eine „Antwort“ auf das anfängliche Konzert geben musste, das war so Tradition. Ich an der Gitarre, alle anderen sangen und wie Lantern sagte „scheiß egal ob gut oder schlecht, wer schlecht singt am besten so laut wies geht“! Den Tag beendeten wir alle zusammen in dem Whirlpool am Strand. Während der Wind über unsre Köpfe fegte, saßen wir gemütlich zusammen gekuschelt zu 18t im Whirlpool, spielten „Never have I ever“ und schauten in die Sterne (So viele hab ich noch nie in meinem ganzen Leben gesehen!). Am nächsten Morgen ging es um 8 Uhr morgens weiter an der Ostküste entlang nach Gisborne, wieder mit einer Menge guter Laune trotz der frühen Morgenstunden, viel Energie, um die 757 Stufen zum östlichsten Leuchtturm hochzulaufen und die paar Stunden Fahrt durchzustehen. Weiter entlang an der Küste ging es also zu dem östlichsten Leuchtturm der Welt, der gleichzeitig auf dem östlichsten Punkt der Welt zu finden ist. etwa 150 m überm Meeresspiegel und nur über 757 Stufen erreichbar (ja, ich hab sie gezählt). Oben angekommen, schnaufend und mit zitternden Beinen legten wir uns in den Schatten des Leuchtturms und ruhten uns erstmal aus, bevor wir ein Gruppenfoto machten und uns an den Abstieg machten.
Gegen 4 Uhr kamen wir an der extra für Stray vorgesehen Lodge wieder direkt am Meer an und während alle anderen ihre Sachen auspackten, sich Betten aussuchten und sich häuslich für eine Nacht einrichteten, blieben meine im Bus, da ich direkt in Gisborne bleiben würde. Das waren nämlich die letzten Stunden mit meiner Gruppe, bevor Lantern mich direkt nach Gisborne fahren würde, da ich dort das berühmte „Couchsurfing“ ausprobierte.Dadurch, dass ich an Silvester auf dem national-bekannten Rythm&Vines Festival bin, ist es leichter, wenn man direkt in Gisborne ist und da alle Hostels und Campingplätze bis auf den letzten Platz ausgebucht waren, blieb mir auch gar nichts anderes übrig. Um 18 Uhr fuhren wir alle gemeinsam nach Gisborne, weil Lantern eine große Dominos-Pizza-Sammelbestellung gemacht hatte und wir diese dann auf einem Aussichtspunkt (Kaiti-Hill) verspeisten. Von dort konnte man die ganze Stadt inklusive Umfeld sehen. Das heißt an 3 Seiten war Gisborne umgeben von Bergen und Hügeln und an einer war die Küste zu sehen. Dazu ein schöner Hafen und eine hübsche Stadt.
Gruppe beim Pizza essenHafen Gisborne
Das war es jetzt erstmal wieder von meiner Seite, ich wünsch euch viel Spaß und schöne Ferien/Urlaub, wenn ihr das Vergnügen habt 😉
fett geschriebenes ist schon erledigt, die Liste wird bei jedem neuen Eintrag stehen und dann könnt ihr sehen, was ich neu erledigt hab seit dem letzten Mal
Montag habe ich Mittags mit Anne, Ronny, Aileen und Peter die daVinci Welt Ausstellung in Rotorua angesehen. Für 5$ konnten wir alle seine Erfindungen ansehen und dazu Bilder seiner Notizen betrachten. Darunter waren auch aufgeschnittene Menschen aus Wachs, da da Vinci ja auch Menschen zur Anatomie-Lehre seziert hatte. In einem weiteren Raum waren Kopien seiner Werke ausgestellt, also die Mona Lisa oder das letzte Abendmahl. Außerdem gab es auch eine Mona Lisa ohne Gesicht, wo man seinen Kopf durchstecken konnte.
TaucheranzugFlügel
Mona LisaDas letzte AbendmahlMona Tamara
Dienstag habe ich mich um 2 wieder mit Anne, Aileen und Ronny getroffen und sind dann zur Skyline Rotorua gelaufen, einer Art Freizeitpark auf dem einzigen richtigen Berg in Rotorua. Für 29$ haben wir uns ein Ticket für die Gondel gekauft, um einmal hochzufahren, oben dann alles anzuschauen und wieder runter zu fahren. Während der Fahrt bekam man schon mal ne sehr schöne Sicht über den See, während die Sonne von nem knallblauen Himmel brannte.
Aussicht Gondel
Oben angekommen gingen wir zuerst in den Jelly Bean Shop, kauften uns ein paar Packungen, setzten uns dann in das Restaurant auf die Terasse mit Blick auf den See und tranken einen Kaffee. Beziehungsweise ein paar, weil man danach so oft auffüllen konnte wie man wollte.
Säulen mit allen möglichen Jelly Bean SortenHarry Potter aus Jelly BeansMona Lisa aus Jelly BeansLogo aus Jelly BeansAussicht von der Terasse
Nach etwa 1 h beschlossen wir uns ein wenig umzusehen und liefen einen Weg entlang, bei dem wir auf freilaufende Lamas stießen und noch viel mehr schöne Aussichtspunkte sahen.
die neueste Bart Mode (Kletten im Bart)
Silver-Farn (Nationalsymbol NZs)
Wir fuhren wieder nach unten und begannen unseren Weg zurück zum Hostel. Zwischendrin machten wir noch einen Zwischenstopp bei „Burgerfuel“, einem der besten Burgerhäuser, mit günstigen und seeeeehr guten Burgern.
Bevor wir wieder ins Hostel zurückgingen, liefen wir noch ein wenig am See entlang und machten Bilder:
Mittwoch wurden dann Butterplätzchen mit Anne gebacken*-* sogar Zuckerguss haben wir uns gegönnt, indem wir Zucker ein paar Minuten in den Mixer gepackt haben 😀 War sehr schön und ein bisschen Weihnachtsfeeling hat es auch eingebracht. Das wurde dann am folgenden Tag noch verstärkt, da wir ein Rezept für einen Bratapfelglühwein ausprobierten – hat auch sehr gut geschmeckt und hat sich auf jeden Fall gelohnt den teuren Sekt dafür zu kaufen.. Nachdem ich von Annes Hostel zurückgelaufen war und wieder in meinem Hostel ankam, überreichte mir Neil, der Hostelvater sozusagen, ganz feierlich ein riiiiiesiges Paket – von meinen Eltern.
Mamas Paket (4,5 kg)
Darin waren ein großes Glas Nutella (für das ich hier in NZ locker 20$ = 14 Euro hingelegt hätte), Sonnencreme (die hier auch unglaublich teuer ist), Lebkuchen, Omas Plätzchen, Marzipankartoffeln, meine heiß geliebten Schlümpfe, Flauschisocken ( *o* ), ein Ersatz für die Hose, die ich in Hahei auf der Wäscheleine hängen gelassen hatte und ein sehr schönes Paar Ohrringe.
Weil das Paket vor Weihnachten angekommen war, wollte ich es noch nicht aufmachen, aber ich wurde gezwungen, mit dem Grund, dass ich mich auf Weihnachten einstimmen müsse. Des End vom Lied war, das ich im Paket einen kleinen Plastik-Tannenbaum inklusive rote und goldene Kugeln und Mini – Lichterkette vorfand. Ganz unten war sogar ein echter Aldi-Schoko-Adventskalender (Davon durfte ich dann gleich 23 Stück auf einmal aufmachen – ein alter Kindertraum 😀 !!! Damit war mein Weihnachten quasi gerettet.
mein eigener Christbaum *-*alles leer in 2 Tagen :3
Am nächsten Mittag ging ich mit Gesine, einer Deutschen aus meinem Hostel, die auch schon längere Zeit hier war, in das koreanische Restaurant, wo ich arbeite, und wir aßen zu Mittag. Weil ich Mitarbeiter war und Gesine bei mir dabei war, bzw bald Weihnachten war, bekamen wir beide das Essen 5 $ günstiger. Wir sind ja solche Schnäppchenjäger hehe…
Danach kaufte ich mir endlich eine Regenjacke, die günstigste dies bei MacPac, einem Outdoor-Geschäft, gab. Dadurch dass Gesine und Flo (auch aus meinem Hostel) dort arbeiteten bekam ich 70% erlassen und habe für eine sehr gute dünne und leichte Regenjacke nur 21$ bezahlt! Wie schon gesagt: Ich bin ein Schnäppchenjäger 😉 Abends fuhr ich dann mit Anne und noch 2 anderen an den Blue Lake und wir liefen einmal außen rum, was eine sehr schöne Spazierstrecke war.
Rotorua – Blue Lake
Zum Schluss lief ich mit Sebastian und Pierre (Bayern und Frankreich) zur Lava Bar, um Lex (Holländer aus einem meiner letzten Busse) zu treffen. Wir spielten Karten und tranken Bier, am Ende tanzten wir alle noch. War ein gemütlicher und sehr cooler Abend 🙂 Samstag und Sonntag war ich dann mal wieder arbeiten, wodurch wieder gut Geld in die Kasse kam, weil ich Sonntag 9 h gearbeitet hatte. Heiligabend verbrachte ich mit einem deutschen Paar und ihrer kleinen Tochter, weil die mich spontan gefragt hatten, ob ich mit ihnen grillen möchte – ansonsten hätte ich Netflix geschaut und Lebkuchen gefuttert… Das allerbeste jedoch war heute früh, als ich nach unten ging, und unter dem Hostel-Weihnachtsbaum lauter Geschenke lagen.
Für die Longtermer (also auch mich) sogar jeweils 2 Pakete, eins von Neil & Catherine und eins von Santa 😉 Von Neil & Catherine bekam ich ein mega cooles T-Shirt und Schokolade. Den Morgen verbrachte ich damit, mit meiner Familie über Skype Bescherung zu haben, wo am Ende auch noch Heike und Sarah dazu stießen.
Da heute ausnahmsweise keine Hostelarbeit anstand, weil niemand neues aufgenommen wurde für den 25ten Dezember, ging ich 1 h früher zur Arbeit. Jetzt sitze ich auf meinem Bett, bin todmüde und warte, dass es 12 Uhr nachts wird, sodass ich mit dem großen Teil meiner Verwandtschaft beim Essen bei Oma skypen kann – was macht man nicht alles für seine Familie 😀
Mein Aufenthalt in Rotorua neigt sich langsam dem Ende zu, Dienstag geht es zurück an die Küste, diesmal aber an die Ostküste 🙂 Ich hab alles gesehen, was ich sehen wollte und alles gemacht, was auf dem Plan stand. Außerdem habe ich 3,5 Wochen gearbeitet und Geld sparen können auch durch zusätzlich 6 Wochen langes Arbeiten für Unterkunft in einem der schönsten Hostels, in denen ich bis jetzt war!
Damit noch eine ganz tolle Weihnachtszeit mit euren Lieben, feiert schön und genießt die Zeit!!